Edward Elgar The Dream of Gerontius

Der Traum des Gerontius op. 38, 1900

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„This is the best of me“, schrieb Edward Elgar hinter den Schlusstakt seines Dream of Gerontius. Das 1900 uraufgeführte Werk gehört in Großbritannien längst zu den Standardwerken großer Oratorienchöre. Elgars berührende, poetische Vertonung des gleichnamigen Gedichts von Kardinal John Henry Newman handelt vom Sterben eines Menschen und seiner Jenseitsreise zu Gott.

Vor den inneren Augen der Zuhörerschaft entsteht das musikalische Bild der Seele, die an der Seite ihres Schutzengels an den spottenden Dämonen vorbei zu Gott fliegt, ihn kurz schauen darf und zuversichtlich und getröstet im Fegefeuer der Erlösung entgegensieht. Das Werk ist eine echte Rarität in der Geschichte oratorischer Musik und für große Chöre eine spannende Alternative zu klassischen Requiem-Vertonungen. Seine Beliebtheit verdankt es der suggestiven, oft sinnlichen Kraft der Musik, den großen Chorszenen der Dämonen und Engel sowie den drei eindrucksvollen Solopartien.

Alle bisherigen Ausgaben basierten als Reprints auf den historischen, nicht einheitlichen Erstdruckmaterialien. Carus setzt dem eine moderne, neugesetzte und kritische Edition entgegen, bei der Klavierauszug und Orchesterstimmen erstmals vollständig untereinander kompatibel sind. Sie berücksichtigt alle Quellen und wertet das Autograph detailliert aus. Zur Ausgabe ist das komplette Orchestermaterial leihweise erhältlich. Der Klavierauszug ist wie die Partitur zweisprachig. 

  • Ein Meilenstein der spätromantischen Chormusik und Standardwerk in Großbritannien
  • Erste moderne Partitur mit umfangreichem Kritischen Bericht und vollständigem Aufführungsmaterial 
  • Mit zweisprachigem Singtext (englisch/deutsch)


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  • Unbenanntes Dokument Teil I

    Gerontius
    Jesus, Maria, meine Stunde kam,
    und du, Herr, du bist’s, der mich ruft; kein Zweifel frommt.
    Lässt mich erkennen meines Atems Not,
    des Herzens Krampf, des Blicks erlöschend Licht?
    (Jesus, erbarm dich! Heilge Maria, hilf!)
    Ein neu Gefühl sagt’s, nie zuvor gekannt,
    (Herr, steh mir bei in meiner Todesstund!)
    dass ich davon muss, dass mein Ziel ich fand.
    Welch fremd innerste Verlassenheit,
    (Hort aller Seelen, Herr, ich blick auf dich.)
    Erschöpfung aller eignen Wesenheit;

    ...

  • 2300400380000st.en Part I

    Gerontius
    Jesu, Maria – I am near to death,
    And Thou art calling me; I know it now.
    Not by the token of this falt’ring breath,
    This chill at heart, this dampness on my brow, –
    (Jesu, have mercy! Mary, pray for me!)
    ’Tis this new feeling, never felt before,
    (Be with me, Lord, in my extremity!)
    That I am going, that I am no more.
    ’Tis this strange innermost abandonment,
    (Lover of souls! great God! I look to Thee,)
    This emptying out of each constituent

    ...

  • Vorwort


    „This is the best of me; for the rest, I ate, and drank, and slept, loved and hated, like another; my life was as the vapour, and is not; but this I saw and knew: this, if anything of mine, is worth your memory“, schrieb Elgar hinter den Schlusstakt seiner Partitur,1 als er am 3. August 1900 die Arbeit am Dream of Gerontius, einem Auftragswerk für das Musikfest zu Birmingham, vollendet hatte.Das Zitat ist ein ganz persönliches Bekenntnis des Komponisten, für dieses religiöse Werk mehr als je zuvor sein Herz geöffnet und eine einzigartige emotionale Ebene erreicht zu haben. Umso enttäuschter reagierte er auf die missglückte Uraufführung zwei Monate später: „I have allowed my heart to open once – it is now shut against every religious feeling and every soft, gentle impulse for ever.“2


    Das Libretto


    The Dream of Gerontius war das erste große geistliche Werk Elgars überhaupt – komponiert vier Jahre nach dem 1896 für das Three Choirs Festival entstandenen „short oratorio“ The Light ofLife (Lux Christi) op. 29. Doch anders als bei diesem Werk über die Heilung des

    ...

  • Foreword

     

    “This is the best of me; for the rest, I ate, and drank, and slept, loved and hated, like another; my life was as the vapour, and is not; but this I saw and knew: this, if anything of mine, is worth your memory,” Elgar wrote after the final bar of his score1 when he completed work on The Dream of Gerontius, a commission for the Birmingham Musical Festival, on 3 August 1900. The quotation is a very personal confession by the composer that he had opened his heart more than ever before for this religious work and had reached a unique emotional level. Two months later, his disappointment in view of the failed premiere was all the greater: “I have allowed my heart to open once – it is now shut against every religious feeling and every soft, gentle impulse for ever.”2

      The libretto

     

    The Dream of Gerontius was Elgar’s first major sacred work; it was composed four years after the “short oratorio” The Light of Life (Lux Christi) op. 29, which was written in 1896 for the Three Choirs Festival. But – unlike the latter composition which dealt with the healing of the blind man from the

    ...

