Frank Schwemmer vertont die vier Strophen des weitgehend unbekannten Volksliedes aus dem 18. Jahrhundert als virtuoses und kurzweiliges Bestiarium: da gurrt und zirpt, zwitschert und tiriliert es nur so durch die Stimmen. Die Liedmelodie wandert dabei zeilenweise durch die Stimmen und wird von der Fülle der Vogelstimmen-Imitationen der umgebenden Stimmen fast überlagert. Kleine chromatische Elemente, glissandi, gurrende r-Laute und fantasievolle Textierungen in schnellen Tempi sind für die Sänger eine amüsante und lohnende anspruchsvolle Herausforderung. Schwemmer nutzt die Möglichkeiten des gesamten Vogelstimmen-Chores sehr bewußt aus und findet ironisch-witzige Stimmkombinationen (so wird der Text „Fahret der Bauer frühmorgens in’s Feld“ von müden, schwerfälligen, sich chromatisch verschiebenden Männerstimmen-Ostinati begleitet).
Tonumfänge: S1: d‘ – a‘‘ / S2: h° – g‘‘ / A1: es‘‘ - d‘‘ / A2: g° - d‘‘ / T: fis°-c‘‘ / B1: G – d‘ / B: G – h°
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Frank Schwemmer
| 19611961 in Berlin geboren. Erste musikalische Ausbildung 1964 (Violine,Klavier). Abitur 1980, anschließend Studium der Schulmusik an der HdK Berlin. Erste kammermusikalische Kompositionen seit 1979. Privates Kompositionsstudium in Berlin und Wien. Seit 1983 freischaffend als Komponist tätig. Von 1984-1992 musikalische Leitung am "Jungen Theater" Berlin. Seit 2001 hat sich Frank Schwemmer, in enger Zusammenarbeit mit den Berliner Bühnen zunehmend einen Ruf als Opernkomponist erworben. Im Zentrum des kompositorischen Schaffens steht bei Frank Schwemmer die vokale Musik, wobei großes Gewicht auf den engen Kontakt mit den Interpreten, ob Solisten, Chöre oder Musiktheater, gelegt wird. zur Person
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Herausgeber*in
Stefan Schuck
| 1963
Rezensionen
0964800
Die Melodie wird zeilenweise von den Stimmen SSAATBB vorgetragen und mittels der anderen Stimmen jeweils von Vogelstimmenimitationen umschwirrt...
Kirchenmusik im Erzbistum Bamberg 12/2015