Auch wenn die 1. Orgelsonate op. 27 mit ihren unüberhörbaren Anklängen an Bach noch eine gewisse Traditionsgebundenheit verrät, zeigt sich in ihr doch bereits Rheinbergers ganz eigene Handschrift, etwa durch die üppige, vollgriffige Harmonik.
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Partitur Carus 50.027/00, ISMN 979-0-007-06792-2 16 Seiten, 23 x 32 cm, kartoniert
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  • Josef Gabriel Rheinberger, geb. 1839 in Vaduz, gest. 1901 in München. Schüler von J.G. Herzog, J.J. Maier und Fr. Lachner. Gilt als einer der bedeutendsten Lehrerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts; wirkte ab 1859 als Lehrer an der Königlichen Musikschule in München, später als Professor für Komposition und Orgel; 1877 Hofkapellmeister. Aus seinem umfangreichen Opus ragen die 20 Orgelsonaten hervor; wertvoll sind neben den Kammermusikwerken auch seine geistlichen und weltlichen Chorwerke. zur Person

Rezensionen

Hodie Christus natus est II

Neben der im gleichen Verlag erschienenen Rheinberger-Gesamtausgabe werden einige der Orgelsonaten in praktischen Einzelausgaben angeboten . Den informativ-jovialen Anmerkungen des Herausgebers wäre hinzuzufügen, dass es sich um Reprints der Erstdrucke (op. 27: in Leipzig bei Siegel; op. 88 daselbst, bei Forberg erschienen) handelt. Die gute druck- und satztechnische Qualität der Vorlagen, aber auch die hervorragende Reprinttechnik und vor allem großzügige Formatwahl rechtfertigen die Wiedergabe. Für Reprints mancher anderen Verlage könnten diese Ausgaben als nachahmenswertes Vorbild dienen!

Michael F. Runowski
Quelle: Forum Kirchenmusik 4/05, S.42

[...] Diese drei Einzelausgaben sind den Bänden 38 und 39 der Rheinberger-Gesamtausgabe entnommen.
Nr. 1 in C-Dur op. 27: Im Präludium sind die Anklänge an Bachs grosses e-Moll-Präludium BWV 548 unüberhörbar. Der lyrische Gehalt des Mittelsatzes ist eher blass. Die Schlussfuge wirkt noch sehr gelehrt. Das Werk kann aber nach häufigem Spielen durchaus gewinnen. Die Traditionsgebundenheit dieser ersten Sonate hat auch ihre Vorteile, denn das Werk ist am wenigsten von einem spezifischen Orgeltyp abhängig. Natürlich wäre eine Steinmeyer-Orgel das ideale Instrument. Das Werk lässt sich aber durchaus auch auf einer eher neubarocken Orgel sinnvoll interpretieren. [...]

Quelle: Musik & Liturgie, 3/05, S.43

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