Priidite, vospoim, ljudie
Kommet ihr Leute, besingen wir / Lasst uns singen, kommt herbei
Den Großteil seiner liturgischen Werke und die meisten der Geistlichen Konzerte scheint Dimitri Stepanowitsch Bortniansky (1751–1825) in den 1780er und 1790er Jahren komponiert zu haben, also vor seiner Ernennung zum Kapellmeister der St. Petersburger Hofkapelle.
Die fünf populärsten Stücke aus dem Gesamtband (CV 4.111) wurden von Heidi Kirmße mit einem deutschen singbaren Text versehen. Das feierliche Konzert Nr. 6 Ehre sei Gott in der Höhe ist für Weihnachten bestimmt, Nr. 9 Heut ist der Tag, den Gott, der Herr, gemacht für Ostern. Nr. 15 Lasst uns singen, kommt herbei steht in Dur und ist sehr effektvoll. Nr. 32 O lass mich, Herr, mein Gott, erkennen mein Ziel soll Tschaikowsky, der die geistlichen Werke Bortnianskys herausgegeben hat, besonders geschätzt haben. Bortniansky selbst mochte die Nr. 33 Sag, meine Seele, warum verzagest du? wohl am liebsten. Das Werk erklang auch bei seiner Beerdigung.
- Repertoireerweiterung für deutschsprachige Chöre mit Literatur aus der orthodoxen Liturgie/aus Osteuropa
- zusätzliche Unterlegung der kirchenslawischen Originaltexte (in Transliteration)
- wirkungsvolle Solo/Tutti-Wechsel
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Komponist*in
Dimitri Stepanowitsch Bortniansky
| 1751-1825Dmitri Stepanowitsch Bortniansky war ein russicher Komponist, der unter anderem am Hofe Katharinas der Großen angestellt war. Vor allem sein geistliches Werk hatte großen Einfluss auf die (Kirchen-) Musik des 19. Jahrhunderts. In seiner Kirchenmusik kombinierte er russische und westliche Einflüsse. zur Person
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Herausgeber*in
Marika Kuzma
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Übersetzer*in
Heidi Kirmße
| 1925-2021Heidi Kirmße (1925–2021) studierte Schulmusik in Weimar und lebte dort als freischaffende Schriftstellerin, Herausgeberin und Übersetzerin. Für den Carus-Verlag erstellte sie insbesondere zahlreiche singbare deutsche Nachdichtungen aus unterschiedlichen Sprachen, u.a. für Kompositionen von Marc-Antoine Charpentier, Antonín Dvorák, Gabriel Fauré, Edvard Grieg, Georg Friedrich Händel, Jules Massenet, Sergei Rachmaninow, Max Reger, Gioachino Rossini, Veljo Tormis, Giuseppe Verdi u.a., doch trat sie auch mit eigenen Texten in Erscheinung. Über 500 mittlerweile unveröffentlichte oder mittlerweile vergriffene Texte ihres umfangreichen Schaffens als Dichterin und Übersetzerin sind bei Carus in einer separaten Datenbank erfasst und können bei Interesse erfragt werden. Von ihrem bewussten, hinterfragenden Umgang mit Worten zeugt Heidi Kirmßes Gedicht mit dem gleichlautenden Titel:
Worte
So viele Worte werden viel zu oft gesagt,
so viele Fragen werden nicht genug gefragt.
Wo keine Frage steht, wird niemals eine Antwort sein,
und durch Gewöhnung wird der Sinn der Worte klein.
Und ist das Wort verbraucht, sein Inhalt leer und fad,
so wird es nie mehr Ansporn sein zur Tat.
Wir stehn verwundert, geben auf und fühlen uns beschämt
und merken nicht, dass wir doch selbst die Kraft gelähmt.
Drum wolln wir sorgen, dass Gewohnheit uns nicht trügt,
wir wollen fragen, bis die Antwort uns genügt,
wir wollen jedes Wort genau auf seinen Sinn durchschaun
und nur auf solchem festen Boden sicher baun.Heidi Kirmßezur Person