Missa civilis in B
op. 12/II8, 1733
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Komponist*in
Johann Valentin Rathgeber
| 1682-1750Erster Musikunterricht bei seinem Vater; Theologiestudium in Würzburg, erste Stelle als Erzieher und Organist am Juliusspital in Würzburg; 1707 Musiker und Kammerdiener beim Abt des Klosters Banz, Eintritt in den Benediktinerorden; wirkte als Organist, Chorleiter und Prediger. 1729–1738 unternahm er eine vom Abt nicht genehmigte Studienreise durch Deutschland, Österreich und die Schweiz für musikalische Forschungen; nach seiner Rückkehr zu nächst Inhaftierung im Klostergefängnis, an schließend Erneuerung des Gelübdes und Wiederaufnahme in die Ordensgemeinschaft. Rathgeber schuf zahlreiche geistliche Vokalwerke und Werke für Tasteninstrumente. zur Person
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Herausgeber*in
Wilfried Dotzauer
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Generalbassaussetzer*in
Wilfried Dotzauer
Rezensionen
Valentin Rathgeber: Missa civilis in B
Valentin Rathgeber: Missa civilis in B
Valentin Rathgeber, der aus Franken stammende Schöpfer des vergnüglichen „Augsburger Tafelkonfekts” schrieb als op. 12 Messvertonungen, die er in „Ruralmessen” (einfache Landmessen) und „Missae civiles” unterteilte. Dem letzteren Typus zugehörig ist die von W. Dotzauer im Carus-Verlag vorgelegte Messe in B-Dur. Stilistisch lehnt sich die Messe an italienische Vorbilder an, etwa an die Messvertonungen des zwölf Jahre jüngeren Antonio Caldara überschaubar technisch leicht bis mittelschwer einzustufen und hat eine Aufführungsdauer von ca. 20 Minuten. Sie ist in der Besetzung gegenüber anderen Rathgeber-Messen reduziert: Zum dreistimmigen Chor mit SAB und einer unterstützenden Basso-continuo-Gruppe tritt eine Solovioline, die man, wenn der Chor sehr stark ist, chorisch besetzen sollte. Die Messe zeichnet sich durch eine musizierfreudige Gestik, einfach, aber niemals platte Motorik und wirkungsvolle Verteilung von Chor und Soli (in derselben Besetzung) aus. [... Die Ausgabe verfügt] über einen vorbildlichen Notendruck und ein kurzes, aber wertvolles Vorwort, das auch Hinweise zur Aufführungspraxis gibt.
Quelle: Württembergische Blätter für Kirchenmusik 5/93, S. 187/189