Die Weihnachtsgeschichte op. 10 von Hugo Distler ist in ihrer berührenden Zartheit eine der schönsten Versuchungen für jedes a cappella-Ensemble in der Advents- und Weihnachtszeit.
In der Besetzung für vierstimmigen Chor, aus dem heraus alle Soli (Evangelist, Maria, Elisabeth, Herodes, Simeon) gut bedient werden können, ist sie der Beweis dafür, dass die Weihnachtsbotschaft mit dem gleichen, unverzuckert sublimen Leuchten klingen kann wie bei den Alten Meistern. Die das Werk durchziehenden sieben Variationen über „Es ist ein Ros entsprungen“ sind mehr als das Gerüst der Geschichte – sie sind auch ganz für sich musizierbar und verdoppeln die Eignung und Nutzbarkeit des Werkes.
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Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Hugo Distler
| 1908-1942
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Herausgeber*in
Klaus-Martin Bresgott
| 1967Klaus-Martin Bresgott wurde 1967 in Greifswald geboren. Er studierte anfänglich evangelische Theologie, später Germanistik und Kunstgeschichte (M.A.), parallel Chorleitung. Engagements als Ensemblesänger führten ihn an die namhaftesten Konzertorte Europas unter René Jacobs, Marcus Creed, Daniel Reuss, Hans-Christoph Rademann und Fabio Luisi in der Regie von Sasha Waltz, Luc Perceval, Barrie Kosky und anderen. Sein Augenmerk liegt auf der Ensemblearbeit im epochen- und fächerübergreifenden Kontext. Dabei arbeitet er regelmäßig mit Komponisten und Dichtern unserer Zeit wie Thomas Jennefelt und Frank Schwemmer sowie Christa Wolf (†) und Christian Lehnert zusammen. Neben kunstwissenschaftlichen Arbeiten, wie zu Ernst Barlach und zum Sakralbau der klassischen Moderne, hat er Chorbücher herausgegeben – u. a. Frau Musica spricht. Chorbuch Reformation (2011), Chorbuch Leonhard Lechner (2014, Carus 4.022), Vier Weihnachtsmotetten (2015, Carus 7.389) und Die Weihnachtsgeschichte op. 10 (2015, Carus 10.011) von Hugo Distler, zuletzt Lieb, Leid und Zeit und Ewigkeit. Ein Liederbuch für alle Tage (2020). Für die Gesamtaufnahme der Geistlichen Chormusik op. 12 von Hugo Distler wurde er 2008 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, für Samuel Scheidt: Cantiones Sacrae 2019 mit dem französischen Choc de Classica ausgezeichnet. zur Person
Rezensionen
Für ambitionierte Chöre ein lohnendes, anspruchsvolles Weihnachtsprogramm, das sich in klanglicher Hinsicht von vielen „verzuckerten” Weihnachtsprogrammen weit entfernt.
Manuel Braun, Kirchenmusik im Bistum Limburg, 2/2017
Sehr interessant ist das ausführliche Vorwort des Herausgebers mit Informationen zur Entstehung, Werkanalyse und aufführungspraktischen Hinweisen... Das Werk ist eine lohnende Herausforderung für ambitionierte Vokalensembles.
Singende Kirche 04/2015
Die Weihnachtsgeschichte op. 10 war schon zu Lebzeiten Distlers äußerst beliebt und hält sich bis heute im Repertoire ambitionierter Kammerchöre.
Chorzeit 11/2015