In einer Mischung aus Kantate und Konzertstück vertont Beethoven in der Fantasie eine Hymne auf die Kunst. Das etwa zwanzigminütige Werk wird oft als Vorläufer der Ode an die Freude der 9. Symphonie gesehen. Nach einer Klaviereinleitung entspinnt sich über knapp 400 Takte ein Dialog zwischen Klavier und Orchester, bevor Solist*innen und Chor in den letzten rund 200 Takten ins Geschehen eingreifen. [Die Solopartien können u.U. auch aus dem Chor besetzt oder halbchorisch aufgeführt werden.]
In dem „Finale“ überschriebenen Hauptteil (beginnend mit Bässen und Celli) wird das auch der Ode an die Freude zugrunde liegende Thema aus Beethovens frühem Lied Gegenliebe (WoO 118) vorgestellt, variiert und schließlich in der „Marcia“ nach F-Dur gewendet.
Hauptquelle für die Edition ist der in Stimmen erschienene und von Beethoven überprüfte Erstdruck aus dem Jahr 1811, daneben wird der englische Stimmendruck von Clementi (1810) als Vergleichsquelle herangezogen. Die Ausgabe enthält eine englische Singfassung in einer Übersetzung von Natalia Macfarren aus dem 19. Jahrhundert.
Dank der Bearbeitung für Kammerorchester von U. Stäuble (Carus 10.394/50) ist es möglich, das Werk auch in kleinerem Rahmen aufzuführen.
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Komponist*in
Ludwig van Beethoven
| 1770-1827Ludwig van Beethoven ist mit Sicherheit einer der einflussreichsten Komponisten der Musikgeschichte. Sein Werk bildet den Kulminationspunkt zahlreicher vor allem instrumentaler Gattungen der Wiener Klassik und legt den Grundstein für die kommenden Jahrzehnte. Doch auch Beethovens Vokalwerke setzten Maßstäbe: Die späte „Missa Solemnis“ gehört zu den eindrucksvollsten Chorwerken ihrer Zeit; aber schon seine frühere Messe in C erschließt dem liturgischen Text ganz neue Ausdruckswelten und hat für die Weiterentwicklung der Messkomposition Maßstäbe gesetzt. Und mit dem Schluss-Chor der „Neunten Sinfonie“, der Vertonung von Schillers „Ode an die Freude“, schuf Beethoven eines der meistaufgeführten und international bekanntesten Chor-Stücke überhaupt und setzte sich somit selbst ein zeitloses musikalisches Denkmal. zur Person
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Textdichter*in
Christoph Kuffner
| 1780-1846Christoph Kuffner war ein österreichischer Dichter und Autor bei der Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur und Mode. Bekanntheit erlangte er als Textdichter zu Vertonungen Ludwig van Beethovens. Unter anderem schrieb er den Text der Chorfantasie Op. 80. zur Person
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Klavierauszugbearbeiter*in
Claus-Dieter Ludwig
| 1952
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Klavierauszugbearbeiter*in
Xaver Scharwenka
| 1850-1924
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Übersetzer*in
Natalia Macfarren