Motetten der Hiller-Sammlung
Zwischen 1776 und 1791 gab Johann Adam Hiller insgesamt sechs Sammlungen mit vierstimmigen Motetten und Arien heraus. Sie bieten eine reiche Werkauswahl überwiegend aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und vermitteln uns einen interessanten Einblick in eine neue Blüte, welche die Motette zu jener Zeit erleben konnte, nachdem diese Gattung mehr als hundert Jahre eher ein Schattendasein geführt hatte. Das Sächsische Vocalensemble unter Matthias Jung stellt hier eine Auswahl der schönsten Stücke aus diesen Sammlungen vor.
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Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
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Vorwortverfasser*in
Uwe Wolf
| 1961Dr. Uwe Wolf ist als Musikwissenschaftler vor allem im 17. und 18. Jahrhundert zuhause. Seine Arbeitsschwerpunkte reichen von der Zeit Monteverdis und Schütz über Bach und die Generation der Bach-Söhne und -Schüler bis hin zur Wiener Klassik. Seit Oktober 2011 leitet er das Lektorat des Carus-Verlags. Zuvor war er über 20 Jahre in der Bach-Forschung tätig. zur Person
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Ensemble
Sächsisches Vocalensemble
Maßstabsetzende Aufführungen alter Musik, stilistische Sicherheit, Virtuosität und emotionale Tiefe zeichnen das von Matthias Jung gegründete Sächsische Vocalensemble aus. Ein besonderes Anliegen ist dabei die Aufführung unbekannter oder selten erklingender Kompositionen der Dresdner Hofmusik. Internationale Aufmerksamkeit erregte die Interpretation der Werke Johann Sebastian Bachs – die Aufnahme seiner Motetten wurde mit „Cannes Classical Award“ ausgezeichnet. Ein weiterer Schwerpunkt der musikalischen Arbeit liegt auf der Moderne. Das Ensemble gastiert regelmäßig auf renommierten Festivals, Konzerttourneen führten es nach Frankreich, Tschechien, Polen, Italien und Japan. Zahlreiche Rundfunkmitschnitte belegen die musikalische Arbeit. Darüber hinaus liegen CDs mit Werken von Schütz, Bouzignac, Telemann, Lotti, Hasse, Sarri, Feo, Mendelssohn Bartholdy, Schumann, Pepping, Eben und mitteldeutschen Weihnachtskantaten vor. zur Person
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Dirigent*in
Matthias Jung
| 1964Matthias Jung studierte an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar Chor- und Orchesterdirigieren. Zunächst war er Assistent beim Tölzer Knabenchor, danach beim Dresdner Kreuzchor. 1994 bis 1996 wirkte er als amtierender Kreuzkantor. Zahlreiche Werke der mitteldeutschen Musiklandschaft wurden durch ihn erschlossen und wiederaufgeführt. Mit gleichem Engagement setzt sich Matthias Jung für die Aufführung zeitgenössischer Vokalmusik ein. Renommierte Ensembles verpflichteten ihn, so die Rundfunkchöre in Berlin, Hamburg und Köln. Er gastierte erfolgreich in Europa, den USA und Japan. Neben dem dresdner motettenchor ist er ständiger Dirigent des Knabenchores Dresden und des Sächsischen Vocalensembles. Seine zahlreichen CD-Produktionen wurden u. a. mit dem Cannes Classical Award und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Matthias Jung erhielt den Förderpreis für Kunst und Kultur der Landeshauptstadt Dresden. zur Person
Rezensionen
Das Ensemble zeichnet sich durch seinen geschmeidigen, galanten Klang und die exemplarische Diktion aus. Derart entwickelt sich ein klarer rhetorischer Duktus, der Musik und Wort in Einklang bringt.
Guy Engels, pizzicato.lu, 20. September 2015
Guy Engels, pizzicato.lu, 20. September 2015