Concerti con varii strumenti. Dresdner Konzerte (FBO)
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Johann Georg Pisendel
| 1687-1755
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Vorwortverfasser*in
Wolfgang Horn
| 1956-2019
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Ensemble
Freiburger Barockorchester
Das Freiburger Barockorchester (FBO) blickt auf eine über fünfundzwanzigjährige Erfolgsgeschichte zurück: Aus studentischen Anfängen entstand innerhalb weniger Jahre ein international gefragter Klangkörper, der inzwischen regelmäßig in den bedeutendsten Konzert- und Opernhäusern gastiert. Seit Mai 2012 verfügen die „Freiburger“ gemeinsam mit ihren Kollegen vom ensemble recherche über ein international einzigartiges Domizil: das Ensemblehaus Freiburg, eine musikalische Werkstatt und Ideenschmiede für zwei Spitzenensembles der Alten und Neuen Musik unter einem Dach. Das FBO arbeitet mit bedeutenden Künstlern wie René Jacobs, Andreas Staier, Jean-Guihen Queyras, Isabelle Faust, Kristian Bezuidenhout, Christian Gerhaher und Pablo Heras-Casado zusammen. Der künstlerische Erfolg dieser musikalischen Partnerschaften äußert sich in zahlreichen CD-Produktionen und der Verleihung prominenter Auszeichnungen wie dem ECHO Klassik Deutscher Musikpreis 2011, 2012, 2013 und 2014, dem Edison Classical Music Award 2012 und 2013, dem Gramophone Award 2011 und 2012, sowie dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2009. Unter der künstlerischen Leitung seiner beiden Konzertmeister Gottfried von der Goltz und Petra Müllejans sowie unter der Stabführung ausgewählter Dirigenten präsentiert sich das FBO mit rund einhundert Auftritten pro Jahr in unterschiedlichen Besetzungen vom Kammer- bis zum Opernorchester: ein selbstverwaltetes Ensemble mit eigenen Konzertreihen im Freiburger Konzerthaus, in der Stuttgarter Liederhalle und der Berliner Philharmonie und mit Tourneen in der ganzen Welt. zur Person
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Dirigent*in
Gottfried von der Goltz
Gottfried von der Goltz hat sich als Barockgeiger und als künstlerischer Leiter des Freiburger Barockorchesters einen international beachteten Namen gemacht. Wie im 18. Jahrhundert üblich, leitet er das FBO vom Pult des Konzertmeisters aus. Darüber hinaus vertauscht er gelegentlich die Geige mit dem Dirigentenstab, wie beispielsweise in dem auf mehrere Jahre hinaus angelegten Beethoven-Zyklus des Freiburger Barockorchesters. Mit erfolgreichen CD-Einspielungen der lange zu Unrecht vergessenen Musik des Dresdner Barock und der Bach-Söhne ließ Gottfried von der Goltz die Fachwelt aufhorchen. Dennoch möchte er sich nicht als Spezialist auf ein bestimmtes Repertoire festlegen lassen. Seine umfangreiche Diskographie, die sich vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart erstreckt, weist ihn vielmehr als einen ungemein vielseitigen und flexiblen Musiker aus. Neben vielschichtigen kammermusikalischen Engagements hat Gottfried von der Goltz auch die künstlerische Leitung des Norsk Barokkorkesters inne. Darüber hinaus ist er als Professor an der Hochschule für Musik Freiburg ein gefragter Lehrer für barocke und moderne Violine. zur Person
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Solist*in - Violine
Gottfried von der Goltz
Gottfried von der Goltz hat sich als Barockgeiger und als künstlerischer Leiter des Freiburger Barockorchesters einen international beachteten Namen gemacht. Wie im 18. Jahrhundert üblich, leitet er das FBO vom Pult des Konzertmeisters aus. Darüber hinaus vertauscht er gelegentlich die Geige mit dem Dirigentenstab, wie beispielsweise in dem auf mehrere Jahre hinaus angelegten Beethoven-Zyklus des Freiburger Barockorchesters. Mit erfolgreichen CD-Einspielungen der lange zu Unrecht vergessenen Musik des Dresdner Barock und der Bach-Söhne ließ Gottfried von der Goltz die Fachwelt aufhorchen. Dennoch möchte er sich nicht als Spezialist auf ein bestimmtes Repertoire festlegen lassen. Seine umfangreiche Diskographie, die sich vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart erstreckt, weist ihn vielmehr als einen ungemein vielseitigen und flexiblen Musiker aus. Neben vielschichtigen kammermusikalischen Engagements hat Gottfried von der Goltz auch die künstlerische Leitung des Norsk Barokkorkesters inne. Darüber hinaus ist er als Professor an der Hochschule für Musik Freiburg ein gefragter Lehrer für barocke und moderne Violine. zur Person
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Solist*in - Violine
Petra Müllejans
Rezensionen
Galante Eleganz
Galante Eleganz
Seit Reinhard Goebels preisgekrönter CD mit den Dresdner Orchesterwerken Johann David Heinichens tritt die Elbmetropole mit ihren höfischen Konzertmusik auch im Bewusstsein des Musikhörers langsam aus dem Schatten der Rivalin Leipzig. Gewiss, einen Bach hat sie nicht zu bieten. Aber der Thomaskantor Bach hat nicht ohne Grund als Hofkompositeur auch in der sächsischen Residenzstadt Fuß zu fassen versucht, wo neben Heinichen noch Pisendel, Zelenka und später Hasse wirkten. Pisendel war es, der als bedeutendster deutscher Violinvirtuose seiner Zeit und Konzertmeister bis zu seinem Tod für die Qualität des viel gerühmten Dresdner Orchesters einstand, das noch ein Jean-Jacques Rousseau 1768 in seinem „Dictionnaire de musique” als das beste in ganz Europa bezeichnen sollte. Von Pisendels kompositorischem Schaffen sind noch keine zwanzig Werke überliefert, sodass die vorliegende CD des Freiburger Barockorchesters mit ihren insgesamt sieben Instrumentalwerken als ein repräsentativer Querschnitt seines Könnens wie des Könnens seines Orchesters gelten darf. Traditionellere Violinkonzerte der Vivaldischen Form stellen hier neben förmlichen Orchesterkonzerten, in denen alle Instrumente am konzertierenden Geschehen beteiligt sind. Das reicht von der Gravitas eines konventionelleren Kirchenstücks wie dem g-Moll-Concerto über die galante Eleganz einer französischen Tanzsuite bis zu den vollstimmigen Concerti aus Pisendels letzter Lebenszeit, in denen – so Wolfgang Horn – „das recht klar umrissene Rollenspiel des Solokonzerts in der Idee eines allumfassenden Konzertierens aufgeht”. [ ]
Die Freiburger, die seit der Trennung von Thomas Hengelbrock ein neues Selbstbewusstsein gewonnen haben, musizieren die Sätze und Konzerte mit Spielfreude, Virtuosität und jenem interpretatorischen Entdeckerstolz, den Goebels „Musica Antiqua Köln” oder „Concerto Köln” in vergleichbaren Einspielungen seit längerem an den Tag legen. Die neue CD jedenfalls ist ein interpretatorischer Volltreffer.
Uwe Schweikert
Quelle: Neue Musikzeitung 10/1999