Die Tageszeiten, Nun Danket alle Gott
Der 1757 in Hamburg entstandene Kantatenzyklus Die Tageszeiten gehört zu den herausragenden Spätwerken Georg Philipp Telemanns. Eine Symphonie und vier Kantaten schildern empfindungsreich den Tageslauf vom Erwachen der Natur bis zum Sonnenuntergang. Die Dichtung Friedrich Wilhelm Zachariaes und Telemanns Musik künden von der Naturschönheit sowie der sich darin offenbarenden Größe Gottes. Das Programm der CD wird durch die Kantate Nun danket alle Gott ergänzt.
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Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Georg Philipp Telemann
| 1681-1767Telemanns überaus reiches kompositorisches Schaffen, der Ertrag eines Dreivierteljahrhunderts, umfasst nahezu alle Gattungen der Musik und reicht, im vokalen Bereich, vom Generalbasslied über Kammer- und Kirchenkantate bis zur Oper. Auch in seiner eigenen Einschätzung spielt die Kirchenmusik die zentrale Rolle in seinem Schaffen; vermutlich hat er allein über 1.600 Kirchenkantaten komponiert, dazu kantatenartige Trauermusiken (wie Du aber, Daniel, gehe hin ), Psalmvertonungen (bspw. Deus judicium tuum ) und Oratorien. Allenthalben in seinem Werk zeigt sich Telemann als ein fortschrittlicher, dem Neuen aufgeschlossener und experimentierfreudig nach neuen Wegen suchender Komponist; nicht zu Unrecht hat man ihn einen Wegbereiter der Klassik genannt. Indes macht das kompositorische Wirken nur einen Teil seiner musikgeschichtlichen Bedeutung aus: Als Musikverleger, als Autor didaktisch ausgerichteter Publikationen, als Leiter bürgerlicher Musikvereinigungen und Initiator öffentlicher Konzerte hat er wesentlich an der Schaffung auch der äußeren Voraussetzungen für die folgende, vom musikalisch gebildeten Bürgertum getragene Epoche der Musik mitgewirkt. zur Person
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Vorwortverfasser*in
Klaus Hofmann
| 1939
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Ensemble
L'arpa festante Barockorchester
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Ensemble
Basler Madrigalisten
Die von Fritz Näf gegründeten Basler Madrigalisten singen in verschiedensten Formationen, solistisch und als klein besetztes Vokalensemble. Das umfangreiche Repertoire reicht von der frühen Renaissance bis zur Neuzeit. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Einstudierung und (Erst-)Aufführung von zeitgenössischen Werken und die Wiederaufführung von Werken aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Die Basler Madrigalisten nahmen an den wichtigsten Musikfestivals der Welt teil. Konzerttourneen führten sie in beinahe alle Länder Europas, nach Russland, in die USA, den Libanon und den Fernen Osten. Die Aufnahmen der Basler Madrigalisten erhielten diverse Auszeichnungen. Sie empfingen mehrfach den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung und erhielten 1998 den Förderpreis der Europäischen Wirtschaft. Die Basler Madrigalisten werden unterstützt von den beiden Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt, von der Artephila Stiftung und weiteren Stiftungen. zur Person
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Dirigent*in
Fritz Näf
| 1943Fritz Näf studierte Sologesang an den Musikhochschulen Zürich und Freiburg/Breisgau und besuchte Meisterkurse u. a. bei Jenny Tourel und Ernst Haefliger. Als Tenor konzertierte er in den meisten Ländern Europas und bildete sich weiter zum Chor- und Orchesterdirigenten. 1976–1986 unterrichtete er Sologesang und Vokalensemble an der Schola Cantorum Basiliensis, wo er 1978 die Basler Madrigalisten gründete. 1986–2000 war er zuerst Direktor von Musikschule und Konservatorium Winterthur und anschließend Rektor der neu gegründeten Hochschule für Musik und Theater Zürich. Seit Dezember 2000 ist Fritz Näf vollzeitlicher künstlerischer Leiter des 1997 gegründeten Schweizer Kammerchors sowie der Basler Madrigalisten und wirkt weiterhin als Gastdirigent bei verschiedenen Chören und Orchestern. zur Person
