Virgilio Mazzocchi: Magnificat - Noten | Carus-Verlag

Virgilio Mazzocchi Magnificat

aus: Psalmi Vespertini

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Virgilio Mazzocchi zählte während der Amtszeit von Papst Urban VIII. zu den renommiertesten Musikern Roms. 17 Jahre lang leitete er die Cappella Giulia am Petersdom. Zugleich organisierte er die musikalischen Aktivitäten am Hof des einflussreichen Papstneffen Kardinal Francesco Barberini. Zwei Jahre nach Mazzocchis Tod, 1648, wurden in Rom die Psalmi Vespertini, sein bedeutendstes kirchenmusikalisches Werk, veröffentlicht. Die Sammlung enthält zwei vollständige Vesperzyklen in doppelchöriger Besetzung mit Begleitung des Basso continuo. Der Schluss der ersten Vesperreihe wird von der vorliegenden feierlichen Magnificat-Vertonung, in der Mazzocchi in großer Kunstfertigkeit alten und neuen Stil, kontrapunktische Chöre und konzertierende Passagen, miteinander kombiniert. Mit der Neuausgabe bei Carus liegt ein ebenso bedeutsames wie beeindruckendes Dokument der römischen Kirchenmusik aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts vor.
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Partitur Carus 27.202/00, ISMN 979-0-007-04521-0 32 Seiten, DIN A4, kartoniert Mindestbestellmenge: 20 Exemplare
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Einzelstimme, Orgel Carus 27.202/49, ISMN 979-0-007-20098-5 8 Seiten, 23 x 32 cm, ohne Umschlag
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Einzelstimme digital, PDF-Datei, Orgel Carus 27.202/49-010-000, ISMN 979-0-007-39190-4 8 Seiten, 23 x 32 cm voraussichtlich lieferbar ab 06/2026

Rezensionen

Virgilio Mazzocchi: Magnificat

Virgilio Mazzocchi: Magnificat

Rom war zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine an musikalischen Institutionen reiche Stadt. Unter der schier unüberschaubaren Zahl von Musikern, die in der „ewigen Stadt” in Arbeit und Brot standen, findet sich auch Virgilio Mazzocchi (1597–1646). Von 1629 bis zu seinem Tod hatte er das Amt des Kapellmeisters der Cappella Guilia am Petersdom inne. Im Jahre 1648 erschien in Rom unter dem Titel „Psalmi Vespertini” eine umfangreiche Sammlung mit doppelchöriger Vespermusik von Mazzocchi: 14 Kompositionen zur Sonntags-, Heiligen- und Marienvesper. Das nun beim Carus-Verlag veröffentlichte Magnificat stellt den Abschluss der Vesperae Dominci dar. Neben solistisch besetzten, konzertierenden Abschnitten in bester frühbarocker Manier, finden sich blockhaft oder kontrapunktisch geführte Passagen, die in der Tradition der römischen Vokalpolyphonie stehen. Ein klangprächtiges Werk, problemlos auch nur mit acht Solisten ausführbar, bei dem man bedauert, dass die Vesper in der heutigen Liturgiepraxis auf ein Skelett dessen zusammengeschmolzen ist, was sie im 17. und 18. Jahrhundert einmal war.

Wilfried Rombach
Quelle: Kirchenmusikalische Mitteilungen  10/2004

Scored for double SATB and organ, this was published in Mazzocchi‚s posthumous Psalmi Vespertini (1648). lt only needs eight voices, though there is a clear alternation between the editorially marked solo and tutti sections which allows (though doesn‚t demand) more than one a part in the latter. The editor draws attention to the use of instruments in the Cappella Giulia at St Peter‚s Rome (where Mazzocchi was maestro di cappella from 1629 until his death in 1646). After the d‚India reviewed on page 2, this is refreshingly competent - and more. lt fits modern voice-categories better than most music of the period and should be extremely enjoyable to sing. Try it.

Quelle: Early Music Review, 4/04, S.3

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