Clytus Gottwald: Transkriptionen - CDs, Choir Coaches, Medien | Carus-Verlag

Clytus Gottwald Transkriptionen

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Seit mehr als zwanzig Jahren erarbeitet der Chorleiter und Musikwissenschaftler Clytus Gottwald Transkriptionen von Klavierliedern oder Instrumentalstücken für Chor a cappella, die in ihrer an Ligeti geschulten Satzweise höchste interpretatorische Ansprüche stellen. Das SWR Vokalensemble Stuttgart stellt in einer meisterhaften Interpretation eine Auswahl davon vor.
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  • Soupir. Vokaltranskription von Clytus Gottwald
  • Im Treibhaus. Vokaltranskription von Clytus Gottwald
  • Träume. Transkription von Clytus Gottwald
  • Die Nachtigall
  • Ich bin der Welt abhanden gekommen. Vokaltranskription von Clytus Gottwald
  • La vallée des cloches. Vokaltranskription von Clytus Gottwald
  • Présentation
  • Agonie au Jardin
  • Résurrection
  • Louange à l'Éternité de Jésus. Vokaltranskription von Clytus Gottwald
  • Soupir. Vokaltranskription von Clytus Gottwald
  • Im Zimmer
  • Traumgekrönt
  • Vöglein Schwermut
  • Herbst
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  • Unbenanntes Dokument Soupir

    Mon âme vers ton front où rêve, o calme sœur,
    un automne jonché de taches de rousseur,
    et vers le ciel errant de ton oeil angélique monte

    comme dans un jardin mélancolique,
    fidèle un blanc jet d'eau soupire vers l’Azur !

    Vers l’Azur attendri d’Octobre pâle et pur,
    qui mire aux grands bassins sa langueur infinie.

    Sur l’eau morte où la fauve agonie des feuilles
    erre au vent et creuse un froid sillon,

    ...

  • Unbenanntes Dokument

    Meine Seele zu deinem Antlitz steigt, wo, o Schwester still,
    ein Herbst träumt, bedeckt mit Sommersprossen
    und zum ruhelosen Himmel deine engelgleichen Augen,

    wie in einem schwermütigen Garten
    getreulich eine weiße Wasserfontäne zum Himmelsblau seufzt!

    Dem milde gestimmten Himmelsblau des fahlen und klaren Oktobers
    entgegen,
    das in den großen Wasserbecken seine unendliche Mattigkeit
    betrachtet.

    Im regungslosen Wasser, wo die welke Agonie der Blätter
    im Wind umher irrt und eine kalte Furche zieht,
    mühsam die gelbe Sonne an einem langen Strahl hinter sich her
    schleppt.

    ...

  • Unbenanntes Dokument

    My soul rises towards your face, oh calm sister,
    where an autumn lies dreaming, covered with freckles,
    and towards the restless sky of your angelic eye,

    as in a melancholy garden,
    a white fountain sighs faithfully towards the azure!

    Towards the softened azure of an October pale and clear,
    which regards its endless languor in the great pools.

    On the stagnant water, where the faded agony of leaves
    stirs in the wind and draws a cold furrow,
    the yellow sun drags itself out in a long ray.

    Stéphane Mallarmé (1842–1898)
    Translation: Earl Rosenbaum

    ...

  • Unbenanntes Dokument Im Treibhaus

    Hochgewölbte Blätterkronen, Baldachine von Smaragd,
    Kinder ihr aus fernen Zonen, saget mir, warum ihr klagt?
    Schweigend neiget ihr die Zweige, malet Zeichen in die Luft
    und der Leiden stummer Zeuge, steiget aufwärts süßer Duft.
    Weit in sehnendem Verlangen breitet ihr die Arme aus
    und umschlinget wahnbefangen öde Leere, nichtgen Graus.
    Wohl ich weiß es, arme Pflanze, ein Geschicke teilen wir,
    ob umstrahlt von Licht und Glanze, unsre Heimat ist nicht hier!
    Und wie froh die Sonne scheidet von des Tages leerem Schein,
    hüllet der, der wahrhaft leidet, sich in Schweigens Dunkel ein.
    Stille wirds, ein säuselnd Weben füllet bang den dunklen Raum.
    Schwere Tropfen seh ich schweben an der Blätter grünem Saum.

