Unter den gut 20 großen Messen von Jan Dismas Zelenka kommt der Missa Sancti Josephi eine Schlüsselstellung zu. In der vermutlich 1732 für ein Heiligenfest (deshalb ohne Credo) komponierten Messe greift der Komponist zum ersten Mal den Opernstil von Johann Adolf Hasse auf, der 1731 in Dresden seine Oper Cleofide uraufgeführt hatte. Zelenkas unverwechselbare Individualität schafft ein gänzlich eigenständiges Werk von hohen technischen Ansprüchen, das in vielen Details auf die bedeutenden Messen des Spätwerks vorausweist. Einzige Quelle der hier erstmals im Druck vorgelegten Messe ist das stark beschädigte Partiturautograph der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden. Für die Carus Ausgabe konnte der erfahrene Zelenka-Forscher Wolfgang Horn die Fehlstellen verlässlich rekonstruieren.
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Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Jan Dismas Zelenka
| 1679-1745Der Böhme Jan Dismas Zelenka schuf als Kontrabassist und Kirchenkomponist am kursächsischen Hof Augusts des Starken und seines Sohnes Friedrich August II. in den Jahren nach 1721 gemeinsam mit dem Kapellmeister Johann David Heinichen ein umfangreiches Repertoire an katholischer Kirchenmusik. Zusammen mit den seit 1731 in dichter Folge entstandenen Dresdner Opern von Johann Adolf Hasse begründete dies den Ruf der sächsischen Residenz als eines der wichtigsten Musikzentren des Spätbarock. zur Person
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Herausgeber*in
Wolfgang Horn
| 1956-2019
Rezensionen
... Nimmt man sich des Werkes an, werden Ausführende wie Zuhörer reich belohnt!
Württembergische Blätter für Kirchenmusik 3/2019
... Ein reizvolles und anspruchsvolles Werk, das es zu entdecken gilt.
Andreas Peterl, singende kirche, 1/2019
... Der Chorsatz ist spritzig und ungemein originell in den ausladenden Chorfugen, etwa bei „Cum Sancto Spiritu“ am Ende des Gloria.
Kirchenmusikalische Mitteilungen der Erzdiözese Freiburg, Mai 2019