Alexander's Feast HWV 75, Ode for St. Cecilia's Day HWV 76
In England wurde im 17. und 18. Jahrhundert der 22. November als Cäcilientag mit festlichen musikalischen Aufführungen zu Ehren der Schutzheiligen der Kirchenmusik begangen. Auch Händel lieferte mit Alexander’s Feast und der Ode for St. Cecilia’s Day in den Jahren 1736 und 1739 zwei bedeutende Beiträge auf Texte des Dichters John Dryden. Händel nahm sich hier zwar Purcells Cäcilienoden zum Vorbild, doch näherte er sie durch den Einsatz von Rezitativen, Arien und groß angelegten Chören dem Oratorium an. Beide wurden von den Zeitgenossen schnell als überragende Werke des Komponisten erkannt und bereits 1739 kombinierte Händel die beiden Stücke miteinander, wobei die Cäcilienode als dritter Teil von Alexander’s Feast fungierte. In der Folgezeit noch häufig beibehalten, geriet diese sinnvolle Aufführungspraxis doch ab dem späten 19. Jahrhundert mehr und mehr in Vergessenheit. Carus führt diese Werke nun in der vorliegenden Aufnahme mit Simone Kermes, dem Kölner Kammerchor und dem Collegium Cartusianum unter Peter Neumann wieder zusammen.
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Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Georg Friedrich Händel
| 1685-1759Georg Friedrich Händel stellte früh seine außergewöhnlich universellen kompositorischen Fähigkeiten unter Beweis. Nachdem er 1712 nach London übergesiedelt war, schuf er dort – 1723 zum Composer of Musick for His Majesty’s Chapel Royal ernannt – zahlreiche Meisterwerke für den Königshof sowie seine großen Opere Serie: Über Jahre feierte er mit den von Ausnahme-Interpreten gesungenen Opern oder mit Serenaden, später auch mit Oratorien wie „Saul“ oder „Israel in Egypt“, triumphale Erfolge. Im Laufe der Jahre wuchs Händels Ruhm weit über seinen Wirkungsort hinaus; einige seiner Chorwerke, vor allem der „Messiah“, verfügen über eine bis heute ungebrochene Aufführungstradition und werden von Chören auf der ganzen Welt gesungen. zur Person
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Vorwortverfasser*in
Markus Schwering
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Ensemble
Kölner Kammerchor
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Ensemble
Collegium Cartusianum
Von Monteverdi bis Brahms reicht der Radius des auf Originalinstrumenten spielenden Collegium Cartusianum, das 1988 als Nachfolger des Barockorchesters Köln entstand. Nicht zuletzt durch die Mitwirkung bei der Gesamteinspielung der Messen Wolfgang Amadeus Mozarts durch seinen Dirigenten Peter Neumann hat es sich einen ausgezeichneten Ruf erworben, der sich seither bei vielen Konzerten, Rundfunkübertragungen und CD-Einspielungen bestätigte. Neben der Zusammenarbeit mit dem Kölner Kammerchor hat das Collegium Cartusianum auch durch Aufführungen der Orchestersuiten J. S. Bachs, von Sinfonien Mozarts und Beethovens internationale Anerkennung gefunden. Mit Mozarts Il Re Pastore, Mendelssohns Paulus und Elias bis hin zum Requiem von Dvorak hat das Orchester sein Repertoire in Richtung Oper und Romantik ausgedehnt. Es ist bei einer Vielzahl der bedeutenden Festivals in Europa und in Japan aufgetreten, zuletzt beim Bachfest Leipzig mit einem Handel-Bach-Programm und mit Handels Serenata Aci, Galatea e Polifemo in Krakau und Essen und im Februar 2012 beim zweiten Kölner Fest fur Alte Musik. zur Person
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Dirigent*in
Peter Neumann
| 1940-2025Peter Neumann, in Karlsruhe geboren, ist in den letzten Jahren vor allem als Handel-Dirigent hervorgetreten, was die von ihm initiierte Konzertreihe „250 Jahre Handel-Oratorien“, in der er, Handels Spielplan der Jahre 1749–1752 entsprechend, neun Musikdramen auffuhrte, ebenso belegt wie die vielen CD-Einspielungen. In den Musikzentren Europas, Japans und auf vielen namhaften Festivals hat er die Meisterwerke der Vokal- und Orchestermusik dargeboten, von Monteverdis L’Orfeo und Marienvesper (im Palais Garnier Paris), uber J. S. Bachs Passionen (zuletzt in Moskau, Oslo und Versailles) und h- Moll-Messe (BBC Proms) bis hin zu Debussys Le Martyre de Saint Sébastien b ei d er M usikTriennale K oln. 2010 war Peter Neumann mit seinen Ensembles Kolner Kammerchor und Collegium Cartusianum mit Schumanns