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Sopran-Solo
Monika Mauch
Die Sopranistin Monika Mauch studierte Gesang zunächst bei Richard Wistreich am Institut für Alte Musik der Musikhochschule Trossingen und vertiefte anschließend ihre Ausbildung in einem Studienjahr in Paris bei Jill Feldman. Seit Beginn ihrer sängerischen Karriere standen Projekte im Bereich der Alten Musik im Mittelpunkt ihres musikalischen Interesses. So arbeitet sie zusammen mit führenden Ensembles, wie dem Ricercar Ensemble, dem Taverner Consort, mit Red Byrd, dem Hilliard Ensemble, L’arpa festante (München), dem Ensemble Daedalus (Genf), CordArte Ensemble (Köln) und Montreal Baroque. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen dokumentieren das sängerische Schaffen von Monika Mauch. Besondere Beachtung fanden dabei die Aufnahmen des Altbachischen Archivs und der h-Moll-Messe mit Cantus Coelln und die CD „Morimur“ mit dem Hilliard Ensemble. Als Konzertsängerin verbindet Monika Mauch eine regelmäßige Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Roland Wilson, Manfred Cordes, René Jacobs und Philippe Herreweghe. zur Person
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Alt-Solo
Gerhild Romberger
Die Altistin Gerhild Romberger studierte bei Heiner Eckels an der Hochschule für Musik in Detmold. Kurse für Liedgestaltung bei Mitsuko Shirai und Hartmut Höll ergänzten ihr Studium. Heute ist sie selbst Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik Detmold und an der Folkwang Hochschule Essen. Ihre rege Konzerttätigkeit führt sie ins In- und Ausland, unter anderem zum NDR Hamburg, zum Basler Symphonieorchester, mit Mahlers Kindertotenliedern nach Prag, zum Internationalen Beethovenfest Bonn sowie in die Münchner Philharmonie. Die Süddeutsche Zeitung schrieb: „Gerhild Romberger singt und die Zeit bleibt stehen“. Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden Oratorium, Liederabende sowie die Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen dokumentieren ihren künstlerischen Rang. zur Person
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Tenor-Solo
Hans Jörg Mammel
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Bass-Solo
Gotthold Schwarz
Gotthold Schwarz erhielt seine erste musikalische Ausbildung an der Kirchenmusikschule Dresden und an der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Der Bassist studierte Gesang bei Gerda Schriever und Dirigieren bei Max Pommer und Hans-Joachim Rotzsch. Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit renommierten Künstlern und Ensembles in ganz Europa, so Frieder Bernius, Peter Schreier und Philippe Herreweghe. Neben seinen umfangreichen Konzerttätigkeiten, u. a. in den USA, gab er Interpretationskurse zu Bachs Werken. Zahlreiche CD- und Rundfunkproduktionen dokumentieren sein umfassendes Repertoire, das neben der Konzert- und Opernliteratur den Liedgesang vom Barock bis zur Moderne beinhaltet. zur Person
Rezensionen
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[...] Well worth a rendezvous.
Nicholas Anderson
International Record Review, Mai 2010
[...] All in all a very attractive disc that will surprise Telemannites and do much to win the unwashed over to his side.
Steven Ritter
Audiophile Audition, July 2010
[...] Fritz Näf, seit 2000 vollzeitlicher Leiter des Schweizer Kammerchors und der Basler Madrigalisten, gelang mit dieser Einspielung eine spannende, lebendige Wiedergabe kaum zu hörender Musik des Hamburger Generalmusikdirektors.
Herbert Bolterauer
Singende Kirche, 2010, Heft 1