Gabriel Fauré / Denis Rouger (arr.): Après un rêve - Noten | Carus-Verlag

Gabriel Fauré / Denis Rouger (arr.) Après un rêve

Arrangement von Denis Rouger op. 7,1

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Der Textdichter Romain Bussine war zunächst Opernsänger in Paris und erhielt später eine Professur am dortigen Conservatoire. Er war befreundet mit Gabriel Fauré, der einige seiner Gedichte vertonte, darunter auch das vorliegende Après un rêve, welches ein ernüchterndes Aufwachen aus einem wunderbaren Liebestraum beschreibt. In harmonischer Farbigkeit greift der Komponist die ebenso farbigen sprachlichen Bilder vom „glühenden Trugbild“, von „Morgenröte“, vom „göttlichen Schein“ und der „geheimnisvollen Nacht“ auf und lässt sie musikalisch lebendig werden.

Das vorliegende Kunstlied wurde ursprünglich nicht für Kammerchor, sondern für eine Solostimme und Klavier geschaffen. Denis Rouger hat es behutsam den Bedürfnissen und Ausdrucksmöglichkeiten eines größeren Ensembles angepasst, ohne dabei die Qualitäten des Originals zu verleugnen. Jede Stimme im Chor erhält ihre aus dem harmonischen und rhythmischen Gerüst extrahierte Melodielinie. Dabei verbindet sich die Vielfalt und Raffinesse des chorischen Ausdrucks mit der enormen Flexibilität in Gestaltung und Ausdruck, wie sie die französischen Mélodies oder das deutsche Kunstlied von einem Solisten und dem Klavierpart fordern.

Das Lied wurde eingesungen vom figure humaine kammerchor auf der CD Kennst du das Land... (Carus 83.495/00).

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  • Dans un sommeil que charmait ton image
    Je rêvais le bonheur, ardent mirage ;
    Tes yeux étaient plus doux, ta voix pure et sonore,
    Tu rayonnais comme un ciel éclairé par l’aurore ;

    Tu m’appelais, et je quittais la terre
    Pour m’enfuir avec toi vers la lumière ;
    Les cieux pour nous entr’ouvraient leurs nues ;
    Splendeurs inconnues, lueurs divines entrevues …

    Hélas, hélas, triste réveil des songes !
    Je t’appelle, ô nuit, rends-moi tes mensonges ;
    Reviens, reviens radieuse,
    Reviens, ô nuit mystérieuse !

    Romain Bussine (1830–1899)

    ...

  • Im Schlaf, der von deinem Bild bezaubert war,
    träumte ich vom Glück, dem glühenden Trugbild;
    deine Augen waren sanfter, deine Stimme rein und klangvoll,
    du strahltest wie ein von der Morgenröte leuchtender Himmel.

    Du riefst mich und ich verließ die Erde,
    um mit dir dem Licht entgegen zu fliehen;
    der Himmel öffnete für uns seine Wolken;
    unbekannte Pracht, kurz erblickter göttlicher Schein …

    Oh weh, trauriges Erwachen aus den Träumen!
    Ich rufe Dich, oh Nacht, gib mir deine Lügen wieder;
    komm zurück, du Strahlende,
    komm zurück, oh du geheimnisvolle Nacht!

    Romain Bussine (1830–1899)
    Übersetzung: Christane Rouger-Ortwein

    ...

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Zusatzinformationen zum Werk
  • Französischer Komponist, 1845-1924.

    Er war Schüler von Camille Saint-Saëns und studierte an der Pariser Schule für Kirchenmusik. Fauré arbeitete als Organist, Chorleiter und gab Klavierunterricht und Klavierabende in Pariser Salons. Am Klavier konnte er glänzend improvisieren, was sich auch in seinen Kompositionen niederschlägt. 1905-1920 war er Direktor des Pariser Conservatoire.

    Fauré schrieb vor allem Vokal-, Klavier- und Kammermusik. Am bekanntesten sind seine Klavierlieder für Solostimme und sein Requiem, das auch bei seiner eigenen Trauerfeier aufgeführt wurde.

    zur Person
  • Denis Rouger hat seine musikalischen Erfahrungen zunächst als Sohn einer Pariser Musikerfamilie und bei seinem Studium am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris gesammelt, wobei er erste Preise in Harmonie, Fuge und Kontrapunkt erhielt.

    20 Jahre lang war er Dozent und Chorleiter an der Universität Paris-Sorbonne und 10 Jahre Chorleiter an der Kathedrale Notre-Dame de Paris. Er ist Ehrenkapellmeister der Pariser Kirche La Madeleine. Auch in Deutschland hat er Kontakt zu zahlreichen Ensembles. So wurde er als Gastdirigent u.a. von Rundfunkchören, dem Balthasar-Neumann-Chor, dem Landesjugendchor Baden-Württemberg, sowie zu den Stuttgarter Philharmonikern eingeladen. Konzerte führten ihn nach Italien, Kanada, Russland, in die Niederlande, die Vereinigten Arabischen Emirate und in die Schweiz (Lucerne Festival).

    Er gibt Meisterkurse in Schweden, Bulgarien, Frankreich, Deutschland sowie in der Schweiz.

    Seit 2011 ist Denis Rouger Professor für Chordirigieren an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Der von ihm im Herbst 2011 gegründete Kammerchor der Musikhochschule gewann 2014 den Ersten Preis beim Internationalen Chorwettbewerb in Mosbach (Deutschland).

    Neben seiner Arbeit als Chorleiter komponiert Rouger und bearbeitet französisches sowie deutsches Liedgut für Chor. Seine Bearbeitungen auf den CDs Kennst Du das Land ... und ... wo die Zitronen blühn (Carus) fanden bei Presse und Rundfunk regen Anklang. In Zusammenarbeit mit dem Carus-Verlag hat er das Chorbuch Französische Chormusik, das 2019 den Deutschen Musikeditionspreis „Best Edition“ erhalten hat, herausgegeben.

    2016 gründete Denis Rouger den figure humaine kammerchor (www.figurehumaine.de), mit dem er regelmäßig Konzerte bei namhaften Festivals gibt.

    zur Person

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