Johann Sebastian Bach: Himmelfahrtsoratorium - App / Übehilfe | Carus-Verlag

Johann Sebastian Bach Himmelfahrtsoratorium

Oratorium Festo Ascensionis Christi BWV 11, 1735

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Das Himmelfahrtsoratorium BWV 11 entstand für die Festtage des Kirchenjahrs 1734/35. Auf Grund des Charakters und der Dimension erinnert es an die Kantaten von Bach, doch wegen der biblischen Handlung, die durch einen Evangelisten vorgetragen wird ist es der Gattung Oratorium zuzuordnen. Die Herausforderungen für Chorsingende liegen in dem vorwiegend lebhaften Tempo und den Koloraturen, welche Ausdruck der Freude über die Himmelfahrt Christus sind.

Die zugrundeliegende Aufnahme ist in historischer Stimmung eingespielt. Sie klingt etwa einen Halbton tiefer als unsere moderne Klavierstimmung.

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Es musizieren: Joanne Lunn (Soprano), David Allsopp (Alto), Samuel Boden (Tenore), Tobias Berndt (Basso) - Kammerchor Stuttgart, Barockorchester Stuttgart - Frieder Bernius

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  • Coro: Lobet Gott in seinen Reichen
  • Recitativo (T): Der Herr Jesus hub seine Hände auf
  • Recitativo accompagnato (B): Ach, Jesu, ist dein Abschied schon so nah?
  • Aria (A): Ach, bleibe doch, mein liebstes Leben
  • Recitativo (T): Und ward aufgehoben zusehends
  • Corale: Nun lieget alles unter dir
  • Recitativo (TB): Und da sie ihm nachsahen gen Himmel fahren
  • Recitativo accompagnato (A): Ach ja! so komme bald zurück
  • Recitativo (T): Sie aber beteten ihn an
  • Aria (S): Jesu, deine Gnadenblicke
  • Corale: Wenn soll es doch geschehen
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  • 1. Coro

    Praise to God on high in heaven,
    praise him all ye earthly creatures,
    sing his praise with loud acclaim!
    Praise him all ye hosts of heaven,
    men and angels join in chorus,
    sing and praise his holy name.

    2. Recitativo (T)

    Then did Jesus lift up his hands on high and gave unto them his blessing; it came to pass, that as he blessed them, he rose to heaven.

    3. Recitativo accompagnato (B)

    Ah, Jesus must thou go away so soon?
    Ah, is the hour already come,
    when thou and I must needs be parted?
    Ah, look now, see the bitter teardrops
    that down our pallid cheeks are rolling,
    ’tis thee for whom we’re yearning,
    ’tis thou who dost our cares allay.
    Ah, go thou not away!

    4. Aria (A)

    Ah, leave me not, my dearest Saviour,
    ah, linger yet a while with me.
    Thy farewell and the empty morrow
    bring to me deepest, darkest sorrow;
    ah, Lord abide a while with me;
    with thee away is all disaster.

    5. Recitativo (T)

    And before their eyes he was taken away up to heaven, and the clouds of heav’n from out their sight received him; there he reigns with the Father Almighty!

    6. Corale

    Ruler art

    ...

  • 1. Coro

    Lobet Gott in seinen Reichen,
    preiset ihn in seinen Ehren,
    rühmet ihn in seiner Pracht!
    Sucht sein Lob recht zu vergleichen,
    wenn ihr mit gesamten Chören
    ihm ein Lied zu Ehren macht!

    2. Recitativo (T)

    Der Herr Jesus hub seine Hände auf und segnete seine Jünger, und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen.

    3. Recitativo accompagnato (B)

    Ach, Jesu, ist dein Abschied schon so nah?
    Ach, ist denn schon die Stunde da,
    da wir dich von uns lassen sollen?
    Ach, siehe, wie die heißen Tränen
    von unsern blassen Wangen rollen,
    wie wir uns nach dir sehnen,
    wie uns fast aller Trost gebricht.
    Ach, weiche doch noch nicht!

    4. Aria (A)

    Ach, bleibe doch, mein liebstes Leben,
    ach, fliehe nicht so bald von mir!
    Dein Abschied und dein frühes Scheiden
    bringt mir das allergrößte Leiden,
    ach ja, so bleibe doch noch hier;
    sonst werd ich ganz von Schmerz umgeben.