    ...

  • Unbenanntes Dokument In the greenhouse

    High-arched crowns of leaves, emerald canopies,
    you children of distant regions, tell me, why do you lament?
    Silently you bend the branches, painting symbols in the air,
    and of suffering mute witness, sweet fragrance ascending.
    In yearning desire you spread wide your arms
    and, caught up in delusion, embrace the desolate void, devastating
    horror.
    Well I know, poor plant, one fate we share,
    though illuminated by light and brightness, our home is not here!
    And as happily the sun parts the day’s idle lustre,
    he, who truly suffers, shrouds himself in the darkness of silence.
    It becomes still, a murmur weaving, filling anxiously the dark room.

    ...

  • Unbenanntes Dokument Dans la Serre

    Hautes voûtes, couronnes de feuillage, baldaquins d’émeraude,
    enfants de zones éloignées, dites moi, pourquoi vous plaindre ?
    En silence vous penchez vos branches, peignant des signes dans
    les airs,
    et la peine de témoins muets élève vers les cieux de doux parfums.
    En un désir ardent largement vous ouvrez vos bras
    et enlacez, ô chimère, un ennuyeux vide d’horreur futile.
    Oui, je sais, pauvre plante nous partageons un même destin,
    même dans la lumière et l’éclat notre patrie n’est pas ici !
    Et comme avec joie le soleil quitte la lumière stérile du jour,
    qui souffre vraiment, se drape dans le sombre silence.
    Le calme vient, un murmure tremblant remplit inquiet la sombre

    ...

  • Unbenanntes Dokument Träume

    Sag, welch wunderbare Träume halten meinen Sinn umfangen,
    dass sie nicht wie leere Schäume sind in ödes Nichts vergangen?
    Träume, die in jeder Stunde, jedem Tage schöner blühn
    und mit ihrer Himmelskunde selig durchs Gemüte ziehn?
    Träume, die wie hehre Strahlen in die Seele sich versenken,
    dort ein ewig Bild zu malen: Allvergessen, Eingedenken!
    Träume, wie wenn Frühlingssonne aus dem Schnee die Blüten küsst,
    dass zu nie geahnter Wonne sie der neue Tag begrüßt,
    dass sie wachsen, dass sie blühen, träumend spenden ihren Duft,
    sanft an deiner Brust verglühen und dann sinken in die Gruft.

    Mathilde Wesendonck (1828–1902)

    ...

  • Unbenanntes Dokument Dreams

    Tell me, what wonderful dreams keep encircling my mind,
    which, like nothing but idle froth, have dissolved in an empty void?
    Dreams, which flourish more beautifully every hour, every day
    and with their message from heaven pass through the soul?
    Dreams, which like rays sublime sink into the soul,
    to paint eternally a picture there: all forgotten, remembering!
    Dreams, as spring sun kissed the blossoms from the snow,
    that to a never foreseen bliss they greet the new day,
    that they grow, that they blossom, dreamingly giving their fragrance,
    gently fading away on your breast and then sinking into the grave.

    Mathilde Wesendonck (1828–1902)
    Translation: Earl Rosenbaum

    ...

  • Unbenanntes Dokument Rêves

    Dis-moi, quels rêves merveilleux tiennent mes sens prisonniers,
    qu’ils ne sont pas comme la vaine écume disparus dans un vide
    ennuyeux ?
    Rêves qui à chaque heure à chaque jour fleurissent encore plus
    beaux
    et qui dans leur message du ciel joyeusement parcourez le coeur ?
    Rêves qui tels d’augustes rayons sombrez profondément dans l’âme
    pour y peindre une image éternelle : immense oubli, souvenir !
    Rêves comme soleil au printemps embrassant les fleurs hors de la
    neige
    que, comme un délice jamais attendu, le jour nouveau les salue,
    qu’ils croissent, qu’ils fleurissent, dispensent leur parfum en rêvant,

    ...

