„Nach der Apokalyptik" – Toccata & Vision
Toccata „Die apokalyptischen Reiter" – Vision „Wasser des Lebens" 2021
Während die „Apokalypse“ eine biblische Version (Johannes-Evangelium) des Weltendes ist, bezeichnet die „Apokalyptik“ darüber hinaus eine Endzeitstimmung oder Weltuntergangs-Prophetie. Das Coronavirus, das weltweit vom Himalaya Asiens bis zum Regenwald in Südamerika grassiert und eine Angst erzeugte, die öffentliches Leben, Kultur und menschliches Miteinander auf bislang für unvorstellbar gehaltene Weise lahmlegte, kommt solcher Apokalyptik nahe. Niemand weiß, wie lange die Geißel dieser Angst die Menschheit gefangen hält und wann unbefangene Kommunikation, Kontakte und freundschaftliches Umarmen wieder möglich sein werden.
Enjott Schneider
Einzelausgabe aus dem Orgelbuch Orgelmusik in Zeiten von Corona (Carus 18.220/00)
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Enjott Schneider
| 1950Der studierte Musikwissenschaftler, Musiker, Germanist und Linguist Enjott Schneider, geboren 1950 in Weil am Rhein, lehrte von 1979 bis 2012 als Professor an der Musikhochschule München u.a. kirchenmusikalische Komposition. Neben acht Opern verfasste er zahlreiche Orchester- und Kammermusikwerke, geistliche Musik mit oratorischen Werken, Orgelkonzerte und 13 Orgelsinfonien sowie über 500 Filmmusiken. Für sein Schaffen wurde Schneider mit zahlreichen Preisen gewürdigt, u.a. mit dem Bayerischen Filmpreis für Filmmusik, einem Emmy-Award und dem Deutschen Fernsehpreis. Für sein Lebenswerk wurde er 2015 mit dem Preis des Filmfestivals „Soundtrack Cologne“ ausgezeichnet. In seinem vielseitigen Schaffen verbindet Schneider oft Gegensätzliches in kreativer Symbiose. Seine kompositorische Arbeit steht auch in enger Verbindung mit einer intensiven schriftstellerischen Reflexion. zur Person