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  • 1 x Stimmenset, Harmoniestimmen, leihweise, Flöte 1, Flöte 2 / Piccolo, Oboe 1, Oboe 2, Englischhorn, Klarinette 1, Klarinette 2, Bassklarinette, Fagott 1, Fagott 2, Kontrafagott, Horn 1, Horn 2, Horn 3, Horn 4, Trompete 1 und 2, Trompete 3, Posaune 1 und 2, Posaune 3, Tuba, Pauken, Gran Cassa / Piatti / Tamtam / Campanelli, Tamburo piccolo / Triangel / Schellen, Harfe 1 und 2 (23.004/09)
     
    10 x Einzelstimme, Violine 1, leihweise (23.004/11)
     
    9 x Einzelstimme, Violine 2, leihweise (23.004/12)
     
    8 x Einzelstimme, Viola, leihweise (23.004/13)
     
    7 x Einzelstimme, Violoncello, leihweise (23.004/14)
     
    6 x Einzelstimme, Kontrabass, leihweise (23.004/15)
     
    1 x Einzelstimme, Orgel, leihweise (23.004/49)
     
Dirigierpartitur digital, PDF-Datei Carus 23.004/00-010-000, ISMN 979-0-007-29594-3 336 Seiten
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    10 x Einzelstimme digital, PDF-Datei, Violine 1, leihweise (23.004/11-010-000)
     
    9 x Einzelstimme digital, PDF-Datei, Violine 2, leihweise (23.004/12-010-000)
     
    8 x Einzelstimme digital, PDF-Datei, Viola, leihweise (23.004/13-010-000)
     
    7 x Einzelstimme digital, PDF-Datei, Violoncello, leihweise (23.004/14-010-000)
     
    6 x Einzelstimme digital, PDF-Datei, Kontrabass, leihweise (23.004/15-010-000)
     
    1 x Einzelstimme digital, PDF-Datei, Orgel, leihweise (23.004/49-010-000)
     

Inhaltsverzeichnis

  • Edward Elgar wurde am 2. Juni 1857 in Broadheath bei Worcester geboren und lernte als Kind das Klavier- und Geigenspiel von seinem Vater William Henry und örtlichen Musiklehrern. Als Komponist war er Autodidakt, richtig bekannt und erfolgreich wurde er mit seinen Kompositionen allerdings erst in den 1890er Jahren. Den ersten Achtungserfolg erzielte er mit seinen ersten Kantaten The Black Knight (1893) und King Olaf (1896) sowie seinem Oratorium The Light of Life (1896). Den endgültigen Durchbruch als Komponist schaffte er 1899 mit den Enigma-Variationen op. 36 und ein Jahr später mit seinem Hauptwerk, dem Oratorium The Dream of Gerontius.
    Elgar gilt als bedeutender Vertreter der musikalischen Spätromantik und gehört nach Purcell zu den wenigen britischen Komponisten, die international Bedeutung erlangten. zur Person

Rezensionen

Die komplett zweisprachige Partitur versteht sich als erste kritische Edition des Werks. Sie löst die Diskrepanzen, die im bisher vorliegenden gedruckten Aufführungsmaterial vor allem in der Dynamik und Artikulation vorhanden waren, nachvollziehbar auf. Erwähnenswert ist der sehr umfangreiche kritische Bericht, der alle fraglichen Details umfassend auflistet. Für Expert:innen sicher eine lohnende Anschaffung...

Chorzeit, No. 101, Feb 2023


Wer die Möglichkeit hat, dieses Opus Magnum aufzuführen, der hat hier endlich alle Materialien in bester Qualität dazu aus einer Hand.

Kirchenmusik im Erzbistum Köln, Heft 2/2022


All das lässt sich nun studieren in der neuen, wunderbar lesbaren Ausgabe bei Carus, ergänzt um das Libretto und einen sorgfältigst dokumentierenden kritischen Bericht. 

Das Ochester, 12/2022


I am in awe of this new offering from Carus and I reel at the energy and expertise that has been marshalled in order to create the new edition of Gerontius. 

Choir & Organ, Oktober 2022


Die neue Urtext-Ausgabe bringt uns schon im gut lesbaren Vorwort auf Tuchfühlung mit den verschiedenen Facetten des Werks...

FAZ, 24.07.2022

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Häufige Fragen zum Werk

Wie sind Chor und Semichor besetzt?

Chor und Semichor sind jeweils in den Schlusschören bis zur Achtstimmigkeit (SSAATTBB) geteilt. Elgar empfahl für den Semichor 18 Sänger*innen (5544), mindestens 8 bis 12. Anzahl der Percussion-Spieler*innen: Minimum 1 Paukenspieler*in und 3 Percussionsspieler*innen Zu alternativen Besetzungsmöglichkeiten: Die Quellenlage ermöglicht auch eine Aufführung mit nur einer Flöte und einer Piccoloflöte, nur einer Oboe und einem Englischhorn sowie einer Harfe. Die Orchesterstimmen sind entsprechend eingerichtet.
Ja, die Taktzahlen und die Probenziffern stimmen überein.
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