    5. Recitativo (T)

    Und ward aufgehoben zusehends und fuhr auf gen Himmel, eine Wolke nahm ihn weg vor ihren Augen, und er sitzet zur rechten Hand Gottes.

    6. Corale

    Nun lieget alles unter dir,

    ...

  • Text from the CD Carus 83.290

    Ulrich Leisinger
    Translation: Ulrich Leisinger, John Coombs

    “A sacred oratorio [... ] is nothing other than a poem intended to be set to music which presents a certain sacred action or virtue in a dramatic manner.” These words are found in issue 20 of the Critischer Musikus, a weekly magazine about music, by which, between 1737 and 1740, Johann Adolph Scheibe, a student and sometimes rebellious critic of Johann Sebastian Bach, intended to introduce a wider audience to the music of his time. According to Scheibe, “the arrangement of the words consists of biblical sayings, arias, cavatas, recitatives, chorales, or short excerpts from psalms and songs of praise.” Oratorios can be either dramatic, if they include personages, which may be taken either from the bible or be freely invented, with regard to poetic considerations; but at the same time they can also be “poetic and prosaic”, namely when the text is based on the narrative accounts of the Evangelist from the Bible, for example in the Passion or the Resurrection histories. One could object, says Scheibe, that such an oratorio shows a certain tendency towards the epic, “but since the Evangelist, who in

    ...

  • Booklet-Text der CD Carus 83.290

    Ulrich Leisinger

    „Ein geistliches Oratorium [... ] ist nichts andres, als ein Singgedicht, welches eine gewisse geistliche Handlung oder Tugend auf dramatische Art vorstellet“, heißt es im 20. Stück des Critischen Musikus, einer Wochenschrift über Musik, mit der der Bach-Schüler und gelegentlich vorwitzige Bach-Kritiker Johann Adolph Scheibe in den Jahren 1737 bis 1740 einem breiteren Publikum Einblick in die Musik seiner Zeit geben wollte. „Die Einrichtung der Worte“, fährt Scheibe fort, „besteht aus biblischen Sprüchen, Arien, Cavaten, Recitativen, Choralen, oder kurzen Sätzen aus Psalmen und Lobgesängen.“ Oratorien können entweder dramatisch eingerichtet sein, indem sie handelnde, teils biblische, teils aus dichterischen Erwägungen heraus hinzugefügte Personen aufweisen; sie können aber auch „poetisch und prosaisch“ zugleich sein, nämlich dann, wenn sie als Textgrundlage den Evangelienbericht – etwa der Passions- oder der Auferstehungshistorie – aus der Bibel verwenden. Zwar ließe sich einwenden, so Scheibe, dass ein derartiges Oratorium in der Grundtendenz episch angelegt sei,

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  • Johann Sebastian Bach zählt zu den bedeutendsten Komponisten der abendländischen Musikgeschichte. Er entstammte einer weit verzweigten Musikerdynastie, die im thüringisch-sächsischem Gebiet zahlreiche Stadtmusiker und Organisten hervorbrachte.

