Franz Wüllner
1832
– 1902
Zur Person
Franz Wüllner, geb. 1832 in Münster (Westfalen), gest. 1902 in Braunfels. Erhielt bereits früh Klavier- und Violinunterricht, erste Kompositionen mit sechs Jahren. 1850 – 1854 Konzertreisen als Pianist, Studien in Köln, Berlin, Brüssel und Leipzig (I. Moscheles, M. Hauptmann, S. Dehn). Seit 1853 lebenslange Freundschaft mit J. Brahms. Ab 1864 wirkte er in München als Leiter der Kgl. Vokalkapelle; nach der Leitung der "Rheingold"- und "Walküre"-Uraufführung, Ernennung zum 1. Hofkapellmeister. 1877 Direktor des Dresdner Konservatoriums, ab 1884 in Köln. Förderte viele junge Komponisten, insbesondere R. Strauss. Seine Chorwerke sind durch den Berliner Akademismus und dessen A-cappella-Ideal sowie durch die süddeutsche Reformbewegung F. Lachners und J. K. Aiblingers geprägt, zu nennen sind auch seine "Chorübungen der Münchner Musikschule".
Ausgaben
4
Artikel