Dramatische Turbachöre sind es, mit denen sich Telemanns Lukaspassion von 1744 den Weg in die Herzen der Hörer bahnt. Aus dem riesigen Œuvre Telemanns – 46 große Passionen hat er geschrieben, davon sind fünf nach dem Evangelisten Lukas erhalten – sticht das Werk durch die besondere Klangpracht in seinen Chören hervor. Kurze und prägnante Chor-Einwürfe wie „Weissage uns“, „Kreuzige ihn“ und „Bist Du Christus“ zeigen, wie klar Telemanns Wort-Ton-Verhältnis konzipiert ist und wie es auf eine äußerst prägnante Deklamation abzielt. Es entfaltet sich eine Kraft, die unmittelbar mitreißt.

Mit der Veröffentlichung dieser großen Passion startet der 1985 von Hans-Christoph Rademann gegründete Dresdner Kammerchor in sein Jubiläumsjahr. Der für seine herausragende Klangkultur international geschätzte Chor interpretiert das Werk gemeinsam mit dem Wroclaw Baroque Orchestra unter der Leitung von Jaroslaw Thiel. Die Solist*innen sind Sophie Junker, Benedikt Kristjánsson, Maximilian Schmitt und Michael Nagy.

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  • Sonata
  • 1. Choral: Wann meine Sünd’ mich kränken
  • 2. Rezit.: Und er ging hinaus
  • 3. Choral: Wer fleißig betet
  • 4. Rezit.: Da er aber noch redete
  • 5. Arie: Die freundlichsten Küsse
  • 6. Rezit.: Da aber sahen
  • 7. Chor: Herr, sollen wir mit dem Schwerte
  • 8. Rezit.: Und einer aus ihnen
  • 9. Arie: Wie sich ein winz’ges Lüftchen regt
  • 10. Rezit.: Sie griffen ihn aber
  • 11. Arie: Du, o ewiges Erbarmen
  • 12. Rezit.: Die Männer aber
  • 13. Chor: Weissage uns
  • 14. Rezit.: Und viele andere Lästerungen
  • 15. Chor: Bist du Christus
  • 16. Rezit.: Sage ich’s euch
  • 17. Chor: Bist du denn Gottes Sohn
  • 18. Rezit.: Er sprach zu ihnen
  • 19. Arie: Ihr werdet mich sehen
  • 20. Rezit.: Sie aber sprachen + 21. Chor: Was dürfen wir weiter Zeugnis
  • 22. Rezit.: Und der ganze Haufe
  • 23. Chor: Diesen finden wir
  • 24. Rezit.: Pilatus aber
  • 25. Chor: Er hat das Volk erregt
  • 26. Rezit.: Da aber Pilatus
  • 27. Arie: Schönste Freundin
  • 28. Rezit.: Auf den Tag
  • 29. Chor: Hinweg
  • 30. Rezit.: Dieser war in einem Aufruhr
  • 31. Chor: Kreuzige ihn
  • 32. Rezit.: Er aber sprach
  • 33. Arie: Deiner Feinde
  • 34. Rezit.: Und als sie ihn hinführeten
  • 35. Chor: Ach, klage
  • 36. Rezit.: Jesus aber
  • 37. Chor: Er hat andern geholfen
  • 38. Rezit.: Es spotteten
  • 39. Chor: Bist du der Juden König
  • 40. Rezit.: Es war auch oben
  • 41. Arie: Holdselige Worte
  • 42. Rezit.: Und es war
  • 43. Arie: Ich befehl’
  • 44. Rezit.: Und als er das gesaget
  • 45. Choral: So fahr’ ich hin
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Compact Disc, 2 CDs Carus 83.542/00, EAN 4009350835429
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Inhaltsverzeichnis

