Franz Liszts orgelbegleitete Via crucis für Soli, Chor und Orgel ist eine musikalische Kreuzwegdarstellung und als solche ein Unikum in der Musikliteratur. Dies gilt nicht nur für das Genre als solches, sondern auch für die musikalische Faktur: ihre progressive Harmonik, ihr Expressivität, ihr abwechslungsreiches Formvokabular. Die Hälfte der 14 Kreuzwegstationen sind reine Orgelsätze bzw. vorwiegend Orgelstücke, technisch zwar nur mäßig anspruchsvoll, musikalisch aber höchst raffiniert. Die Ausgabe enthält ein detailliertes Verzeichnis der vokalen Besetzungsmöglichkeiten, bei denen auch eine Aufführung ganz ohne Solist*innen denkbar ist.
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Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Franz Liszt
| 1811-1886Franz Liszt wurde 1811 in Raiding (damals Ungarn) geboren und starb 1886 in Bayreuth. Er erhielt Klavierunterricht bei seinem Vater ab seinem 6. Lebensjahr und wurde 1822/23 Schüler von C. Czerny und A. Salieri in Wien. Die Jahre nach 1823 verbrachte Liszt in Paris, dort beeinflusste ihn die Bekanntschaft mit G. Rossini, V. Bellini, G. Meyerbeer sowie besonders mit F. Chopin, H. Berlioz und N. Paganini stark; auch literarisch wurde er von V. Hugo beeindruckt. Von 1838 bis 1847 feierte Liszt auf seinen ausgedehnten Konzertreisen als Klaviervirtuose Triumphe. Ab 1848 lebte er dann in Weimar, wo die Symphonischen Dichtungen und einige der wichtigsten Klavierwerke (h-Moll-Sonate, 1. Klavierkonzert) entstanden. Ab 1861 lebte Liszt in Rom, hier empfing er 1865 die niederen Weihen eines Abbés. zur Person
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Herausgeber*in
Thomas Kohlhase
| 1941