Gottfried August Homilius: Johannespassion - Noten | Carus-Verlag

Gottfried August Homilius Johannespassion

Der Fromme stirbt HoWV I.4

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Die oratorischen Passionen von Homilius gehören zu den letzten Kompositionen dieser Art aus dem 18. Jahrhundert. Die Rolle des Chores ist in den oratorischen Passionen weitgehend auf die Choräle und Volkschöre beschränkt; lediglich die Schlüsse der Passionen bieten Gelegenheit für größer angelegte Chorsätze. In der Johannespassion greift der Schlusschor die herausragende Bedeutung der Kreuzigung im Johannes-Evangelium als Erhöhung auf.
Die freien Bestandteile der Komposition bedienen sich der üblichen Formen: es überwiegen die Da-capo-Arien.

 

 


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  • Choral "Mitten wir im Leben sind"
  • Aria "Nun kömmt die Stunde meiner Leiden"
  • Choral "Christe, aller Welt Trost"
  • Aria "Wer kann den Rat der Liebe Fassen?"
  • Aria "Dein Wort ist Geist und Kraft und Segen"
  • Aria "Vor dir, dem Vater"
  • Choral "Gloria sei dir gesungen"
  • Arioso "Den Mörder, Barrabam"
  • Aria "Herr, mach dich auf"
  • Choral "Unter deinen Schirmen"
  • Choral "Weg, Welt, mit deinen Freuden"
  • Aria "Ich zage, Herr"
  • Aria "Ich bin der Allmächtge"
  • Aria "Der Sohn soll sterben"
  • Choral "Selig sind, die aus Erbarmen"
  • Duetto "Wir weinen dir und deiner Tugend"
  • Choral "Schreibe deine blutgen Wunden"
  • Aria "Wenn, Heiland, die dich schmähn"
  • Coro "O Gottes Lamm"
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  • Part 1 1. Chorale

    The pious man of righteousness now dies,
    the sinner who breaks God’s law survives,
    man brings death about, yet evades it;
    God is put in chains.

    2. Recitativo (Evangelist)

    When Jesus had spoken these words, he went forth with his disciples over the brook Cedron, where was a garden, into the which he entered, and his disciples. And Judas also, which betrayed him, knew the place: for Jesus ofttimes resorted thither with his disciples. Judas then, having received a band of men and officers from the chief priests and Pharisees, cometh thither with lanterns and torches and weapons.
    John 18:1–3

    3. Chorale

    In the midst of life are we surrounded by death.
    Whom can we seek to help us find grace?

    ...

  • Teil 1 1. Choral

    Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt,
    der Böse lebt, der wider Gott misshandelt,
    der Mensch verwirkt den Tod, und ist entgangen,
    Gott wird gefangen.

    2. Recitativo (Evangelist)

    Da Jesus solches geredet hatte, ging er hinaus mit seinen Jüngern über den Bach Kidron, da war ein Garten, darin ging Jesus und seine Jünger. Judas aber, der ihn verriet, wusste den Ort auch, denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern. Da nun Judas zu sich hatte genommen die Schar und der Hohenpriester und Pharisäer Diener, kömmt er dahin mit Fackeln, Lampen und mit Waffen. Joh 18,1–3

    3. Choral

    Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen.
    Wen suchen wir, der Hilfe tut, dass wir Gnad erlangen?
    Das bist du, Herr, alleine.

    ...

  • Avant-propos de l'édition Carus 83.261

    Uwe Wolf
    Traduction (abregée) : Sylvie Coquillat

    Fils de pasteur, Gottfried August Homilius naît le 2 février 1714 à Rosenthal (Saxe). Il accomplit sa scolarité à l’école Sainte-Anne de Dresde où, bien qu’encore élève, il est déjà chargé de tenir quelquefois l’orgue. En mai 1735, Homilius est immatriculé comme étudiant en droit à l’Université de Leipzig. Etudiant, Homilius travaille également comme musicien à Leipzig et remplace manifestement de temps à autre Johann Schneider, organiste de l’église Saint-Nicolas. Il prend part aux exécutions des œuvres vocales de Johann Sebastian Bach. Selon Johann Adam Hiller, il appartient à Leipzig au cercle direct des élèves de Bach. En 1742, Homilius endosse la fonction d’organiste de la nouvelle église Notre-Dame de Dresde et en 1755 enfin, Homilius succède à Theodor Christlieb Reinhold au poste de cantor de la Sainte-Croix et directeur de la musique des principales églises de Dresde, une fonction qu’il conserve jusqu’à sa mort, le 2 juin 1785.

    Les compositions d’Homilius étaient très appréciées et très diffusées à leur époque. Quelques années après la mort d’Homilius (1790), le lexicographe Ernst

    ...

  • Text form the CD Carus 83.261

    Uwe Wolf
    Translation (abridged): Peter Palmer

    The son of a clergyman, Gottfried August Homilius was born in Rosenthal (Saxony) on 2 February 1714. His schooling was chiefly at the Annen-Schule in Dresden, where he occasionally performed the duties of organist while still a pupil. In May 1735 Homilius matriculated as a law student at the University of Leipzig. He was again active as a musician while in Leipzig and evidently deputized on occasion for Johann Schneider, the organist of the Nikolaikirche. In the process he also took part in the performance of J. S. Bach’s vocal works. According to Johann Adam Hiller, he belonged to Bach’s direct circle of pupils in Leipzig. In 1742 Homilius took up the position of organist at the new Dresden Frauenkirche. In 1755, finally, he succeeded Theodor Christlieb Reinhold as Kreuzkantor and music director of the main Dresden churches – a position he occupied until his death on 2 June 1785.

