Gabriel Fauré komponierte den Cantique de Jean Racine 1865 als preisgekrönte Abschlussarbeit seiner musikalischen Ausbildung. Der Cantique besitzt bereits die für Fauré typischen Charakteristika eines ausdrucksvollen Chorsatzes und gehört zusammen mit dem wesentlich später entstandenen Requiem zu den beliebtesten Werken des Komponisten.
Mit der vorliegenden Bearbeitung für Chor SMsAB von Christiane Rosiny in der Reihe KLANGSTARK. Meisterwerke arrangiert für Chor mit einer Männerstimme wird das Stück auch für Chöre mit wenigen Männern sowie für Jugendchöre umsetzbar. Während Sopran und Bass beinahe unverändert bleiben, werden die Mittelstimmen für Sopran- und Altstimme arrangiert.
Neben der Fassung für Chor und Streichorchester (Carus 14.402/00) ist auch eine Fassung für Chor und Orgel (Carus 14.402/10) erhältlich. Die Vokalpartien (Soli und Chor) sind in Streicher- und Orgelfassung identisch. Der Orgelauszug (Orgelfassung) ist gleichzeitig die Chorausgabe für Streicher- und Orgelfassung.
| Originalfassung | KLANGSTARK-Bearbeitung |
| Coro SATB, 2 Vl, Va, Vc, Cb, Org | Coro SMsAB, 2 Vl, Va, Vc, Cb, Org |
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Komponist*in
Gabriel Fauré
| 1845-1924Französischer Komponist, 1845-1924.
Er war Schüler von Camille Saint-Saëns und studierte an der Pariser Schule für Kirchenmusik. Fauré arbeitete als Organist, Chorleiter und gab Klavierunterricht und Klavierabende in Pariser Salons. Am Klavier konnte er glänzend improvisieren, was sich auch in seinen Kompositionen niederschlägt. 1905-1920 war er Direktor des Pariser Conservatoire.
Fauré schrieb vor allem Vokal-, Klavier- und Kammermusik. Am bekanntesten sind seine Klavierlieder für Solostimme und sein Requiem, das auch bei seiner eigenen Trauerfeier aufgeführt wurde.
zur Person
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Textdichter*in
Jean Racine
| -1699
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Bearbeiter*in
Christiane Rosiny
| 1978Christiane Rosiny arbeitet seit ihrem Staatsexamen als Dirigentin und Chorleiterin. Sie leitete eine Vielzahl an Chören bevor sie 2012 die Leitung der Evangelischen Singschule Prenzlauer Berg Nord übernahm, die Chorschule an der Gethsemanekirche, die sie zu einer großen und aufbauenden Chorschule formierte. Seit einigen Jahren leitet Christiane Rosiny außerdem Workshops über verschiedene Bereiche der Chor- und Kinderchorleitung. In ihrer Tätigkeit als Kirchenmusikerin entstehen Arrangements und praxistaugliche Sätze für Kinder- und Jugendstimmen, die sie unter anderem im Carus-Verlag veröffentlicht. 2021 verlieh der Chorverband Berlin Christiane Rosiny die Geschwister-Mendelssohn-Medaille in Anerkennung herausragender Verdienste um das Berliner Chorleben.
zur Person
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Übersetzer*in
Heidi Kirmße
| 1925-2021Heidi Kirmße (1925–2021) studierte Schulmusik in Weimar und lebte dort als freischaffende Schriftstellerin, Herausgeberin und Übersetzerin. Für den Carus-Verlag erstellte sie insbesondere zahlreiche singbare deutsche Nachdichtungen aus unterschiedlichen Sprachen, u.a. für Kompositionen von Marc-Antoine Charpentier, Antonín Dvorák, Gabriel Fauré, Edvard Grieg, Georg Friedrich Händel, Jules Massenet, Sergei Rachmaninow, Max Reger, Gioachino Rossini, Veljo Tormis, Giuseppe Verdi u.a., doch trat sie auch mit eigenen Texten in Erscheinung. Über 500 mittlerweile unveröffentlichte oder mittlerweile vergriffene Texte ihres umfangreichen Schaffens als Dichterin und Übersetzerin sind bei Carus in einer separaten Datenbank erfasst und können bei Interesse erfragt werden. Von ihrem bewussten, hinterfragenden Umgang mit Worten zeugt Heidi Kirmßes Gedicht mit dem gleichlautenden Titel:
Worte
So viele Worte werden viel zu oft gesagt,
so viele Fragen werden nicht genug gefragt.
Wo keine Frage steht, wird niemals eine Antwort sein,
und durch Gewöhnung wird der Sinn der Worte klein.
Und ist das Wort verbraucht, sein Inhalt leer und fad,
so wird es nie mehr Ansporn sein zur Tat.
Wir stehn verwundert, geben auf und fühlen uns beschämt
und merken nicht, dass wir doch selbst die Kraft gelähmt.
Drum wolln wir sorgen, dass Gewohnheit uns nicht trügt,
wir wollen fragen, bis die Antwort uns genügt,
wir wollen jedes Wort genau auf seinen Sinn durchschaun
und nur auf solchem festen Boden sicher baun.Heidi Kirmßezur Person