Als die Münchner Universität dem Komponisten zu seinem 60. Geburtstag im Jahr 1899 die Ehrendoktorwürde verlieh, überarbeitete Rheinberger seine im Jahr zuvor komponierte Akademische Ouvertüre, um sie (ähnlich wie sein Kollege Brahms Jahre zuvor) der Universität als Dank und „musikalische Dissertation“ zu widmen. Kompositorisch scheint sie eine Reaktion auf das Studium Bach’scher Werke zu sein. Rheinbergers Kontrapunktik besteht jedoch nicht aus abstrakten Linien, vielmehr werden die Stimmen hier Dank seiner exzellenten Instrumentationskunst „zu farbigen Bändern“ und „führen in erster Linie zu Klangerlebnissen“ (Hanns Steger).
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Josef Gabriel Rheinberger
| 1839-1901Josef Gabriel Rheinberger, geb. 1839 in Vaduz, gest. 1901 in München. Schüler von J.G. Herzog, J.J. Maier und Fr. Lachner. Gilt als einer der bedeutendsten Lehrerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts; wirkte ab 1859 als Lehrer an der Königlichen Musikschule in München, später als Professor für Komposition und Orgel; 1877 Hofkapellmeister. Aus seinem umfangreichen Opus ragen die 20 Orgelsonaten hervor; wertvoll sind neben den Kammermusikwerken auch seine geistlichen und weltlichen Chorwerke. zur Person