Hugo Distler: Die Weihnachtsgeschichte - App / Übehilfe | Carus-Verlag

Hugo Distler Die Weihnachtsgeschichte

op. 10, 1933

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Die Weihnachtsgeschichte op. 10 von Hugo Distler ist in ihrer berührenden Zartheit eine der schönsten Versuchungen für jedes a cappella Ensemble in der Advents- und Weihnachtszeit. Alle Soli können gut aus dem Chor bedient werden. Besonders Einleitungs- und Schlusschor, deren Eigenständigkeit Distler betonte und ihre solitäre Aufführung befürwortete, bergen einige Herausforderungen: Tempo und Taktart sind dem Text untergeordnet und wechseln daher häufig und fließend; die Harmonik schwebt von einer Wolke zur nächsten, so dass vor allem die Einsatztöne gut im Ohr sein müssen, um sicher zu landen. Die Stimmen sind häufig in Quarten und Quinten geführt – das ist zum einen ungewohnt und zum anderen unerbittlich, wenn die Intonation nicht perfekt ist.


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Es musizieren: Ulrike Barth (Sopran), Laurence Servaes (Sopran), Katharina Padrok (Alt), Thomas Volle (Tenor), Sebastian Myrus (Bass), Stefan Drexlmeier (Bass) – Klaus-Martin Bresgott

Kennenlernen
Anhören (18)
  • Einleitungschor: Das Volk, so im Finstern wandelt
  • Choral – Strophe 1: Es ist ein Ros entsprungen
  • Verkündigung
  • Choral – Strophe 2: Das Röslein, das ich meine
  • Marias Besuch bei Elisabeth
  • Magnificat/Choral – Strophe 3: Meine Seele erhebt/Wir bitten dich
  • Christi Geburt
  • Choral – Strophe 4: Das Blümelein, so kleine
  • Die Hirten und die Menge der himmlischen Heerscharen
  • Chor der Hirten
  • Choral – Strophe 5: Die Hirten zu der Stunde
  • Herodes und die Weisen I
  • Herodes und die Hohenpriester
  • Herodes und die Weisen II
  • Choral – Strophe 6: Lob, Ehr sei Gott, dem Vater
  • Jesus im Tempel bei Simeon
  • Choral – Strophe 7: So singen wir all Amen
  • Finale – Einleitungschor (Fassung 1937)
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  • I. Introduction (Choir) The people that walked in darkness have seen a great light: they that dwell in the land of the shadow of death, upon them hath the light shined. For unto us a child is born, unto us a son is given: and the government shall be upon his shoulder: and his name shall be called Wonderful, Counsellor, The mighty God, The everlasting Father, The Prince of Peace. Of the increase of his government and peace there shall be no end … from henceforth even for ever.
    Isaiah 9:1,5-6

    II. The Christmas Story Choral – Verse 1 Behold! a Rose is growing,
    of loveliest form and grace,
    as prophets sang, foreknowing;
    it springs from Jesse’s race,
    and comes a perfect flower,
    in midst of coldest winter,
    at deepest midnight hour. Trier 1587/88 Translation: Harriet Reynolds Spaeth (1845–1925)

    Annunciation

    ...

  • I. Einleitungschor Das Volk, so im Finstern wandelt, siehet ein groß’ Licht, und über die, die da wohnen im finstern Lande, scheinet es helle. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, welches Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunderbar, Rat, Held, Kraft, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende … von nun an bis in Ewigkeit.
    Jesaja 9,1.5–6

    II. Die Weihnachtsgeschichte Choral – Strophe 1 Es ist ein Ros entsprungen
    aus einer Wurzel zart.
    Als uns die Alten sungen,
    von Jesse kam die Art.
    Und hat ein Blümlein bracht
    mitten im kalten Winter,
    wohl zu der halben Nacht. Trier 1587/88

    Verkündigung

    ...

