Gott soll allein mein Herze haben
Kantate zum 18. Sonntag nach Trinitatis BWV 169, 1726
Bachs Kantate "Gott soll allein mein Herze haben" BWV 169 entstammt dem dritten Leipziger Kantatenjahrgang; sie erklang erstmals am 20. Oktober 1726 zum 18. Sonntag nach Trinitats. Der Text stammt, wie erst jüngste Forschungen ergeben haben, vom Leipziger Studenten Christoph Birkmann. Es handelt sich - mit Ausnahme des Schlusschorals - um eine Alt-Solokantate, freilich mit reicher Orchesterbesetzung: drei Oboen, obligate Orgel und Streicher. Der erste, rein instrumentale Satz geht auf ein heute verschollenes Instrumentalkonzert zurück, nach dem Bach auch das Klavierkonzert in E-Dur BWV 1053 gefertigt hat. Auch der lyrisch-vokale Gipfelpunkt des Werks, der fünfte Satz, ist nach diesem Konzert arrangiert und zeigt Bachs Bearbeitungskunst in höchster Vollendung. Dazwischen stehen ein rezitativisch-arios gehaltener Vokalsatz sowie eine weitere Arie mit geradezu virtuos gehaltener Orgelbegleitung.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Johann Sebastian Bach
| 1685-1750Johann Sebastian Bach zählt zu den bedeutendsten Komponisten der abendländischen Musikgeschichte. Er entstammte einer weit verzweigten Musikerdynastie, die im thüringisch-sächsischem Gebiet zahlreiche Stadtmusiker und Organisten hervorbrachte.
Bach vocal
Seit Gründung des Carus-Verlags ist die Edition der Musik von Johann Sebastian Bach für uns ein besonderer Schwerpunkt. Im Reformationsgedenkjahr haben wir das Projekt Bach vocal abgeschlossen. Bachs geistliche Vokalmusik liegt nun vollständig in modernen Urtextausgaben samt Aufführungsmaterial vor. Eine Gesamtedition aller Partituren in einem hochwertigen Schuber ist ebenfalls erhältlich. zur Person
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Herausgeber*in
Ulrich Bartels
| 1965
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Textdichter*in
Christoph Birkmann
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Übersetzer*in
Henry Drinker
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Übersetzer*in
Robert Scandrett
| 1925-2014
Rezensionen
... Das Layout ist angenehm und praxisnah ...
Kirchenmusik im Bistum Limburg, 2/2019
Häufige Fragen zum Werk
Für welche Konstellation ist die transponierte Orgelstimme gedacht?
Bach hat diese Kantate mit konzertierender Orgel für die Orgeln der Leipziger Hauptkirchen konzipiert, die einen Ganzton höher gestimmt waren (ca. a1=466 Hz, der sog. Chorton) als Streicher und Holzbläser (a1=415 Hz, sog. Kammerton). Um diese Differenz auszugleichen, wurde die Orgelstimme einen Ganzton tiefer notiert (C-Dur statt D-Dur). Noch heute sind viele Barockorgeln hoch gestimmt. Um eine Aufführung in solchen Kirchen zu ermöglichen, bieten wir die transponierte Orgelstimme in C-Dur an (31.169/47). Gerade bei einer Kantate mit obligater Orgel bietet sich die Verwendung einer historischen Orgel ja besonders an. Für alle anderen Aufführungssituationen mit einheitlichem Stimmton gibt es die normale, untransponierte Orgelstimme in D-Dur (31.169/49).