Die um 1750 entstandene Missa in d gehört zum wenigen, was an Kompositionen von Altnickol, einem Schüler und Schwiegersohn Johann Sebastian Bachs, erhalten ist. Der Formenreichtum und zugleich auch die Klarheit der Komposition zeigen die Prägung des Lehrers, sind jedoch vor allem Ausdruck eines individuellen Kirchenstils. Mit ihrer kontrapunktischen Kunsthaftigkeit und musikalischen Tiefe repräsentiert die hier erstmals edierte Kyrie-Gloria-Messe einen Gipfelpunkt dieser weit verbreiteten Gattung.
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Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Johann Christoph Altnickol
| 1719-1759
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Herausgeber*in
Clemens Harasim
| 1974
Rezensionen
[...] Altnickol hat wohl derartige Messen J. S. Bachs gut gekannt. Der Formenreichtum und zugleich auch die Klarheit der Komposition zeigen die Prägung des Lehrers, sind jedoch vor allem Ausdruck eines individuellen Kirchenstils. Mit ihrer kontrapunktischen Kunsthaftigkeit und musikalischen Tiefe repräsentiert die hier erstmals edierte Kyrie-Gloria-Messe einen Gipfelpunkt dieser weit verbreiteten Gattung. Mit der Entwicklung der Kirchenkantate und deren liturgischer Funktion - und damit verbundener Ausschaltung des lateinischen Ordinariums - verlor die Kyrie-Gloria-Messe jedoch an Bedeutung. Wie bei Carus üblich, ist auch dieses Werk hervorragend ediert.
Quelle: Singende Kirche 2007/2