Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Johannes Brahms
| 1833-1897Wesentlich für das Schaffen von Johannes Brahms war dessen Auseinandersetzung mit der musikalischen Tradition: Kirchentonarten, Kanontechnik, barocke Diktion, Bachs Kontrapunkt und Beethovens thematisch-motivische Arbeit verschmolz er mit den harmonischen und expressiven Errungenschaften der Romantik zu seinem eigenen, unverwechselbaren Stil. Seine Chorlieder und Vokalquartette (z. B. die „Liebeslieder-Walzer“ und „Neue Liebeslieder-Walzer“), oftmals auf Volksliedtexte, in denen sich ein musikalischen Mikrokosmos entfaltet, sind hierfür exemplarisch. Sein „Deutsches Requiem“, das bei Carus in mehreren Besetzungen erhältlich ist, bildet eines der faszinierendsten Bekenntnisstücke der Musikgeschichte. zur Person
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Vorwortverfasser*in
Thomas Schnidt-Beste
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Chor
Kammerchor Stuttgart
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Ensemble
Klassische Philharmonie Stuttgart
Die Klassische Philharmonie Stuttgart setzt sich aus Musikern führender deutscher Sinfonieorchester und Kammermusikensembles zusammen, die mit Frieder Bernius seit langem zusammenarbeiten. Das Orchester musiziert auf modernen Instrumenten, jedoch gilt das besondere Interesse des Dirigenten und seiner Musiker der stilistischen Differenzierung. Für Aufführungen chorsinfonischer Werke in großer Besetzung ist die Klassische Philharmonie Stuttgart das orchestrale Pendant zum Kammerchor Stuttgart. Die Klassische Philharmonie Stuttgart hat bei verschiedenen Festspielen wie dem Rheingau Musik Festival, dem Europäischen Musikfest Stuttgart, den Internationalen Festspielen Baden-Württemberg, dem Festival „Wratislavia Cantans“ in Wroc³aw (Polen), den Kasseler Musiktagen, der Philharmonischen Gesellschaft Brüssel und den Herbstlichen Musiktagen Bad Urach mitgewirkt. Die Idee, einen qualitativ gleichwertigen instrumentalen Partner zum Kammerchor Stuttgart zu schaffen, ist nicht zuletzt mit dem gemeinsam eingespielten Deutschen Requiem von Johannnes Brahms bestätigt worden. Die französische Zeitschrift Répertoire hat Frieder Bernius bescheinigt, dass seine Vision des Werkes eine „pulvérisation discographique“ sei. zur Person
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Dirigent*in
Frieder Bernius
| 1947Die Arbeit von Frieder Bernius findet weltweit große Anerkennung. Als Dirigent wie als Lehrer ist er international gefragt. Seine künstlerischen Partner sind vor allem der Kammerchor Stuttgart, das Barockorchester Stuttgart, die Hofkapelle Stuttgart und die Klassische Philharmonie Stuttgart. Den Grundstein für seine außergewöhnliche Karriere legte 1968 die Gründung des Kammerchors Stuttgart, den er bald zu einem der führenden Ensembles seiner Art machte. Ob Vokalwerke von Monteverdi, Bach, Händel, Mozart, Beethoven, Fauré und Ligeti, Schauspielmusiken von Mendelssohn oder Sinfonien von Haydn, Burgmüller und Schubert – stets zielt die Arbeit von Frieder Bernius auf einen am Originalklangideal orientierten, zugleich unverwechselbar persönlichen Ton. Wiederentdeckungen von Opern des 18. Jahrhunderts widmet er sich ebenso wie Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen. Ein besonderes Interesse gilt der südwestdeutschen Musikgeschichte. Frieder Bernius’ Arbeit ist im Label Carus vielfach auf Schallplatte und CD dokumentiert. Viele Einspielungen wurden mit internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet. Im Rahmen des Deutschen Chorfests in Stuttgart wurde Frieder Bernius vom Carus-Verlag für seine Gesamteinspielung der geistlichen Vokalmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy mit einer Goldenen CD ausgezeichnet. zur Person
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Sopran-Solo
Julia Borchert
Julia Borchert ist seit 1997 als lyrischer Sopran am Niedersächsischen Staatstheater Hannover verpflichtet. Die in Bad Pyrmont geborene Sängerin begann an der Essener Folkwangschule ein Musiktheaterstudium, das sie bei Professor Ingeborg Most in Freiburg fortsetzte und 1991 im Rahmen der Künstlerischen Reifeprüfung mit Auszeichnung abschloß. Im selben Jahr trat sie ihr erstes Engagement am Nationaltheater Mannheim an und blieb dem Hause sechs Jahre lang verbunden. Als ständiger Gast singt die Künstlerin im Württembergischen Staatstheater Stuttgart seit 1995 die Gretel (Hänsel und Gretel). Weitere Gastspiele führten sie nach Karlsruhe, Bern, Düsseldorf, Köln und an die Bayerische Staatsoper München. Neben dem Opernfach gilt Julia Borcherts besondere Liebe dem Lied- und Konzertgesang. zur Person
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Bariton-Solo
Michael Volle
Rezensionen
Ballastfrei
A crack choir and an orchestra that yield little to more prestigious bands, infused with love for the work by a conductor who, most of all, lets the detail of the score do the work.
Gramophone, April 2008
Eine Wohltat: Der Kammerchor Stuttgart darf mit seiner vollumfänglichen Eloquenz glänzen; jedes Pianissimo, jeder gestalterische Akzent, auch die Intonation sitzen vernehmlich. Vernehmlich meint: nicht von jener romantischen Sauce überdeckt, mit der man gewöhnlich diesem Werk auf großsinfonische Beine aufhelfen zu müssen glaubt. Zudem schreitet Frieder Bernius voran wie weiland Klemperer, ohne die dem Werk inhärente Trauer in die Breite und damit platt zu drücken. Eine empfehlenswerte Alternative zu Abbado, Barenboim, Karajan etc.
Fono Forum 2/1999
1897 wurde des 100. Todestages von Johannes Brahms gedacht. Aus diesem Anlass führte der Kammerchor Stuttgart mit der Klassischen Philharmonie Stuttgart am 2. November in einem Konzert sein „Deutsches Requiem” auf, das zwischen 1861 und 1868 komponiert wurde. Den Text für die 7 Sätze stellte Brahms selbst nach Worten des Alten und Neuen Testaments zusammen. Der vorliegende CD-Mitschnitt des Konzertes dokumentiert aufs Eindringlichste die Kompetenz der beiden Ensembles unter Frieder Bernius, wobei die beiden Solisten nicht unwesentlich zum überaus positiven Gesamtbild beitragen!
Singende Kirche 4/1999
Auch wenn sich das Brahms-Requiem, was den Repertoirewert einer Aufnahme betrifft, nicht gerade einen Spitzenplatz erhoffen kann, so lohnt die Anschaffung dieser CD dennoch. Zwei hervorragende Solisten, der gekonnt die großen Bögen herausarbeitende Dirigent und die sich in differenzierten dynamischen Staffelungen hervorragend bewährenden Ensembles, Chor und Orchester, hinterlassen bei einer sehr plastischen Aufnahme einen Gesamteindruck der Spitzenklasse.
Württembergische Blätter für Kirchenmusik 6/2000