Cyrill Schürch: Quel calme nocturne - Noten | Carus-Verlag

Cyrill Schürch Quel calme nocturne

Les Quatrains Valaisans IV

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Cyrill Schürch spürt in seinen Vertonungen von fünf Rilkeschen Vierzeilern der Farbigkeit der literarischen Vorlage nach. Sein überwiegend homophoner, liedhafter Satzstil entspricht der Reduktion der Lyrik. Schürch streift frei, jedoch stets verständlich, durch die Tonarten und setzt Dissonanzen gezielt und sparsam ein. Damit sind Schürchs Chorlieder vergleichbar mit den kunstvollen Rilke-Chorsätzen von Hindemith und haben dennoch ihre ganz eigene Klangsprache. Die kurzen Kompositionen mit ihrer poetisch-glücklichen Grundstimmung bereichern jedes Konzertprogramm mit Natur- und Landschaftsthemen. Sie stellen eine dankbare Aufgabe für jeden Chor da, der Freude am Erspüren von Klangfarben und feinen emotionalen Schattierungen hat.

Rainer Maria Rilke bezog im Herbst 1921 den Turm des Schlosses von Muzot, Schweiz, nahe Sierre im oberen Rhonetal und lebte dort bis zu seinem Tod am 27. Dezember 1926. Sofort fühlte Rilke sich auf besondere Weise mit der Walliser Landschaft verbunden, was in seinen „Walliser Vierzeilern“ – entstanden im September 1924 – besonders zum Ausdruck kommt. In lyrisch kondensierter Weise greift er darin Stimmungsbilder einzelner Momente auf und schafft glücksdurchflutete Miniaturen. Bei einem späteren Einbürgerungsversuch wollte Rilke diese Vierzeiler den Behören vorlegen – als Nachweis seiner Verbundenheit mit Land und Leuten.

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Zusatzinformationen zum Werk
  • Rainer Maria Rilke war ein bedeutender Dichter, dessen Werke die Literatur des 20. Jahrhunderts stark beeinflussten. Er war im Laufe seines Lebens auf vielen Reisen und die dadurch gewonnenen Erfahrungen spiegeln sich in seinen Texten wieder. Vor allem seine Gedichte zeichnen sich durch eine tiefgründige Reflexion über Fragen zu Liebe, Tod, Kunst, Glaube und die menschliche Existenz aus. Werke wie Der Panther und die Sonette an Orpheus zählen schon lange zum Standardprogramm literarischer Kanones. Viele seiner Gedichte wurden außerdem vertont. Bei CARUS sind Rilkes Texte unter anderem als Vertonungen von Gedichten mit Naturbeschreibungen (Cyrill Schürch) und Transkriptionen von Instrumentalwerken für Chor (Clytus Gottwald) erschienen. zur Person

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