Vesperae et Litaniae (Kaljuste)
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Wolfgang Amadeus Mozart
| 1756-1791Als Sohn des Vizekapellmeisters des Salzburger Fürsterzbischofs war Mozart bereits in seiner Jugend beständig von Kirchenmusik umgeben. Auf seinen Reisen lernte Mozart die Kirchenmusik Italiens kennen, in Wien studierte er später Werke Bachs und Händels. Nach seiner Umsiedlung nach Wien stellen sich mit Oper und Klavierkonzert neue Herausforderungen, bezeichnenderweise bleibt die „c-Moll-Messe“ KV 427, das größte kirchenmusikalische Werk der ersten Wiener Jahre, unvollendet. Die letzte Lebenszeit zeigt wieder eine Hinwendung zur Kirchenmusik: Mozart bewirbt sich mit Erfolg um die Nachfolge des todkranken Leopold Hoffmann als Kapellmeister am Stephansdom, doch kann er die Stelle nicht antreten, da er noch vor Hoffmann stirbt. Ein Kleinod wie das „Ave verum“ KV 618 und das unvollendet gebliebene Requiem KV 626 lassen ahnen, was Mozart als Kirchenkomponist hätte noch leisten können, wäre er in diese verantwortliche Position gelangt. zur Person
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Vorwortverfasser*in
Konrad Küster
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Ensemble
Estonian Philharmonic Chamber Choir
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Ensemble
Tallinn Chamber Orchestra
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Dirigent*in
Tonu Kaljuste
Tõnu Kaljuste (Dirigent) war zwanzig Jahre lang Künstlerischer Leiter und erster Dirigent des von ihm 1981 gegründeten Estnischen Philharmonischen Kammerchors sowie des Kammerorchesters Tallinn. Außerdem war Kaljuste Chefdirigent des Schwedischen Rundfunkchors und des Niederländischen Kammerchors. Seit vielen Jahren leitet er internationale Chorseminare und Workshops. Gastspiele führten ihn mit namhaften Orchestern und Chören Europas, Australiens und Amerikas zusammen. Innerhalb seiner intensiven Beschäftigung mit den großen Namen der nord- und osteuropäischen Moderne wie Schnittke, Kurtag, Penderecki, Rautavaara und Kancheli sind ihm vor allem die Komponisten seines Heimatlandes Estland wie Pärt, Tüür, Tormis und Eller ein wichtiges Anliegen. Mit seinem breitgefächerten Repertoire von der Oper über das traditionelle sinfonische Repertoire bis hin zu zeitgenössischer Musik hat er sich weltweit einen Namen gemacht. Er spielte zahlreiche Aufnahmen ein, die viele Preise gewannen und für den Grammy nominiert waren. 1999 erhielt er in der Kategorie „Beste Chormusik des 20. Jahrhunderts“ für seine Aufnahme von Alfred Schnittkes Psalms of Repentance den Cannes Classical Award. 2004 wurde er mit dem ersten Preis der staatlichen estnischen Stiftung „Kultuurkapital“ ausgezeichnet. Seit 2004 ist Kaljuste Dirigent des Nargen-Festivals, eines jährlichen, dreimonatigen Musikereignisses an der Küste Estlands. Er ist Mitglied der Königlichen Musikakademie von Schweden. zur Person
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Tenor-Solo
Leif Aruhn-Solén
Rezensionen
Wolfgang Amadeus Mozart: Vesperae et Litania
Wolfgang Amadeus Mozart: Vesperae et Litania
Wolfgang Amadeus Mozart: Litaniae
Mit diesen beiden CDs liegt eine technisch und künstlerisch einwandfreie Dokumentation einer Sparte von Kirchenmusik vor, die mangels liturgischer Gelegenheit weniger Aufführungen erfährt als zum Beispiel die Messen Mozarts. Die Musizierfreude der Mitwirkenden und die differenzierte Ausgestaltung durch Tonu Kaljuste zeigt jedoch deutlich, dass dieses Verhältnis in Anbetracht der Qualität der Kompositionen nicht gerechtfertigt ist. Hörbar wird allerdings auch, wie wichtig gerade bei Mozart feines und intelligent abgestimmtes Musizieren ist, um all die wunderbaren Details wiederzugeben, die für die damalige Tagzeitenliturgie aufgewendet wurden. Sicher wünscht man sich keine lateinische, nur gehörte Vesper zurück, aber die künstlerische Qualität der Musik stimmt im Bezug auf unsere Praxis doch auch nachdenklich.
Quelle: Musica Sacra 6/2000, S. 44
Mozart komponierte in Salzburg vier Litaneien zwischen 1771 und 1776, darunter zwei Lauretanische und zwei Sakramentslitaneien. Dabei folgte er dem Typus der aus dem 17. Jahrhundert stammenden Kantatenlitanei, die aus einer Reihe unterschiedlicher Sätze besteht. Die beiden Vespern entstanden 1779 und 1780 und sind ebenfalls für den Salzburger Dom bestimmt. Wie in den Litaneien finden sich auch hier der „stile antico” mit seinen kontrapunktischen Imitationskünsten neben dem „stile moderno”, der sich durch Eingängigkeit und eher konzertant-virtuosen Charakter auszeichnen. Sie bieten den vorragend disponierten und musizierenden Solist(inn)en in den ariosen Teilen und Ensembles reichliche Gelegenheit, ihr Können zu zeigen (wie großartig ist etwa die Kadenz in der Sopranarie „Panis vivus” der Sakramentslitanei KV 125 gestaltet, um nur ein Detail von vielen zu erwähnen!). In gleicher Weise beeindruckend ist aber auch die Leistung des Estonian Philharmonic Choir und des Tallinn Chamber Orchestra unter der sachkundigen Leitung von Tonu Kaljuste. Zwei wirklich äußerst erfreuliche Einspielungen, die keine Wünsche offen lassen!
Quelle: Singende Kirche 4/2000, S. 268
MOZART - VESPERAE ET LITANIA
The Vesperae et Litania occupy a unique position between Mozart’s settings of the Mass and his single-movement ‚shorter church works’. The substantial, multi-movement litanies and psalm cycles were written while he was still at Saltzburg and their composition undoubtedly allowed him greater musical freedom than his settings of the mass. In this exemplary recording, the Estonian Philharmonic Choir is directed by its artistic director and principal conductor, Tonu Kaljuste.
Quelle: New Classics, 09/05