Gottfried August Homilius: Die Freude der Hirten über die Geburt Jesu
Festliche Weihnachtsmusik aus der Frauenkirche Dresden: In seinem Weihnachtsoratorium entwirft Homilius ein einzigartiges Stimmungsgemälde der Weihnachtsgeschichte aus Sicht der Hirten. Der differenzierte Einsatz eines großen, festlichen Orchesterapparats sowie von Chor und Solisten bestimmt den abwechslungsreichen und äußerst vielseitigen Charakter dieser lange vergessenen Weihnachtsmusik. Die auf der CD ebenfalls eingespielte Weihnachtskantate Der Himmel steht uns wieder offen von Christian August Jacobi zeigt besonders in der Behandlung der Rezitative eine einfühlsame und expressive Vertonung der Weihnachtsbotschaft von der Geburt Christi. Das Konzert wurde vom international renommierten Trompeter und Dirigenten Ludwig Güttler geleitet, einem der Initiatoren und Impulsgeber des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche.
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Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
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Vorwortverfasser*in
Uwe Wolf
| 1961Dr. Uwe Wolf ist als Musikwissenschaftler vor allem im 17. und 18. Jahrhundert zuhause. Seine Arbeitsschwerpunkte reichen von der Zeit Monteverdis und Schütz über Bach und die Generation der Bach-Söhne und -Schüler bis hin zur Wiener Klassik. Seit Oktober 2011 leitet er das Lektorat des Carus-Verlags. Zuvor war er über 20 Jahre in der Bach-Forschung tätig. zur Person
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Ensemble
Virtuosi Saxoniae
Mit den Virtuosi Saxoniae gründete Ludwig Güttler 1985 ein Kammerorchester, das ihm durch die Vielseitigkeit der instrumentalen Besetzung zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten seiner Konzertprogramme gibt. Die Virtuosi Saxoniae, bestehend aus führenden Mitgliedern der Sächsischen Staatskapelle Dresden, haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Werke der Hochblüte der europäischen Musikkultur des 18. Jahrhunderts zu pflegen, wie sie sich vornehmlich in der Kapelle, am Theater und in der Kirchenmusik Dresdens widerspiegelt. Das Ensemble spielt auf modernen Instrumenten, ist jedoch in Fragen der Aufführungspraxis historischen Kriterien angenähert. Nach intensiver Vorbereitungszeit stellte sich das Kammerorchester offiziell erstmals 1986 anlässlich der Dresdner Musikfestspiele der Öffentlichkeit vor. Seitdem haben sich die Virtuosi Saxoniae bei zahlreichen Konzerten im In- und Ausland einen hervorragenden Namen gemacht. Zahlreiche CD-Einspielungen belegen die musikalische Vielseitigkeit dieses Klangkörpers. zur Person
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Ensemble
Sächsisches Vocalensemble
Maßstabsetzende Aufführungen alter Musik, stilistische Sicherheit, Virtuosität und emotionale Tiefe zeichnen das von Matthias Jung gegründete Sächsische Vocalensemble aus. Ein besonderes Anliegen ist dabei die Aufführung unbekannter oder selten erklingender Kompositionen der Dresdner Hofmusik. Internationale Aufmerksamkeit erregte die Interpretation der Werke Johann Sebastian Bachs – die Aufnahme seiner Motetten wurde mit „Cannes Classical Award“ ausgezeichnet. Ein weiterer Schwerpunkt der musikalischen Arbeit liegt auf der Moderne. Das Ensemble gastiert regelmäßig auf renommierten Festivals, Konzerttourneen führten es nach Frankreich, Tschechien, Polen, Italien und Japan. Zahlreiche Rundfunkmitschnitte belegen die musikalische Arbeit. Darüber hinaus liegen CDs mit Werken von Schütz, Bouzignac, Telemann, Lotti, Hasse, Sarri, Feo, Mendelssohn Bartholdy, Schumann, Pepping, Eben und mitteldeutschen Weihnachtskantaten vor. zur Person
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Dirigent*in
Ludwig Güttler
Ludwig Güttler zählt als Solist auf Trompete und Corno da caccia zu den erfolgreichsten Virtuosen der Gegenwart. Durch seinen vielfältigen Wirkungskreis hat er zudem ein weltweites Renommé als Dirigent, Forscher, Veranstalter und Förderer erworben. Nach dem Studium in Leipzig folgte er 1965 als Solotrompeter dem Ruf des Händel-Festspiel-Orchesters nach Halle. Von 1969 bis 1980 war er in gleicher Position Mitglied der Dresdner Philharmonie. Lehraufträge führten ihn an das Internationale Musikseminar Weimar und als Professor an die Dresdner Musikhochschule. Er leitet Opernproduktionen und Meisterkurse und ist regelmäßig Juror bei bedeutenden Wettbewerben. Als Solist und Dirigent begeistert Ludwig Güttler im In- und Ausland. Mehr als fünfzig hochgelobte Tonträger liegen vor, auf denen er als Kammermusiker, Solist und Dirigent tätig ist. Sein besonderes Interesse gilt seit den frühen achtziger Jahren der Wiederbelebung der sächsischen Hofmusik des 18. Jahrhunderts. Güttlers Forschungen ist es zu verdanken, dass die Konzertliteratur um zahlreiche