  • Telemanns überaus reiches kompositorisches Schaffen, der Ertrag eines Dreivierteljahrhunderts, umfasst nahezu alle Gattungen der Musik und reicht, im vokalen Bereich, vom Generalbasslied über Kammer- und Kirchenkantate bis zur Oper. Auch in seiner eigenen Einschätzung spielt die Kirchenmusik die zentrale Rolle in seinem Schaffen; vermutlich hat er allein über 1.600 Kirchenkantaten komponiert, dazu kantatenartige Trauermusiken (wie Du aber, Daniel, gehe hin ), Psalmvertonungen (bspw. Deus judicium tuum ) und Oratorien. Allenthalben in seinem Werk zeigt sich Telemann als ein fortschrittlicher, dem Neuen aufgeschlossener und experimentierfreudig nach neuen Wegen suchender Komponist; nicht zu Unrecht hat man ihn einen Wegbereiter der Klassik genannt. Indes macht das kompositorische Wirken nur einen Teil seiner musikgeschichtlichen Bedeutung aus: Als Musikverleger, als Autor didaktisch ausgerichteter Publikationen, als Leiter bürgerlicher Musikvereinigungen und Initiator öffentlicher Konzerte hat er wesentlich an der Schaffung auch der äußeren Voraussetzungen für die folgende, vom musikalisch gebildeten Bürgertum getragene Epoche der Musik mitgewirkt. zur Person
  • Strahlend, transparent, homogen und flexibel: Für seine einzigartige Klangkultur wird der Dresdner Kammerchor international geschätzt. Der künstlerische Leiter Hans-Christoph Rademann prägte diesen unverwechselbaren Klang seit der Gründung 1985 und führte den Chor zu weltweitem Renommee. Das vielfältige Repertoire des Chores hat sein Fundament in der Barockmusik, beson¬derer Schwerpunkt ist die sächsische Hofmusik. Als kultureller Botschafter Dresdens und Sachsens hält der Chor das musikalische Erbe seiner Heimat lebendig und macht es einem internationalen Publikum bekannt. Als prominentes Beispiel dafür steht die weltweit erste Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung, die 2019 vollendet wurde, im Carus-Verlag erschienen und mehr¬fach preisgekrönt ist: unter anderem wurde die Schütz-Johannespassion 2016 mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet; die letzte Folge der Edition mit »Psalmen und Friedensmusiken« wurde mit dem Opus Klassik 2020 geehrt. Auch zahlreiche Werke anderer mitteldeutscher Meister wie Johann Adolf Hasse, Johann David Heinichen und Jan Dismas Zelenka hat der Chor in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Barockorchester und weiteren musikalischen Partnern wiederentdeckt, wiederaufgeführt und auf CD aufgenommen. Neben der Chorsinfonik aus Klassik und Romantik liegt ein weiterer Repertoire-Fokus auf anspruchsvollen A-cappella-Werken des 19. und 20. Jahrhunderts. Dazu zählt Musik von Johannes Brahms, Max Reger, Olivier Messiaen, Francis Poulenc, Arnold Schönberg und Herman Berlinski. Seit Jahren widmet sich der Dresdner Kammerchor intensiv der mo¬dernen und zeitgenössischen Musik: mit Uraufführungen, Erstaufführungen und eigenen Auftragswerken. Dieses Engagement vertiefen auch vielfältige Musikvermittlungs- und Nachwuchsprojekte. 2009 initiierten Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kam¬merchor die Dresdner Chorwerkstatt für Neue Musik, die 2018 zum 4. Mal stattfand. Für seine Verdienste um die zeitgenössische Chormusik wurde der Chor mit einem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgezeichnet. Der Dresdner Kammerchor gastiert in Musikzentren und bei Festivals in ganz Europa. Tourneen führten die Sänger nach Israel, Indien, Taiwan, China, Mexiko, Südamerika, Südafrika und in die USA. Zu den musikalischen Partnern gehörten bisher René Jacobs, Sir Roger Norrington, Ádám Fischer, Václav Luks, Stefan Parkman, Trevor Pinnock, Chris¬toph Prégardien, Jos van Immerseel, Herbert Blomstedt, Omer Meir Wellber, Christian Thielemann, Riccardo Chailly und Reinhard Goebel sowie die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Gewandhausorchester Leipzig, das BBC Philharmonic Orchestra, Anima Eterna Brugge, die Akademie für Alte Musik Berlin und die Bamberger Symphoniker. Regelmäßig arbeitet der Chor mit dem Wroc"naw Baroque Orchestra zusammen. Seinen Strahlend, transparent, homogen und flexibel: Für seine einzigartige Klangkultur wird der Dresdner Kammerchor international geschätzt. Der künstlerische Leiter Hans-Christoph Rademann prägte diesen unverwechselbaren Klang seit der Gründung 1985 und führte den Chor zu weltweitem Renommee. Das vielfältige Repertoire des Chores hat sein Fundament in der Barockmusik, beson¬derer Schwerpunkt ist die sächsische Hofmusik. Als kultureller Botschafter Dresdens und Sachsens hält der Chor das musikalische Erbe seiner Heimat lebendig