Von Jan Dismas Zelenka sind zwei Te Deum-Vertonungen erhalten: das Te Deum D-Dur ZWV 145 von ca. 1724 und das vorliegende Te Deum a due cori D-Dur ZWV 146, das 1731 entstanden ist. War das erste Te Deum ZWV 145 mit fünf Singstimmen („soli e tutti“) und Orchester mit dreistimmigem Trompetenchor (zwei Trompeten und Pauken) besetzt, so ist das Te Deum a due cori mit fünf Solisten und je zwei vierstimmigen Chören sowie einem fünfstimmigen Trompetenchor (vier Trompeten und Pauken) und solistischen Traversflöten entschieden prächtiger ausgeführt. Die große, solenne Besetzung lässt vermuten, dass das Werk für einen Dankgottesdienst anlässlich der Geburt der sächsischen Kurprinzessin Maria Josepha komponiert worden ist.
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Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Jan Dismas Zelenka
| 1679-1745Der Böhme Jan Dismas Zelenka schuf als Kontrabassist und Kirchenkomponist am kursächsischen Hof Augusts des Starken und seines Sohnes Friedrich August II. in den Jahren nach 1721 gemeinsam mit dem Kapellmeister Johann David Heinichen ein umfangreiches Repertoire an katholischer Kirchenmusik. Zusammen mit den seit 1731 in dichter Folge entstandenen Dresdner Opern von Johann Adolf Hasse begründete dies den Ruf der sächsischen Residenz als eines der wichtigsten Musikzentren des Spätbarock. zur Person
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Herausgeber*in
Thomas Kohlhase
| 1941
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Klavierauszugbearbeiter*in
Paul Horn
| 1922-2016Paul Horn war ein deutscher Kirchenmusiker, Organist, Komponist und Musikwissenschaftler. Er studierte Kirchenmusik und Orgel an der Evangelischen Kirchenmusikschule Esslingen am Neckar bei Hans-Arnold Metzger und Musikwissenschaft, Theologie und Geschichte an der Universität Tübingen. Seine berufliche Laufbahn begann als Kantor an der Evangelischen Michaelskirche in Stuttgart-Degerloch. 1954 wurde er Kantor an der Evangelischen Stadtkirche Ravensburg, eine Position, die er bis zu seiner Pensionierung innehatte. Als Musikwissenschaftler arbeitete Horn bis ins hohe Alter eng mit Carus zusammen. So stammen zahlreiche Carus-Klavierauszüge aus seiner Feder. zur Person