Die Pfingstkantate Erwünschtes Freudenlicht BWV 184 basiert auf einer Köthener Komposition, vermutlich einer Glückwunschkantate, deren (allein erhaltene) Instrumentalstimmen Bach in der Leipziger Pfingstkantate weiterverwendete. Neu dafür komponiert ist offenbar nur der Choralsatz. Trotz des engen Gestaltungsspielraumes, den die bereits fertige Komposition dem Textdichter ließ, ist es diesem gelungen, einen stimmigen Pfingsttext zu gestalten. Überraschend ist der Beginn der Kantate mit einem langen Tenor-Accompagnato mit zwei Flöten, gefolgt von einem pastoralen Duett. Ungewöhnlich ist die Stellung des Chorals nicht am Schluss des Werkes, sondern vor dem Schlusschor. Bach war sich offenbar der treffenden Schlusswirkung dieses beschwingten Satz bewusst und wollte diese auch in der geistlichen Form erhalten. Die geistliche Fassung wurde erstmals am dritten Pfingsttag 1724 aufgeführt, nachdem bereits am zweiten Pfingsttag wahrscheinlich eine Parodie einer anderen Köthener Kantate erklungen war (BWV 173).
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Johann Sebastian Bach
| 1685-1750Johann Sebastian Bach zählt zu den bedeutendsten Komponisten der abendländischen Musikgeschichte. Er entstammte einer weit verzweigten Musikerdynastie, die im thüringisch-sächsischem Gebiet zahlreiche Stadtmusiker und Organisten hervorbrachte.
Bach vocal
Seit Gründung des Carus-Verlags ist die Edition der Musik von Johann Sebastian Bach für uns ein besonderer Schwerpunkt. Im Reformationsgedenkjahr haben wir das Projekt Bach vocal abgeschlossen. Bachs geistliche Vokalmusik liegt nun vollständig in modernen Urtextausgaben samt Aufführungsmaterial vor. Eine Gesamtedition aller Partituren in einem hochwertigen Schuber ist ebenfalls erhältlich. zur Person
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Herausgeber*in
Reinhold Kubik
| 1942-2024
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Generalbassaussetzer*in
Paul Horn
| 1922-2016Paul Horn war ein deutscher Kirchenmusiker, Organist, Komponist und Musikwissenschaftler. Er studierte Kirchenmusik und Orgel an der Evangelischen Kirchenmusikschule Esslingen am Neckar bei Hans-Arnold Metzger und Musikwissenschaft, Theologie und Geschichte an der Universität Tübingen. Seine berufliche Laufbahn begann als Kantor an der Evangelischen Michaelskirche in Stuttgart-Degerloch. 1954 wurde er Kantor an der Evangelischen Stadtkirche Ravensburg, eine Position, die er bis zu seiner Pensionierung innehatte. Als Musikwissenschaftler arbeitete Horn bis ins hohe Alter eng mit Carus zusammen. So stammen zahlreiche Carus-Klavierauszüge aus seiner Feder. zur Person
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Vorwortverfasser*in
Ulrich Leisinger
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Übersetzer*in
Vernon Wicker
| 1934-2024