Te Deum
Bearbeitung für Kammerorchester (arr. J. Linckelmann) op. 103, 1892/2024
1892 erhielt Dvorák den ehrenvollen Auftrag aus New York, für die 400-Jahrfeier der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus eine festliche Kantate zu schreiben. Er komponierte ein imponierendes Werk – sein Te Deum, das in vier effektvoll kontrastierenden Teilen dem alten Lobgesang feierlichen Ausdruck verleiht.
Mit der vorliegenden Bearbeitung des erfahrenen Arrangeurs und Orchestermusikers Joachim Linckelmann ist es möglich, das Werk in kleineren Verhältnissen aufzuführen. In seiner Fassung reduziert er die Bläser von original 18 auf nur 7. Die Streicher bleiben in ihren Partien identisch mit dem Original, können aber in der Besetzungsstärke zurückgenommen werden. Die Vokalstimmen sind von der Bearbeitung völlig unberührt, sodass aus den Klavierauszügen (Carus 27.189/03) und Chorpartituren (Carus 27.189/05) der Urtextausgabe gesungen werden kann.
- Großes Werk auch für kleinere Chöre aufführbar
- 18 Bläser der Originalfassung auf 7 reduziert
- Passt zu Klavierauszügen und Chorpartituren der Originalfassung
| Besetzung Originalfassung | Bearbeitung für Kammerorchester |
| Soli SB, Coro SATB, 2 Fl, 2 Ob (auch Eh), 2 Clt, 2 Fg, 4 Cor, 2 Tr, 3 Trb, Tb, Timp, Perc, 2 Vl, Va, Vc, Cb | Soli SB, Coro SATB, Fl, Ob (auch Eh), Clt, Fg, Cor, Tr, Trb, Timp, Perc, 2 Vl, Va, Vc, Cb |
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Komponist*in
Antonín Dvorák
| 1841-1904Antonín Dvorák (1841-1904), neben Smetana und Janacek der wichtigste Vertreter einer eigenständigen tschechischen Musik, gehört zu den populärsten Komponisten des 19. Jahrhunderts überhaupt. In seiner Heimat bekannt wurde der Fleischer- und Gastwirtssohn aus dem böhmischen Nelahozeves (Mühlhausen) bei Kralup durch seinen patriotischen Hymnus „Die Erben des weißen Berges" für Chor und Orchester (op. 30) von 1872. Den Weg in die Welt ebnete ihm ein österreichisches Staatsstipendium, das ihm von einer Kommission, bestehend aus Johannes Brahms, Eduard Hanslick und Johann von Herbeck, zugesprochen wurde. Der sieben Jahre ältere Brahms nahm sich freundschaftlich des jungen Kollegen an, dessen eminente Begabung er erkannt und lieben gelernt hatte. (Brahms: ,,Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammenklauben.") Brahms empfahl Dvo"rák seinem Berliner Verleger Fritz Simrock, der in der Folge Dvo"ráks eigenwilliger und zunächst schwieriger Hauptverleger wurde. International berühmt wurde Dvo"rák als Komponist und – seit 1884 – als Dirigent seiner eigenen Werke vor allem durch seine sensationellen Erfolge in England (insgesamt neunmal hielt sich Dvo"rák dort auf) und in den Vereinigten Staaten von Amerika (zwei längere Besuche mit pädagogischer und kompositorischer Arbeit). Begründet wurde dieser Erfolg zunächst durch ein kirchenmusikalisches Werk, das Stabat mater aus dem Jahre 1876 (Carus 27.293/03). Bis in Dvo"ráks späte Zeit gehören Kirchenwerke in die Reihe seiner bedeutenden Schöpfungen: den Sinfonischen Dichtungen, den Opern (darunter „Rusalka"), Sinfonien, den Streichquartetten und anderer Kammermusik, dem Oratorium „Die heilige Ludmilla" – und den „Slawischen Tänzen op.46 und 72. Zu dem genannten Stabat mater op.58 kommen der 149. Psalm op.79, das Requiem op.89 (Carus 27.323) und das Te Deum op.103 (Carus 27.189). zur Person
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Bearbeiter*in
Joachim Linckelmann
| 1964Joachim Linckelmann, geb. 1964 in München, studierte Querflöte am Richard-Strauss-Konservatorium München und an der Musikhochschule Würzburg. Er war Flötist verschiedener namhafter Orchester im In- und Ausland und arbeitet seit 1995 außerdem als Notengrafiker und Arrangeur. Seit 2009 bearbeitet er für Carus Oratorien für kleinere Besetzungen. zur Person