    In their time the compositions of Homilius were very popular and widely disseminated. A few years after Homilius’s death (1790), the lexicographer Ernst Ludwig Gerber even pronounced the judgement: “He was, without argument, our greatest church composer.” Homilius’s vocal works

    ...

  • Booklet-Text der CD Carus 83.261

    Uwe Wolf

    Gottfried August Homilius wurde am 2. Februar 1714 in Rosenthal (Sachsen) als Sohn eines Pfarrers geboren und erhielt seine Schulausbildung überwiegend an der Annen-Schule in Dresden, wo er bereits als Schüler zeitweilig den Organistendienst übernahm. Im Mai 1735 wurde Homilius als Jura-Student an der Universität Leipzig immatrikuliert. Auch als Student war Homilius musikalisch aktiv und vertrat offenbar zeitweilig den Nikolai-Organisten Johann Schneider. Dabei wirkte er auch an den Aufführungen der Vokalwerke Johann Sebastian Bachs mit. Laut Johann Adam Hiller zählte er in Leipzig zum direkten Schülerkreis Bachs.

    1742 konnte Homilius das Amt des Organisten an der neuen Dresdner Frauenkirche übernehmen. In dieser Funktion erwarb er sich den Ruf eines hervorragenden Organisten; es wird berichtet, dass Musikliebhaber die Vespern in der Frauenkirche besuchten, allein um sein Spiel zu hören. 1755 trat Homilius schließlich die Nachfolge Theodor Christlieb Reinholds als Kreuzkantor und Musikdirektor der Dresdner Hauptkirchen an, ein Amt, das er bis zu seinem Tod am 2. Juni 1785 innehatte. Hauptwirkungsstätte war für den Kreuzkantor Homilius jedoch nicht die Kreuz-, sondern die Frauenkirche, da die

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Partitur (Werkausgabe), Erstausgabe Carus 37.103/00, ISBN 978-3-89948-325-3, ISMN 979-0-007-09095-1 184 Seiten, DIN A4, kartoniert
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Chorpartitur Carus 37.103/05, ISMN 979-0-007-12743-5 20 Seiten, DIN A4, ohne Umschlag Mindestbestellmenge: 20 Exemplare
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    5 x Einzelstimme, Violine 2, leihweise (37.103/12)
     
    4 x Einzelstimme, Viola, leihweise (37.103/13)
     
    4 x Einzelstimme, Violoncello / Kontrabass, leihweise (37.103/14)
     
    1 x Einzelstimme, Orgel, leihweise (37.103/49)
     
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    5 x Einzelstimme digital, PDF-Datei, Violine 2, leihweise (37.103/12-010-000)
     
    4 x Einzelstimme digital, PDF-Datei, Viola, leihweise (37.103/13-010-000)
     
    4 x Einzelstimme digital, PDF-Datei, Violoncello / Kontrabass, leihweise (37.103/14-010-000)
     
    1 x Einzelstimme digital, PDF-Datei, Orgel, leihweise (37.103/49-010-000)
     
  • Gottfried August Homilius wurde am 2. Februar 1714 in Rosenthal (Sachsen) als Sohn eines Pastors geboren. Im Mai 1735 wurde er als Jura-Student an der Universität Leipzig immatrikuliert. Die durch Johann Adam Hiller bezeugte Schülerschaft bei Johann Sebastian Bach dürfte in diese Zeit fallen. Außer zu Bach bestand Kontakt zu dem Bachschüler und Nicolai-Organisten Johann Schneider, dessen Aufgaben Homilius vertretungsweise übernahm. Nach einer erfolglosen Bewerbung auf eine Organistenstelle in Bautzen erhielt Homilius 1742 eine Anstellung als Organist an der Dresdner Frauenkirche. 1755 trat er schließlich die Nachfolge Theodor Christlieb Reinholds als Kreuzkantor und Musikdirektor der drei Dresdner Hauptkirchen an, ein Amt, das er bis zu seinem Tod am 2. Juni 1785 inne hatte. zur Person
  • Dr. Uwe Wolf ist als Musikwissenschaftler vor allem im 17. und 18. Jahrhundert zuhause. Seine Arbeitsschwerpunkte reichen von der Zeit Monteverdis und Schütz über Bach und die Generation der Bach-Söhne und -Schüler bis hin zur Wiener Klassik. Seit Oktober 2011 leitet er das Lektorat des Carus-Verlags. Zuvor war er über 20 Jahre in der Bach-Forschung tätig. zur Person

Rezensionen

Die Verbindung von traditioneller Form und empfindsamer, frühklassischer Musik verleiht der Johannespassion des Bach-Schülers ihren besonderen Wert - hier erfährt das Passionsgeschehen musikalisch wie textlich ein neues, außergewöhnliches Gepräge. Die Rolle des Chores ist weitgehend auf die Choräle und Volkschöre beschränkt, lediglich der Schlusschor ist als großer Chor-/Orchestersatz ausgeführt. Gerade bei letzterem zeigt Homilius, warum er besonders als Chorkomponist gerühmt wurde.
Singende Kirche, 54. Jahrgang, Heft 2 2007

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