  • Unbenanntes Dokument La vallée des cloches

    Sonnez, grelots ; sonnez, clochettes ; sonnez, cloches !
    Car mon rêve impossible a pris corps, et je l’ai
    entre mes bras pressé : le Bonheur, cet ailé

    voyageur qui de l’homme évite les approches.
    Sonnez, grelots ; sonnez, clochettes ; sonnez, cloches !

    Paul Verlaine (1844–1896)

       

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  • Unbenanntes Dokument Das Tal der Glocken

    Klinget, ihr Schellen, ertönt, ihr Glöckchen, läutet, ihr Glocken!
    Denn mein unerhörter Traum hat Gestalt angenommen, und ich halte
    in meinen Armen das Glück, diesen geflügelten

    Reisenden, der einer Annäherung des Menschen aus dem Weg geht.
    Klinget, ihr Schellen, ertönt, ihr Glöckchen, läutet, ihr Glocken!

    Paul Verlaine (1844–1896)
    Übersetzung: Barbara Großmann

       

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  • Unbenanntes Dokument The Valley of Bells

    Ring out, hand-bells; ring out, small bells; ring out, great bells!
    Because my impossible dream came true, and I hold fast
    in my arms: happiness, that winged

    traveller who eludes the approach of men.
    Ring out, hand-bells; ring out, small bells; ring out, great bells!

    Paul Verlaine (1844–1896)
    Translation: Earl Rosenbaum

       

    ...

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  • Der Chordirigent, Komponist und Musikwissenschaftler Clytus Gottwald (1925 – 2023) hat für die zeitgenössische Chormusik wesentliche Beiträge geleistet. Als Redakteur für Neue Musik beim Südfunk Stuttgart sowie Gründer und Leiter der Schola Cantorum Stuttgart stand er in produktivem Austausch mit seinen die Neue Musik begründenden Zeitgenossen Pierre Boulez, Mauricio Kagel, György Ligeti, Luigi Nono, Karlheinz Stockhausen und vielen anderen. Gottwald prägte mit seiner Schola Cantorum, einem 16-stimmigen Kammervokalensemble, maßgeblich die heute selbstverständlich gewordene A-cappella-Chorkultur auf höchstem technischem Niveau. Seine Transkriptionen von Klavierliedern oder Instrumentalstücken für vielstimmigen Chor a cappella, die in ihrer an Ligeti geschulten Satzweise höchste musikalische Ansprüche stellen, werden von Chören auf der ganzen Welt geschätzt. Clytus Gottwald wurde für seine Verdienste mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kulturpreis Baden-Württemberg 2009, dem Preis der Europäischen Kirchenmusik 2012 und dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 2014. Seine Bedeutung für die Entwicklung der zeitgenössischen Chormusik kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. zur Person
  • Der Chordirigent, Komponist und Musikwissenschaftler Clytus Gottwald (1925 – 2023) hat für die zeitgenössische Chormusik wesentliche Beiträge geleistet. Als Redakteur für Neue Musik beim Südfunk Stuttgart sowie Gründer und Leiter der Schola Cantorum Stuttgart stand er in produktivem Austausch mit seinen die Neue Musik begründenden Zeitgenossen Pierre Boulez, Mauricio Kagel, György Ligeti, Luigi Nono, Karlheinz Stockhausen und vielen anderen. Gottwald prägte mit seiner Schola Cantorum, einem 16-stimmigen Kammervokalensemble, maßgeblich die heute selbstverständlich gewordene A-cappella-Chorkultur auf höchstem technischem Niveau. Seine Transkriptionen von Klavierliedern oder Instrumentalstücken für vielstimmigen Chor a cappella, die in ihrer an Ligeti geschulten Satzweise höchste musikalische Ansprüche stellen, werden von Chören auf der ganzen Welt geschätzt. Clytus Gottwald wurde für seine Verdienste mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kulturpreis Baden-Württemberg 2009, dem Preis der Europäischen Kirchenmusik 2012 und dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 2014. Seine Bedeutung für die Entwicklung der zeitgenössischen Chormusik kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. zur Person
  • Der Dirigent Marcus Creed ist an der Südküste Englands geboren und aufgewachsen. Er begann sein Studium am King’s College in Cambridge, wo er Gelegenheit hatte, im berühmten King’s College Choir zu singen. Weitere Studien führten ihn an die Christ Church in Oxford und die Guildhall School in London. Ab 1977 lebte Marcus Creed in Berlin. Stationen seiner Arbeit waren die Deutsche Oper Berlin, die Hochschule der Künste sowie die Gruppe Neue Musik und das Scharoun Ensemble. Von 1987 bis 2001 war Marcus Creed künstlerischer Leiter des RIASKammerchores. 1998 folgte er einem Ruf auf eine Dirigierprofessur an der Musikhochschule Köln. Seit 2003 ist Marcus Creed künstlerischer Leiter des SWR Vokalensembles Stuttgart. Das besondere Anliegen von Marcus Creed gilt mit diesem Ensemble der Wiederaufführung herausragender Kompositionen der jüngsten Vergangenheit, darunter z.B. Werke von Luigi Nono, György Kurtág, Wolfgang Rihm oder Heinz Holliger. Marcus Creed ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals der Alten und Neuen Musik und arbeitet regelmäßig mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Freiburger Barockorchester und Concerto Köln zusammen. Seine CD-Veröffentlichungen wurden für ihre stilsicheren und klangsensiblen Interpretationen mit internationalen Auszeichungen prämiert, darunter der Preis der deutschen Schallplattenkritik, der Edison Award, der Diapason d’Or, der Cannes Classical Award und der Echo Klassik. zur Person