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  • Das Athesinus Consort Berlin, benannt nach dem Komponisten Leonhard Lechner Athesinus (um 1553–1606), wurde 1992 von Klaus-Martin Bresgott gegründet. Er ist seither Leiter des Ensembles. In der Grundbesetzung als Doppelquartett und in der Erweiterung als Kammerchor mit solistischer Präsenz erarbeitet das Athesinus Consort Berlin sowohl die A-cappella- und continuounterlegte Literatur der Spätrenaissance und des Barock als auch Werke der Moderne und der Gegenwart, wodurch es regelmäßig zu Uraufführungen kommt. Die Mitglieder, erfahrene KonzertsängerInnen, die auch im Collegium Vocale Gent, im Chor des Bayrischen Rundfunks, dem SWR Vokalensemble und dem RIAS-Kammerchor sowie auf der Bühne des Deutschen Theaters Berlin, bei Sasha Waltz & Guests und anderen tätig sind, eint die Lust am auslotenden Sprachbild und den beziehungsreich agierenden Künsten. Alle Mitglieder des Ensembles gehen neben den verschiedenen Verpflichtungen in größeren Ensembles auch solistische Wege. Dabei weitet sich das Spektrum von den Oratorien Johann Sebastian Bachs bis zur experimentellen Musik des 21. Jahrhunderts. Jüngste Erfolge des Ensembles waren unter anderem 2011 die Uraufführung des Musiktheaters Paulus. Das ängstliche Harren der Kreatur von Thomas Jennefelt, 2012 die Uraufführung des Tryptichons Du bist mein Schlaf von Frank Schwemmer, 2013 die Uraufführung der Drei Gedichte nach Rainer Maria Rilke von Jonathan Brell (*1987) sowie 2014 die Uraufführung von Turbulent Days – fünf Spruchmotetten nach Martin Luther King und Martin Luther für 8-12-stimmiges Vokalensemble, Saxophon und Schlagwerk von Frank Schwemmer und Anyone can let you down – no one will let you down von Thomas Jennefelt. Neben gezielten kompositorischen Schwerpunkten verschreibt sich das Athesinus Consort Berlin ausgesuchten Themenkreisen, in denen die Texte konstituierendes Moment sind. Ein Schwerpunkt sind die unzähligen vergessenen Strophen aus dem Wunderhorn des deutschen Liedgutes. Klassisch gelehrte Konzertprinzipien treten dabei in den Hintergrund und geben einer individuell bewegten Form den Vorzug. Beispielhaft steht hier die Zusammenarbeit mit Liedermachern, Jazz- Musikern, Trommlern und Percussionisten sowie Tänzern und Pantomimen. Seit 2010 veröffentlicht das Athesinus Consort Berlin regelmäßig CDs – unter anderem O Heiland, reiß die Himmel auf – vergessene Strophen der Weihnacht (2010), Signale (2011) mit Werken von Michael Praetorius, Heinrich Kaminski und Thomas Jennefelt, Boten (2012) mit Werken von Johann Adam Hiller, Max Bruch, Johannes Brahms und anderen, Leonhard Lechner: Mein süße Freud auf Erden. Sacred Choral Music (2013, Carus 83.384; eine Hommage des Ensembles an seinen Namensgeber, die auch komplett als Notenausgabe Carus 4.022 vorliegt) und Frank Schwemmer: Perlmuttfalter. Contemporary Choral Music (2014, Carus 83.464). zur Person
  • Klaus-Martin Bresgott wurde 1967 in Greifswald geboren. Er studierte anfänglich evangelische Theologie, später Germanistik und Kunstgeschichte (M.A.), parallel Chorleitung. Engagements als Ensemblesänger führten ihn an die namhaftesten Konzertorte Europas unter René Jacobs, Marcus Creed, Daniel Reuss, Hans-Christoph Rademann und Fabio Luisi in der Regie von Sasha Waltz, Luc Perceval, Barrie Kosky und anderen. Sein Augenmerk liegt auf der Ensemblearbeit im epochen- und fächerübergreifenden Kontext. Dabei arbeitet er regelmäßig mit Komponisten und Dichtern unserer Zeit wie Thomas Jennefelt und Frank Schwemmer sowie Christa Wolf (†) und Christian Lehnert zusammen. Neben kunstwissenschaftlichen Arbeiten, wie zu Ernst Barlach und zum Sakralbau der klassischen Moderne, hat er Chorbücher herausgegeben – u. a. Frau Musica spricht. Chorbuch Reformation (2011), Chorbuch Leonhard Lechner (2014, Carus 4.022), Vier Weihnachtsmotetten (2015, Carus 7.389) und Die Weihnachtsgeschichte op. 10 (2015, Carus 10.011) von Hugo Distler, zuletzt Lieb, Leid und Zeit und Ewigkeit. Ein Liederbuch für alle Tage (2020). Für die Gesamtaufnahme der Geistlichen Chormusik op. 12 von Hugo Distler wurde er 2008 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, für Samuel Scheidt: Cantiones Sacrae 2019 mit dem französischen Choc de Classica ausgezeichnet. zur Person

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