vergessene oder bisher unbekannte Werke dieser Epoche bereichert wurde. Nach Materialanalysen alter Instrumente hat Ludwig Güttler an der Neuentwicklung des Corno da caccia maßgeblich mitgewirkt. Er gründete 1976 das Leipziger Bach-Collegium, 1978 das Blechbläserensemble Ludwig Güttler sowie 1985 das Kammerorchester Virtuosi Saxoniae, deren Leiter und Solist er ist. Seit zwanzig Jahren spielen chorsinfonische Konzerte, die er leitet, und Gastdirigate eine zunehmende Rolle. Für seine vielfältigen Leistungen wurde Ludwig Güttler mehrfach geehrt. So erhielt er 1983 den Schallplattenpreis der Deutschen Phonoakademie Hamburg für die „Entdeckung des Jahres“, 1989 den Frankfurter Musikpreis für außerordentliche Leistungen in seinem Fachgebiet sowie für das nationale und internationale Musikleben. Als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche erhielt er 1997 den ersten Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung. 2000 wurde er für seine Verdienste um das Werk Johann Adolf Hasses mit dem „Claus Brendel Preis“ ausgezeichnet. Im März 2006 erhielt Ludwig Güttler für seine Verdienste rund um den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche den Deutschen Fundraising Preis. Im September 2007 wurde ihm das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch Bundespräsident Horst Köhler verliehen und im November 2007 erhielt er den britischen Ehrentitel Officer of the Order of the British Empire ehrenhalber. zur Person
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Sopran-Solo
Christiane Kohl
Die Sopranistin Christiane Kohl wurde in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Abitur studierte sie am Mozarteum in Salzburg und schloss ihr Studium 2003 mit Auszeichnung ab. Sie ist Preisträgerin verschiedener internationaler Wettbewerbe und gab ihr Bühnendebut 2001 bei den Salzburger Festspielen. 2002 wurde die Sopranistin festes Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich und ist dort in vielen verschiedenen Partien von Mozart über Puccini bis zu Schostakowitsch zu hören. Eine rege Konzerttätigkeit führte die junge Sängerin unter anderem an die Alte Oper Frankfurt, das KKL Luzern und die Berliner Philharmonie. zur Person
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Alt-Solo
Annette Markert
Die aus Thüringen stammende Annette Markert studierte an der Musikhochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig, war an den Opern Halle und Leipzig engagiert und ist seit 1996 freischaffende Opern- und Konzertsängerin. Die Mezzosopranistin arbeitete mit den New York Philharmonic und dem Gewandhausorchester Leipzig unter Kurt Masur, mit den Wiener Philharmonikern unter Philippe Herreweghe und der Internationalen Bachakademie Stuttgart unter Helmuth Rilling. Regelmäßig gastiert sie beim Dresdner Kreuzchor und Thomanerchor Leipzig. Für ihre Partien in Händel-Opern wurde sie mit dem Händel-Preis der Stadt Halle ausgezeichnet. CD-Produktionen, u. a. mit Ton Koopman und Ludwig Güttler, runden ihre Tätigkeit ab. zur Person
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Tenor-Solo
Marcus Ullmann
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Bass-Solo
Tobias Berndt
Tobias Berndt begann seine musikalische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor. Er studierte bei Hermann Christian Polster in Leipzig und setzte seine Ausbildung bei Rudolf Piernay in Mannheim fort. Zu seinen Lehrern gehören außerdem Dietrich Fischer-Dieskau und Thomas Quasthoff. Er war Preisträger zahlreicher renommierter Gesangswettbewerbe, u. a. gewann er den internationalen Wettbewerb Das Lied in Berlin, den internationalen Brahms-Wettbewerb und den Cantilena Gesangswettbewerb. Als Opern- und Konzertsänger hat sich Tobias Berndt weit über die Landesgrenzen hinaus etabliert. Er arbeitete mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Helmuth Rilling, Frieder Bernius, Teodor Currentzis, Marcus Creed, Hans-Christoph Rademann, Andrea Marcon, Marek Janowski und Sir Roger Norrington zusammen und war in der Berliner Philharmonie, der Tonhalle in Zürich, dem Concertgebouw Amsterdam, im Leipziger Gewandhaus, der Tschaikowsky Concert Hall in Moskau, dem Teatro Colon in Buenos Aires und im Lincoln Center New York zu erleben. Er gastierte bei bedeutenden Festivals wie dem Prager Frühling, dem Rheingau Musik Festival, den Händel-Festspielen in Göttingen und Halle, dem Bachfest Leipzig, dem Oregon Bachfestival und dem International Music Festival in Peking. Eine umfangreiche Diskografie dokumentiert seine vielseitige künstlerische Tätigkeit. zur Person
Rezensionen
[...] Das ist Barock, wie man ihn heute hören möchte!
Andrea Braun
Musik und Kirche, Nov./Dez. 2008
[...] This disc adds something interesting to the Baroque repertoire on records.
J.F. Weber
Fanfare, March/April 2009