    Bach vocal

    Seit Gründung des Carus-Verlags ist die Edition der Musik von Johann Sebastian Bach für uns ein besonderer Schwerpunkt. Im Reformationsgedenkjahr haben wir das Projekt Bach vocal abgeschlossen. Bachs geistliche Vokalmusik liegt nun vollständig in modernen Urtextausgaben samt Aufführungsmaterial vor. Eine Gesamtedition aller Partituren in einem hochwertigen Schuber ist ebenfalls erhältlich. zur Person
  • Das Barockorchester Stuttgart, 1985 von Bernius gegründet, ist ein auf die Musik des achtzehnten Jahrhunderts spezialisiertes Ensemble. Die Musiker gehören zu den führenden Vertretern der historischen Aufführungspraxis und musizieren ausschließlich auf Originalinstrumenten. Das Ensemble widmet sich in besonderem Maße der Wiederauführung von Opern des 18. Jahrhunderts. Es war zu Gast bei zahlreichen internationalen Festivals, u.a. in Rom, Salzburg, Dresden und Göttingen. zur Person
  • Die Arbeit von Frieder Bernius findet weltweit große Anerkennung. Als Dirigent wie als Lehrer ist er international gefragt. Seine künstlerischen Partner sind vor allem der Kammerchor Stuttgart, das Barockorchester Stuttgart, die Hofkapelle Stuttgart und die Klassische Philharmonie Stuttgart. Den Grundstein für seine außergewöhnliche Karriere legte 1968 die Gründung des Kammerchors Stuttgart, den er bald zu einem der führenden Ensembles seiner Art machte. Ob Vokalwerke von Monteverdi, Bach, Händel, Mozart, Beethoven, Fauré und Ligeti, Schauspielmusiken von Mendelssohn oder Sinfonien von Haydn, Burgmüller und Schubert – stets zielt die Arbeit von Frieder Bernius auf einen am Originalklangideal orientierten, zugleich unverwechselbar persönlichen Ton. Wiederentdeckungen von Opern des 18. Jahrhunderts widmet er sich ebenso wie Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen. Ein besonderes Interesse gilt der südwestdeutschen Musikgeschichte. Frieder Bernius’ Arbeit ist im Label Carus vielfach auf Schallplatte und CD dokumentiert. Viele Einspielungen wurden mit internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet. Im Rahmen des Deutschen Chorfests in Stuttgart wurde Frieder Bernius vom Carus-Verlag für seine Gesamteinspielung der geistlichen Vokalmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy mit einer Goldenen CD ausgezeichnet. zur Person
  • Joanne Lunn, Sopran, studierte am Royal College of Music in London und gewann dort die renommierte Tagore Goldmedaille. Als Solistin konzertiert sie regelmäßig mit allen renommierten Ensembles alter Musik. Ihr Operndebüt gab sie an der English National Opera in Monteverdis L’incoronazione di Poppea und sang in Venedig die Helena in Brittens A Midsummer Night’s Dream sowie in Paris und Peking in Monteverdis L’Orfeo. Im Rahmen von oratorischen Auführungen arbeitet Joanne Lunn mit Dirigenten wie Bernius, Minkowski, Norrington und Suzuki zusammen. zur Person
  • David Allsopp durchlief die typisch englische Sängerausbildung: Er begann als Chorknabe in Rochester und war „Choral Scholar“ des King’s College Cambridge. Nach Abschluss seines Studiums wechselte er an die Westminster Kathedrale in London, ehe er den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit Gruppen wie Tenebrae, Polyphony, dem Gabrieli Consort oder Gallicantus. Durch seinen Werdegang ist ihm die Musik des Mittelalters, der Renaissance und des Barock (v. a. Bach, Händel) ebenso vertraut wie die Musik moderner Komponisten. zur Person
  • Der Tenor Samuel Boden studierte am Trinity College of Music in London bei John Wakefield und schloss sein Studium 2006 mit Auszeichnung ab. Sein Repertoire ist breit gefächert und umfasst Opern und Oratorien vom Barock bis in die Moderne. Im Konzertfach war er u.a. mit Werken von Bach, Mozart, Britten und Charpentier zu hören. CD-Produktionen von Monteverdis "Marienvesper" mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment, von Kantaten Pachelbels und Bachs sowie Bachs "h-Moll-Messe" dokumentieren seine Vorliebe für die Musik des Barock. zur Person
  • Tobias Berndt begann seine musikalische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor. Er studierte bei Hermann Christian Polster in Leipzig und setzte seine Ausbildung bei Rudolf Piernay in Mannheim fort. Zu seinen Lehrern gehören außerdem Dietrich Fischer-Dieskau und Thomas Quasthoff. Er war Preisträger zahlreicher renommierter Gesangswettbewerbe, u. a. gewann er den internationalen Wettbewerb Das Lied in Berlin, den internationalen Brahms-Wettbewerb und den Cantilena Gesangswettbewerb. Als Opern- und Konzertsänger hat sich Tobias Berndt weit über die Landesgrenzen hinaus etabliert. Er arbeitete mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Helmuth Rilling, Frieder Bernius, Teodor Currentzis, Marcus Creed, Hans-Christoph Rademann, Andrea Marcon, Marek Janowski und Sir Roger Norrington zusammen und war in der Berliner Philharmonie, der Tonhalle in Zürich, dem Concertgebouw Amsterdam, im Leipziger Gewandhaus, der Tschaikowsky Concert Hall in Moskau, dem Teatro Colon in Buenos Aires und im Lincoln Center New York zu erleben. Er gastierte bei bedeutenden Festivals wie dem Prager Frühling, dem Rheingau Musik Festival, den Händel-Festspielen in Göttingen und Halle, dem Bachfest Leipzig, dem Oregon Bachfestival und dem International Music Festival in Peking. Eine umfangreiche Diskografie dokumentiert seine vielseitige künstlerische Tätigkeit. zur Person

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