Missa Sanctae Crucis
MH 56, 1762
Die Missa Sanctae Crucis von Michael Haydn ist eine kompakte A-cappella-Vertonung des Messordinariums, die durch formale Klarheit und tiefen Ausdruck besticht. Das Werk verbindet stilistische Strenge mit meditativer Tiefe. Charakteristisch sind die paarweisen Stimmkombinationen, die sich besonders im Kyrie und Agnus Dei zeigen, sowie die klare, rhythmisch und harmonisch überzeugende Gestaltung von Gloria und Credo.
Kaufen
Zusatzinformationen zum Werk
-
Komponist*in
Johann Michael Haydn
| 1737-1806Johann Michael Haydn wirkte ab 1763 am renommierten geistlichen Fürstenhof in Salzburg. Stilistisch schlug er in seinem 43-jährigen dortigen Wirken die Brücke von der Frühklassik zum musikalischen Biedermeier. Entsprechend seinen dienstlichen Verpflichtungen hat Haydn praktisch zu allen in der katholischen Liturgie gepflegten Gattungen beigetragen: Das Wissen um die liturgische Funktion und die musikalische Ausdeutung der religiösen Texte zeichnet Haydns Kirchenmusik aus. Johann Michael Haydn wurde von den Zeitgenossen zunächst als gleichberechtigt neben Joseph Haydn gesehen. Erst der steile Aufstieg des älteren Bruders zum bedeutendsten Instrumentalkomponisten der Zeit rückte Johann Michael Haydn in den Schatten, aus dem ihn die musikalische Entdeckerfreude der letzten Jahre zunehmend herausholt. zur Person
-
Herausgeber*in
Charles H. Sherman