und macht es einem internationalen Publikum bekannt. Als prominentes Beispiel dafür steht die weltweit erste Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung, die 2019 vollendet wurde, im Carus-Verlag erschienen und mehr¬fach preisgekrönt ist: unter anderem wurde die Schütz-Johannespassion 2016 mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet; die letzte Folge der Edition mit »Psalmen und Friedensmusiken« wurde mit dem Opus Klassik 2020 geehrt. Auch zahlreiche Werke anderer mitteldeutscher Meister wie Johann Adolf Hasse, Johann David Heinichen und Jan Dismas Zelenka hat der Chor in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Barockorchester und weiteren musikalischen Partnern wiederentdeckt, wiederaufgeführt und auf CD aufgenommen. Neben der Chorsinfonik aus Klassik und Romantik liegt ein weiterer Repertoire-Fokus auf anspruchsvollen A-cappella-Werken des 19. und 20. Jahrhunderts. Dazu zählt Musik von Johannes Brahms, Max Reger, Olivier Messiaen, Francis Poulenc, Arnold Schönberg und Herman Berlinski. Seit Jahren widmet sich der Dresdner Kammerchor intensiv der mo¬dernen und zeitgenössischen Musik: mit Uraufführungen, Erstaufführungen und eigenen Auftragswerken. Dieses Engagement vertiefen auch vielfältige Musikvermittlungs- und Nachwuchsprojekte. 2009 initiierten Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kam¬merchor die Dresdner Chorwerkstatt für Neue Musik, die 2018 zum 4. Mal stattfand. Für seine Verdienste um die zeitgenössische Chormusik wurde der Chor mit einem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgezeichnet. Der Dresdner Kammerchor gastiert in Musikzentren und bei Festivals in ganz Europa. Tourneen führten die Sänger nach Israel, Indien, Taiwan, China, Mexiko, Südamerika, Südafrika und in die USA. Zu den musikalischen Partnern gehörten bisher René Jacobs, Sir Roger Norrington, Ádám Fischer, Václav Luks, Stefan Parkman, Trevor Pinnock, Chris¬toph Prégardien, Jos van Immerseel, Herbert Blomstedt, Omer Meir Wellber, Christian Thielemann, Riccardo Chailly und Reinhard Goebel sowie die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Gewandhausorchester Leipzig, das BBC Philharmonic Orchestra, Anima Eterna Brugge, die Akademie für Alte Musik Berlin und die Bamberger Symphoniker. Regelmäßig arbeitet der Chor mit dem Wroc"naw Baroque Orchestra zusammen. Seinen Wurzeln bleibt der Dresdner Kammerchor durch eine Kooperation mit der Hochschule für Musik Dresden verbunden.Wurzeln bleibt der Dresdner Kammerchor durch eine Kooperation mit der Hochschule für Musik Dresden verbunden. zur Person
  • Maximilian Schmitt entdeckte seine Liebe zur Musik als Chorknabe bei den Regensburger Domspatzen. Ab 1999 studierte der Tenor Gesang an der Berliner Universität der Künste. 2005 und 2006 war er Mitglied im Jungen Ensemble der Bayerischen Staatsoper München und konnte noch während dieser Zeit am Salzburger Landestheater als Tamino in der Zauberflöte debütieren. Ab der Saison 2008/2009 wird Maximilian Schmitt für zwei Jahre ins Festengagement an das Staatstheater Mannheim gehen. Neben seiner Leidenschaft für die Oper gewinnt seine Tätigkeit als Konzertsänger immer größeres Gewicht. Er arbeitete u. a. der Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, dem Kammerorchester Basel, dem Symphonieorchester des Bayerischen und des Mitteldeutschen Rundfunks und dem Swedish Radio Symphony Orchestra zusammen. 2009 wird er wieder mit Helmuth Rilling und der Bachakademie auf Tour gehen und mit dem Leipziger Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly arbeiten. zur Person

Rezensionen

Der Dresdner Kammerchor,…das Wroclav Baroque Orchestra und Dirigent Jaroslav Thiel werden dem Werk Telemanns mit feinem, engagiertem Musizieren und bekannt professionellem Niveau gerecht.
Gustav Danzinger, CHOR aktuell, 09/2025


Klangkultur, Homogenität und Intensität des Ausdrucks genügen höchsten Ansprüchen.
Karsten Blüthgen, Chorzeit, 07/2025


…das Wroclaw Baroque Orchestra ist exzellent, der Klang hat viele Farben, ist beweglich, sehr durchsichtig, die Stimmführung genau koordiniert, und die Balance von Chor und Orchester stimmt.
Susanne Benda, Fono Forum, 07/2025


…ein wirkungsvolles Plädoyer für Telemanns gehaltvolle und immer auf den Punkt gebrachte Kirchenmusik.
Matthias Hengelbrock, Musik und Kirche, 07/2025


Der Der Dresdner Kammerchor gefällt hier durchweg mit schlankem Ton, Transparenz und der gerade bei Telemann nötigen Diktion. … Sopranistin Sophie Junker [brilliert] auf ganzer Linie!
Jan-Geert Wolff, Pizzicato, 04/2025

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