Ständchen. Werke für Männerstimmen
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Franz Schubert
| 1797-1828Die Kirchenmusik beschäftigte Franz Schubert sein Leben lang: Ein Teil davon entstand als Auftragswerk unter anderem für den Kirchenchor seiner Heimatgemeinde und erweist sich als stark praxisorientiert. Schubert komponierte somit nicht mehr nur für Berufsmusiker, sondern für bürgerliche Gemeindemitglieder. Seine Werke sind für mannigfache liturgische Gelegenheiten bestimmt und von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und Umfang; somit werden sie auch den heutigen kirchenmusikalischen Bedürfnissen in idealer Weise gerecht. Einfache, schlichte Sätze stehen neben anspruchsvolleren Chorpartien und solistisch-virtuosen Konzertstücken. Der Carus-Verlag strebt Vollständigkeit im Bereich von Schuberts Kirchenmusik an: Zu entdecken gilt es ein spannungsreiches Œuvre; in seinen liedhaften, harmonisch tiefgründigen Elementen spiegelt es eine typisch Schubertsche Ausdruckswelt wider: Werke von großer Überzeugungskraft und ausnehmender musikalischer Schönheit. zur Person
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Vorwortverfasser*in
Thomas Seyboldt
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Ensemble
Schubert hoch vier (Männerquartett)
Schubert hoch vier besteht aus den international gefragten Solisten Markus Schäfer, Hubert Mayer, Hans Christoph Begemann und Cornelius Hauptmann. zur Person
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Ensemble
Karlsruher Hornquartett
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Mezzosopran-Solo
Gundula Schneider
Gundula Schneider, geboren in Dresden, ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe, darunter Brahms-Wettbewerb Hamburg, Dvorak-Wettbewerb Karlsbad, 1. Preis bei Pro Musicis in Paris und New York. Die Mezzosopranistin war festes Mitglied am Theater Dortmund und gastierte an den Opernhäusern von Strasbourg, Stuttgart, Düsseldorf, an der Komischen Oper Berling, in Innsbruck und Neapel. Als Lied- und Konzertsängerin war Gundula Schneider in Deutschland, dem europäischen Ausland, den USA sowie China und Japan, u.a. an der Pariser Opéra Comique und der Carnegie Hall in New York zu hören. Zudem wirkte sie bei zahlreichen Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen mit. zur Person
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Tenor-Solo
Markus Schäfer
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Tenor-Solo
Hubert Mayer
Mitglied des Männerquartetts Schubert hoch vier Hubert Mayer wurde in Hüfingen/Schwarzwald geboren, studierte an der MHS Freiburg und belegte Meisterkurse u.a. bei A. Baldin und N. Gedda. Diverse Engagements führten ihn an die Bühnen in Freiburg, Biel, Lüneburg und Karlsruhe, an das Gärtnerplatz-Theater in München und an das Staatstheater Stuttgart. Zu den annähernd 40 Partien, die er verkörpert hat, zählen u.a.: Tamino(Zauberflöte), Don Ramiro(Cenerentola) und Tony(West Side Story). Er sang unter namhaften Dirigenten wie H. Zender, G. Ferro, H.Holliger und I.Metzmacher und arbeitete mit dem Concerto Palatino, der Musica Alta Ripa und dem Freiburger Barockorchester, im Bereich der Neuen Musik mit dem Klangforum Wien, dem Ensemble Recherche und dem Ensemble Intercontemporain zusammen. Hubert Mayer gastierte bei den Salzburger Festspielen, den Berliner Festwochen und anderen renommierten Festivals und trat an traditionsreichen Spielstätten wie der Alten Oper Frankfurt, dem Concertgebouw Amsterdam und der Staatsoper Unter den Linden auf. Sein Repertoire umfasst neben