Heinrich Schütz komponierte die Musikalischen Exequien zur Trauerfeier seines Landesherrn Heinrich Posthumus Reuß 1635/1636. Das Werk besteht aus drei Teilen, die an unterschiedlichen Stellen innerhalb des Trauergottesdienstes erklingen sollten. Besonders stellen der erste und der dritte Teil die Chorsänger*innen vor eine Herausforderung: Solistisch besetzte Sätze alternieren mit Chorsätzen, dabei gehen beinahe alle Sätze nahtlos ineinander über. Zeit zum Überlegen, wann wer mit welchem Ton einsetzt, haben die Sänger*innen gewiss keine!
Die zugrundeliegende Aufnahme ist in historischer Stimmung eingespielt. Sie klingt etwa einen Halbton höher als unsere moderne Klavierstimmung.
Einfach Üben. Jederzeit. Überall.
Ob zu Hause am Tablet oder PC oder unterwegs am Smartphone: Mit carus music, the Choir Coach, haben Sie Ihre Chorwerke immer zum Üben dabei! Auf allen Endgeräten können Sie mit der Chor-App carus music Ihre Notenausgabe zusammen mit einer erstklassigen Einspielung hören und mit einem Coach dabei leicht Ihre eigene Chorstimme üben. Mit carus music ist Ihre Konzert-Vorbereitung einfach, effizient und mit Spaß zu meistern!
Inhaltsverzeichnis
-
Komponist*in
Heinrich Schütz
| 1585-1672Heinrich Schütz gilt als der erste deutsche Musiker von europäischem Rang. Ab 1599 als Chorknabe am Hof des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel erhielt er eine umfassende Schulbildung. 1608 begann er ein Jurastudium in Marburg, das er jedoch schon 1609 abbrach, um mit Unterstützung des Landgrafen bei Giovanni Gabrieli, Organist an San Marco zu Venedig, Komposition zu studieren. 1613 kehrte Schütz nach Kassel zurück, wurde aber schon zwei Jahre später vom Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen als „Organist und Director der Musica” an den Dresdner Hof „abgeworben“, wo er von 1617 bis zu seinem Tod das Amt des Hofkapellmeisters innehatte. Seine großen Vokalzyklen markierten den Höhepunkt von Schütz’ Ansehen in Deutschland und Nordeuropa. Doch diese stellen nur einen Teil des Schütz’schen Opus dar; einzelne Werke sind in Sammeldrucken mit Werken anderer Komponisten vertreten, andere nur handschriftlich überliefert, vieles ist verloren gegangen. Die Stuttgarter Schütz-Ausgabe erschließt Schütz‘ vollständiges Oeuvre, alle Werke erscheinen auch in praktischen Urtext-Ausgaben. zur Person