Deutsches Magnificat: Meine Seele erhebt den Herren. Gubener Fassung
Frühfassung SWV 494a
Das Deutsche Magnificat SWV 494 aus dem Schwanengesang von Heinrich Schütz gehört zu den beliebtesten Werken des Komponisten. Es ist nicht nur innerhalb des Opus ultimum überliefert, sondern – als einziger Teil des Schwanengesangs – auch separat, allerdings in einer abweichenden, offenbar früher entstandenen Fassung (SWV 494a). Vor allem im Schlussteil unterscheiden sich die beiden Fassungen deutlich, wobei Schütz die Neufassung nicht neu komponiert, sondern die vorhandenen musikalischen Bausteine neu und anders zusammensetzt hat. Im Gegensatz zur Fassung des Schwanengesangs ist die frühere Fassung vollständig überliefert und musste nicht rekonstruiert werden.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Heinrich Schütz
| 1585-1672Heinrich Schütz gilt als der erste deutsche Musiker von europäischem Rang. Ab 1599 als Chorknabe am Hof des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel erhielt er eine umfassende Schulbildung. 1608 begann er ein Jurastudium in Marburg, das er jedoch schon 1609 abbrach, um mit Unterstützung des Landgrafen bei Giovanni Gabrieli, Organist an San Marco zu Venedig, Komposition zu studieren. 1613 kehrte Schütz nach Kassel zurück, wurde aber schon zwei Jahre später vom Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen als „Organist und Director der Musica” an den Dresdner Hof „abgeworben“, wo er von 1617 bis zu seinem Tod das Amt des Hofkapellmeisters innehatte. Seine großen Vokalzyklen markierten den Höhepunkt von Schütz’ Ansehen in Deutschland und Nordeuropa. Doch diese stellen nur einen Teil des Schütz’schen Opus dar; einzelne Werke sind in Sammeldrucken mit Werken anderer Komponisten vertreten, andere nur handschriftlich überliefert, vieles ist verloren gegangen. Die Stuttgarter Schütz-Ausgabe erschließt Schütz‘ vollständiges Oeuvre, alle Werke erscheinen auch in praktischen Urtext-Ausgaben. zur Person