O Jesu Christ, meins Lebens Licht
Trauerfeier BWV 118 (BWV3 118.1-2), 1736/37 bzw. 1. Hälfte der 1740er Jahre
In zwei Fassungen überliefert: 1. Fassung 1736/37 entstanden, 2. Fassung in der ersten Hälfte der 1740er Jahre. Unterschiede nur in der Instrumentation; in der vorliegenden Ausgabe wurden beide Fassungen integriert.
Johann Sebastian Bachs Trauerkomposition O Jesu Christ, meins Lebens Licht BWV 118 liegt in zwei Fassungen vor, die sich im Wesentlichen nur durch die Instrumentation unterscheiden. Die erste Fassung ist in den Jahren 1736/37 entstanden und verwendet neben Singstimmen nur Blechblasinstrumente. Rätsel wirft die Instrumentenbezeichnung „Litui“ auf, wahrscheinlich sind hiermit Hörner in Hoch-B-Stimmung gemeint. Die spätere Fassung, die wohl aus der Zeit um 1746/47 stammt, verlangt stattdessen Streichinstrumente; sie lässt auch die Mitwirkung von 3 Oboen und Fagott zu, wahrscheinlich zur Verstärkung der Singstimmen.
Weder der ursprüngliche Entstehungsanlass noch der Grund für die spätere Revision sind quellenmäßig belegt. Das verwendete Instrumentarium macht es wahrscheinlich, dass die ursprüngliche Fassung bei einer Trauerprozession oder am Grabe erklang; für die spätere Fassung erscheint der Kirchenraum (oder wenigstens eine wärmere Jahreszeit) angemessen.
Die beiden Fassungen stimmen in der musikalischen Substanz überein, nur wird in der späteren Fassung das instrumentale Vor- und Zwischenspiel am Ende noch einmal wiederholt.
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Komponist*in
Johann Sebastian Bach
| 1685-1750Johann Sebastian Bach zählt zu den bedeutendsten Komponisten der abendländischen Musikgeschichte. Er entstammte einer weit verzweigten Musikerdynastie, die im thüringisch-sächsischem Gebiet zahlreiche Stadtmusiker und Organisten hervorbrachte.
Bach vocal
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Herausgeber*in
Ulrich Leisinger
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Textdichter*in
Martin Behm
| 1557-1622
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Übersetzer*in
Henry Drinker