Rezensionen

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Marcus Creed gilt nicht umsonst als einer der begabtesten Chordirigenten weltweit. Die Höhenflüge, zu denen er das mit 36 Solisten brillant besetzte SWR-Vokalensemble inspiriert, dürften schwerlich einzuholen, geschweige denn zu übertreffen sein. Die zum Teil haarsträubenden stimmtechnischen Anforderungen Gottwalds sind kaum je als Belastung hörbar - die Musik kommt hier ganz zu sich selbst, wird reiner, schwereloser Ausdruck.

Quelle: WDR3 Hörzeichen, 12.2.2007

[...] Clytus Gottwalds Transkriptionen haben im SWR-Vokalensemble einen würdigen Partner gefunden. Ein schier phantastischer Chor, bei dem man alles findet, was man bei Chören nicht selten vergeblich sucht: Ein stets schlanker, transparenter Klang, der aber auch klangliche Explosionen keineswegs scheut. Niemals verwirbeln sich die polyphon geführten Stimmen in einem hallig-wohligen Einheitsbrei, jede Stimme ist hörbar. Unglaublich, mit welcher Präsenz an einigen Stellen der erste Sopran hervortritt und schier unmögliche Höhen wie selbstverständlich meistert -das gelingt besonders eindrucksvoll in Mahlers ,Ich bin der Welt abhanden gekommen' - bei einer Live-Aufnahme, fast unvorstellbar!

Gordon Kampe
Quelle: klassik.com, 14.7.2007

[...] Ende des 19. Jahrhunderts versuchte Richard Strauss, den Chor auf eine spezifische Klanglichkeit hin zu entwickeln, indem er die Singstimmen quasi "orchestrierte". Erst in den 1960er Jahren griff György Ligeti diese Chortechnik in seinem "Lux aeterna" wieder auf. Hier versuchen diese Transkriptionen anzuknüpfen: indem sie diese Technik auf Modelle der romantisch-impressionistischen Epoche anwenden. Die klangprächtigen, für vielfach geteilten Chor gesetzten Transkriptionen - alle noch dazu meisterhaft umgesetzt vom SWR Vokalensemble Stuttgart unter Marcus Creed - rücken die im Original meist bekannten Werke (u.a. von Berg, Wagner und Mahler) in ein völlig neues, aufregendes Licht.

Quelle: Chor aktuell, Sept. 2007

[...] Auch wie Gottwald die Unterlegung von Texten zu reiner Instrumentalmusik gelingt, das zeugt von großer Meisterschaft und schlicht von gutem Geschmack - nach der Art, wie Arnold Schönberg ihn immer forderte. [...]

Gordon Kampe
klassik.com, 14.07.2007

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