Das Paradies und die Peri beim Rheingau Musik Festival und dem Schumannfest Dusseldorf zu Gast, 2011 beim Leipziger Bachfest. Im Juni 2012 gab er mit Handels Alcina ein umjubeltes Debut an der Kolner Oper. Als Gastdirigent konzertierte er u. a. mit dem ChorWerkRuhr, dem Niederlandischen Kammerchor, dem SWR Vokalensemble Stuttgart, dem NDR Chor, dem Concertgebouw- Orchester Amsterdam, dem Jerusalem Symphony Orchestra, der Jungen Deutschen Philharmonie und Concerto Koln. Aus der umfangreichen Diskografie seien die Gesamteinspielungen der Mozart-Messen (Crown of Crowns bei Gramophone), einer Musicalischen Vesper von Schutz, Schumanns Missa sacra (Diapason d’Or) und die Aufnahmen von Bachs Johannespassion und Handels Alexander’s Feast und Brockes-Passion (Carus) besonders hervorgehoben. zur Person
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Sopran-Solo
Simone Kermes
Simone Kermes ist international eine der gefragtesten Sopranistinnen im dramatischen Koloraturfach. Ihr außergewöhnlicher Stimmumfang prädestiniert sie besonders für die virtuosen Werke barocker Meister, aber auch für die Sopranpartien und Konzertarien Mozarts, Haydns und Beethovens. Konzertverpflichtungen und Operngastspiele führten sie durch ganz Europa, die USA und Japan zu den größten und berühmtesten Konzertsälen der Welt, sie gab u. a. Solokonzerte in der Carnegie Hall New York, im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums, im Tschaikowskysaal Moskau und im Palau de la Musica in Barcelona. Neben vielen Rundfunk- und Fernsehproduktionen hat sie zahlreiche CDs aufgenommen. Für ihre Soloalben erhielt sie mehrfach internationale Auszeichnungen wie den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik, den Diapason d`Or , Choc le monde de la Musique, BBC music choise, Gramophone- Disc of the month und den ECHO Klassik. zur Person
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Tenor-Solo
Virgil Hartinger
Virgil Hartinger studierte am Mozarteum in Salzburg, an der Eastman School of Music und am Oberlin Conservatory in den USA und nahm an Meisterklassen z. B. mit Thomas Hampson, Ernst Haefliger und Richard Miller teil. Er arbeitete mit Dirigenten wie Jamie Laredo, Ton Koopman, Peter Neumann, Paul O’Dette, Reinhard Goebel, Christophe Coin und Sigiswald Kuijken. Sein Repertoire umfasst Werke der Renaissance bis zu zeitgenössischen Kompositionen im Konzert- und Opernfach. Schon während seines Studiums begann seine rege Konzerttätigkeit, die ihn zu den Salzburger Festspielen, der Folle Journée in Nantes und Lissabon, dem Concertgebouw (Amsterdam), dem Theâtre des Champs Élysées (Paris), dem Prinzregententheater (München) und der Carnegie Hall führte. zur Person
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Bass-Solo
Konstantin Wolff
Konstantin Wolff studierte bei Donald Litaker an der Hochschule für Musik Karlsruhe, gewann den Felix Mendelssohn Bartholdy- Preis der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und hatte sein Operndebüt 2005 an der Opéra National de Lyon unter William Christie in Monteverdis L’incoronazione di Poppea. Sein Konzertrepertoire umfasst Werke vom Frühbarock bis zum 20. Jahrhundert. Er arbeitet mit Dirigenten wie Gerd Albrecht, Alun Francis, Riccardo Chailly, Ton Koopman, René Jacobs, Claudio Abbado, Sir Simon Rattle und Nicholas McGegan zusammen. Seine erste Solo-CD mit Liedern nach Texten von Victor Hugo ist mit Erfolg erschienen. zur Person
Rezensionen
[...] In short, this recording is an outstanding contribution to the Handel anniversary celebrations.
George Pratt
BBC Music Magazine, September 2009
[...] Peter Neumann, inzwischen ein Händel-Spezialist unter den Dirigenten, macht hier die Musik des Jubilars ungemein lebendig. Da agiert ein Solistentrio mit der stimmlich und gestalterisch überragenden Sopranistin Simone Kermes, [...] Da begeistert der Kölner Kammerchor als Ensemble homogen gemischter, zugleich gut durchhörbarer Stimmen. Dazu musiziert das Collegium Cartusianum auf Originalinstrumenten sensibel, stiltreu und angenehm schlank. [...]
Karsten Blüthgen
Neue Chorzeit, September 2009
[...] Hörenswert sind das farbenreich eingesetzte Continuo mit Laute, Cembalo und Orgel und die hervorragenden Solisten: [...]
Musica Sacra, Heft 5/2009