Gottfried August Homilius. Thematisches Verzeichnis der musikalischen Werke (HoWV)
Der Dresdner Kreuzkantor Gottfried August Homilius gehört zu den Komponisten-Entdeckungen der letzten Jahre. Zuvor nahezu vergessen, erfreut er sich heute zurecht zunehmenden Interesses. Von den Zeitgenossen als "ausgemacht der beste Kirchenkomponist" gefeiert sind seine Werke in unzähligen Abschriften und häufig auch in Bearbeitungen verbreitet.
Die gesamte greifbare Überlieferung wurde für das thematische Werkverzeichnis ausgewertet. Nicht nur jedes Werk, sondern auch jeder einzelne Satz ist mit Musikincipit und Angaben zur Besetzung vertreten, unterschiedliche Werk- oder Überlieferungsfassungen werden dargestellt, und alle bekannten Handschriften, Drucke, Texthefte, Neuausgaben gelistet und - wann immer möglich - zeitlich und geographisch eingeordnet. Damit wird nicht nur ein verlässliches Verzeichnis der Werke des Dresdner Kreuzkantors vorgelegt, sondern auch ein gutes Stück Kirchenmusiktradition und -überlieferung der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aufgearbeitet. Verschiedene Register erschließen das Verzeichnis, wichtige Kantoren und Schreiber werden in einem lexikalischen Anhang vorgestellt.
-
Autor*in
Uwe Wolf
| 1961Dr. Uwe Wolf ist als Musikwissenschaftler vor allem im 17. und 18. Jahrhundert zuhause. Seine Arbeitsschwerpunkte reichen von der Zeit Monteverdis und Schütz über Bach und die Generation der Bach-Söhne und -Schüler bis hin zur Wiener Klassik. Seit Oktober 2011 leitet er das Lektorat des Carus-Verlags. Zuvor war er über 20 Jahre in der Bach-Forschung tätig. zur Person
-
Thema (Buch)
Gottfried August Homilius
| 1714-1785Gottfried August Homilius wurde am 2. Februar 1714 in Rosenthal (Sachsen) als Sohn eines Pastors geboren. Im Mai 1735 wurde er als Jura-Student an der Universität Leipzig immatrikuliert. Die durch Johann Adam Hiller bezeugte Schülerschaft bei Johann Sebastian Bach dürfte in diese Zeit fallen. Außer zu Bach bestand Kontakt zu dem Bachschüler und Nicolai-Organisten Johann Schneider, dessen Aufgaben Homilius vertretungsweise übernahm. Nach einer erfolglosen Bewerbung auf eine Organistenstelle in Bautzen erhielt Homilius 1742 eine Anstellung als Organist an der Dresdner Frauenkirche. 1755 trat er schließlich die Nachfolge Theodor Christlieb Reinholds als Kreuzkantor und Musikdirektor der drei Dresdner Hauptkirchen an, ein Amt, das er bis zu seinem Tod am 2. Juni 1785 inne hatte. zur Person
Rezensionen
This catalog should be on the shelves of every research library. It is a well-crafted and indispensable reference work
Notes 12/2015
Das Werkverzeichnis macht neugierig auf die Werke selbst.
IFB 07/2015... In jedem Fall aber ist es Uwe Wolf mit seiner Publikation gelungen, ein den heutigen wissenschaftlichen Ansprüchen entsprechendes Werkverzeichnis zu erstellen, das in beeindruckender Gründlichkeit einen Überblick über die verstreut überlieferten Werke von Gottfried August Homilius liefert. Der Band sollte in jeder Musikbibliothek zur Verfügung stehen!
Andrea Hartmann, Forum Musikbibliothek, Jahrgang 35 Heft 2 / Juli 2014
Für jeden, der sich näher mit Homilius beschäftigt, bietet der Band jede notwendige Auskunft. Für Bibliotheken stellt der Band ein unbedingtes Muss dar.
Rainer Goede, www.kirchmusik.de , 23.02.2014