der gängigen Oratorienliteratur vom Barock bis zur Romantik und den großen Liederzyklen von F.Schubert auch Werke aus dem Mittelalter und der Renaissance und führt bis zur zeitgenössischen Musik. So wirkte er auch bei vielen Uraufführungen mit, u.a.: die konzertante UA der Oper „The magic ring“ von Francesco Hoch(2002 in Mailand), sämtliche Tenorpartien von „Sonntag“ aus „Licht“ von K. Stockhausen sowie die Tenorpartie bei der spanischen EA von L. Nonos „Prometeo“ .In dieser Partie war er auch 2004 bei der Triennale Köln und beim Hamburger Musikfest zu hören, jeweils unter der Leitung von I. Metzmacher. zur Person
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Bariton-Solo
Frank Laffin
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Bass-Solo
Cornelius Hauptmann
| 1951
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Bass-Solo
Hans Christoph Begemann
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Solist*in - Klavier
Thomas Seyboldt
Rezensionen
Schubert hoch vier
(jük) Die Männerchorherrlichkeit - sie verblasst. Schade. Im 19. Jahrhundert war solcher Gesang Kulturgut und bürgerlicher Stolz, später leider auch Heimattümelei. Eine neue, feine CD mit dem Vokalquartett „Schubert hoch vier” dokumentiert jetzt unter dem Titel Ständchen, wie alles anfing: nicht zuletzt mit Werken Franz Schuberts für Männerstimmen (Carus-Verlag 83.189). Da sang zwar einst der Wiener Männergesang-Verein diese Stücke mit Hundertschaften von Tenören und Bässen, aber Schuberts Quartette sind nun mal Quartette und keine Chorlieder. Markus Schäfer, Hubert Mayer, Hans Christoph Begemann und Frank Laffin gestalten den „Gondelfahrer”, „Ewige Liebe” oder den „Frühlingsgesang” solistisch, schlicht, klangfarbig, romantisch. Beim „Nachtgesang im Walde” sind auch noch vier Hörner dabei. Eine private Musik: zwischen hoher Kunst und Geselligkeit.
Quelle: Südwest Presse, 21.06.06
Betörendes zur Nacht:
Männergesänge von Schubert
(cst) Männerchöre mögen nicht jedermans Sache sein, aber sie werden auch gerne in ihrer musikalischen Substanz unterschätzt. Dem wirkt eine überwiegend betörend gesungene und von Pianist Thomas Seyboldt einfühlsam begleitete CD entgegen, die Franz Schuberts Werken für Männerstimmen gewidmet ist. Exquisite Sänger wie der Tenor Markus Schäfer oder der Bass Cornelius Hauptmann bringen ein nächtlich getöntes „Ständchen”, das dem Raffinement von Schuberts Sätzen gewachsen ist.
Quelle: Kieler Nachrichten, 30.08.06
(GW) [...] Das Männerquartett 'Schubert hoch vier' ist mit Markus Schäfer, Hubert Mayer, Cornelius Hauptmann und Hans Christoph Begemann, die auch auf Lieder-, Oratorien- und Opernbühnen erfolgreich sind, hervorragend besetzt. Doch das allein macht nicht das Glücksgefühl aus, das man beim Anhören dieser wundervollen CD hat. Es ist der Geist, der hier die Musik trägt. Bei diesen Interpreten und ihrem ausgezeichneten, sensiblen Pianisten, Thomas Seyboldt, einem echten Schubert-Spezialisten, denen sich die Mezzosopranistin Gundula Schneider (Ständchen), den Bariton Frank Laffin (Mondenschein) und ein Hornquartett (Nachtgesang im Walde) zugesellt haben, spürt man förmlich die tiefe Verbundenheit mit der Musik Schuberts.
So geben sie diese denn auch mit genau dem richtigen Ton wieder. Da ist kein Zuviel an Rührseligkeit oder Pathos und kein Zuwenig an Klangschönheit, Expressivität und Innigkeit. Diese Künstler hören aufeinander, singen und spielen miteinander, lassen den einen oder andern solistisch zu Wort kommen, und all dies in wunderbarer Ausgewogenheit ... [...]
Quelle: pizzicato 10/2006, S. 57