Heinrich Schütz: Musikalische Exequien I-III - App / Übehilfe | Carus-Verlag

Heinrich Schütz Musikalische Exequien I-III

SWV 279–281

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Heinrich Schütz komponierte die Musikalischen Exequien zur Trauerfeier seines Landesherrn Heinrich Posthumus Reuß 1635/1636. Das Werk besteht aus drei Teilen, die an unterschiedlichen Stellen innerhalb des Trauergottesdienstes erklingen sollten. Besonders stellen der erste und der dritte Teil die Chorsänger*innen vor eine Herausforderung: Solistisch besetzte Sätze alternieren mit Chorsätzen, dabei gehen beinahe alle Sätze nahtlos ineinander über. Zeit zum Überlegen, wann wer mit welchem Ton einsetzt, haben die Sänger*innen gewiss keine!

Die zugrundeliegende Aufnahme ist in historischer Stimmung eingespielt. Sie klingt etwa einen Halbton höher als unsere moderne Klavierstimmung.

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Es musizieren: Dorothee Mields, Anja Zügner (soprano), Alexander Schneider (alto), Jan Kobow, Tobias Mäthger (tenore), Harry van der Kamp, Matthias Lutze (basso) – Dresdner Kammerchor – Hans-Christoph Rademann 
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  • Musikalische Exequien II
  • Herr, nun lässest du deinen Diener
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  • Text from the CD Carus 83.238

    Oliver Geisler
    Translation (abridged): Elizabeth Robinson

    Güldene SterbKunst – The “golden art” of dying Funeral music by Heinrich Schütz

    The music of Heinrich Schütz is music which is close to life; a music which shares in the history and culture from which it emerged, and in which the experiences of “Sagittarius” (Schütz’s Latin name) himself have left unmistakable traces. This music is full of life – even when it celebrates death.

    This does not mean that Schütz’s music should always be seen and heard against a background of suffering and death on a huge scale, as embodied in the raging of the Thirty Years’ War and the constant presence of deadly disease. On the contrary, it means that much of Schütz’s funeral music can be traced back to particular biographical events in his life. These are works which range from simple fourpart chorales to polychoral spatial music, and yet they always combine one thing: a particularly strong link between sensitivity to the text and sensuousness of sound, achieved by a simple musical message of consolation coupled with high expressivity. And all this with great personal sympathy. Schütz’s works, in which death and life, dying and

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  • Text from the CD Carus 83.238

    Oliver Geisler

    Güldene SterbKunst – Trauermusiken von Heinrich Schütz

    Die Musik von Heinrich Schütz ist eine Musik nah am Leben. Eine Musik, die teilnimmt an der Geschichte und Kultur, aus der sie hervorgeht und in der die Erfahrungen des 'Saggittarius' selbst untrügliche Spuren hinterlassen haben. Diese Musik ist nah am Leben – gerade, wenn sie das Sterben besingt.

    Das meint nicht nur, dass die Musik von Schütz immer auch vor dem Hintergrund massenhaften Leidens und Sterbens angesichts eines 30 Jahre wütenden Weltkrieges und der Allgegenwart tödlicher Krankheiten zu sehen und zu hören ist. Es meint vielmehr, dass sich zahlreiche Trauermusiken Schütz' auf konkrete biografische Ereignisse im Leben Schütz' zurückführen lassen. Es sind Werke, die vom schlichten vierstimmigen Choral bis zur mehrchörigen Raummusik reichen und doch stets eines verbindet: die besonders intensive Verbindung aus Wortsorgfalt und Klangsinnlichkeit, aus schlichter musikalischer Trostpredigt und hoher Expressivität. Und all das mit großer persönlicher Anteilnahme. Jene Schütz'schen Werke, in denen Tod und Leben, Sterben und Ewigkeit, Trauer und Trost musikalisch wie theologisch besonders eindringlich

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  • Heinrich Schütz gilt als der erste deutsche Musiker von europäischem Rang. Ab 1599 als Chorknabe am Hof des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel erhielt er eine umfassende Schulbildung. 1608 begann er ein Jurastudium in Marburg, das er jedoch schon 1609 abbrach, um mit Unterstützung des Landgrafen bei Giovanni Gabrieli, Organist an San Marco zu Venedig, Komposition zu studieren. 1613 kehrte Schütz nach Kassel zurück, wurde aber schon zwei Jahre später vom Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen als „Organist und Director der Musica” an den Dresdner Hof „abgeworben“, wo er von 1617 bis zu seinem Tod das Amt des Hofkapellmeisters innehatte. Seine großen Vokalzyklen markierten den Höhepunkt von Schütz’ Ansehen in Deutschland und Nordeuropa. Doch diese stellen nur einen Teil des Schütz’schen Opus dar; einzelne Werke sind in Sammeldrucken mit Werken anderer Komponisten vertreten, andere nur handschriftlich überliefert, vieles ist verloren gegangen. Die Stuttgarter Schütz-Ausgabe erschließt Schütz‘ vollständiges Oeuvre, alle Werke erscheinen auch in praktischen Urtext-Ausgaben. zur Person

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