Jan Dismas Zelenka: Missa votiva - CDs, Choir Coaches, Medien | Carus-Verlag

Jan Dismas Zelenka Missa votiva

ZWV 18, 1739

Bewertung lesen und schreiben
Zelenkas Messvertonungen der Jahre 1739 bis 1741 entstanden ohne offizielle Kompositionsaufträge und stellen autonome Kunstwerke dar, die nicht mehr an liturgische Beschränkungen gebunden sind. In dieser Zeit entstand die umfangreiche Missa votiva ZWV 18 als Erfüllung eines Gelübdes, nachdem der Komponist von einer ernsthaften Erkrankung genesen war. Nach dem großen Erfolg seiner Einspielung der Missa Dei Patris setzt Frieder Bernius mit der vorliegenden Einspielung sein Engagement für die Musik von Jan Dismas Zelenka mit dem Kammerchor und dem Barockorchester Stuttgart und international herausragenden Solisten fort.


Ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik

Ausgezeichnet mit dem Diapason d'Or
Kennenlernen
Anhören (20)
  • Kyrie I (Coro)
  • Christe eleison (Solo S)
  • Kyrie II (Coro)
  • Kyrie III (Coro)
  • Gloria (Soli e Coro SATB)
  • Gratias agimus tibi (Soli e Coro SATB)
  • Qui tollis (Solo S)
  • Qui sedes (Coro)
  • Quoniam to solus sanctus (Solo B)
  • Cum Sancto Spiritu I (Coro)
  • Cum Sancto Spiritu II (Coro)
  • Credo (Coro)
  • Et incarnatus est (Solo A)
  • Crucifixus (Coro)
  • Et resurrexit (Soli e Coro SATB)
  • Sanctus (Coro)
  • Benedictus (Solo S)
  • Osanna in excelsis (Coro)
  • Agnus Dei (Soli e Coro SATB)
  • Dona nobis pacem (Coro)
mehr
Kaufen
Compact Disc Carus 83.223/00, EAN 4009350832237 CD, Digipac
in Audio-Portalen (Streaming) verfügbar
 
 
  • Der Böhme Jan Dismas Zelenka schuf als Kontrabassist und Kirchenkomponist am kursächsischen Hof Augusts des Starken und seines Sohnes Friedrich August II. in den Jahren nach 1721 gemeinsam mit dem Kapellmeister Johann David Heinichen ein umfangreiches Repertoire an katholischer Kirchenmusik. Zusammen mit den seit 1731 in dichter Folge entstandenen Dresdner Opern von Johann Adolf Hasse begründete dies den Ruf der sächsischen Residenz als eines der wichtigsten Musikzentren des Spätbarock. zur Person
  • Das Barockorchester Stuttgart, 1985 von Bernius gegründet, ist ein auf die Musik des achtzehnten Jahrhunderts spezialisiertes Ensemble. Die Musiker gehören zu den führenden Vertretern der historischen Aufführungspraxis und musizieren ausschließlich auf Originalinstrumenten. Das Ensemble widmet sich in besonderem Maße der Wiederauführung von Opern des 18. Jahrhunderts. Es war zu Gast bei zahlreichen internationalen Festivals, u.a. in Rom, Salzburg, Dresden und Göttingen. zur Person
  • Die Arbeit von Frieder Bernius findet weltweit große Anerkennung. Als Dirigent wie als Lehrer ist er international gefragt. Seine künstlerischen Partner sind vor allem der Kammerchor Stuttgart, das Barockorchester Stuttgart, die Hofkapelle Stuttgart und die Klassische Philharmonie Stuttgart. Den Grundstein für seine außergewöhnliche Karriere legte 1968 die Gründung des Kammerchors Stuttgart, den er bald zu einem der führenden Ensembles seiner Art machte. Ob Vokalwerke von Monteverdi, Bach, Händel, Mozart, Beethoven, Fauré und Ligeti, Schauspielmusiken von Mendelssohn oder Sinfonien von Haydn, Burgmüller und Schubert – stets zielt die Arbeit von Frieder Bernius auf einen am Originalklangideal orientierten, zugleich unverwechselbar persönlichen Ton. Wiederentdeckungen von Opern des 18. Jahrhunderts widmet er sich ebenso wie Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen. Ein besonderes Interesse gilt der südwestdeutschen Musikgeschichte. Frieder Bernius’ Arbeit ist im Label Carus vielfach auf Schallplatte und CD dokumentiert. Viele Einspielungen wurden mit internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet. Im Rahmen des Deutschen Chorfests in Stuttgart wurde Frieder Bernius vom Carus-Verlag für seine Gesamteinspielung der geistlichen Vokalmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy mit einer Goldenen CD ausgezeichnet. zur Person
  • Daniel Taylor ist weltweit einer der meist gefragten Countertenöre. Er konzertiert mit zahlreichen internationalen Ensembles und Symphonieorchestern. Als Liedsänger war er im Konzerthaus Wien, bei der Frick Collection New York, in der Forbidden Concert Hall Beijing, beim Lufthansa Barock Festival und in der Wigmore Hall London zu hören. Er wirkte in Jeremy Podeswas preisgekröntem Film Five Senses mit. Als Opernsänger war er bereits in Glyndebourne (Händels Theodora), an der Metropolitan Opera New York (Händels Giulio Cesare), an der Bayerischen Staatsoper (Händels Rinaldo), in Edinburgh (Glucks Orfeo), an der Welsh National Opera (Händels Jephtha) und an der Canadian Opera (Händels Tolomeo) zu erleben. Daniel Taylor studierte zunächst Literatur, Musik und Philosophie und legte anschließend sein Examen an der University of Montreal in den Fächern Musik und Reli - gionswissenschaften ab. Daniel Taylor ist Professor am Conservatoire de musique in Montreal. zur Person
  • Johannes Kaleschke wurde 1977 in Speyer am Rhein geboren. Er studierte an den Staatlichen Hochschulen für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und Mannheim Gesang. Gerade im oratorischen Bereich ist sein Gesangsrepertoire mittlerweile sehr breit gefächert, es reicht vom Frühbarock über die Passionen Johann Sebastian Bachs, die Oratorien Georg Friedrich Händels, Mendelssohns und Haydns bis hin zu Mauricio Kagels Sankt-Bach-Passion. Erste Liederabende und Operetten- sowie Opernproduktionen spiegeln seine Vielseitigkeit wider. zur Person
  • Thomas E. Bauer war Mitglied der Regensburger Domspatzen und zählt heute zu den gefragtesten Sängern seines Fachs. Wichtige Aufführungen zeitgenössischer Musik prägen sein künstlerisches Profil. Er wirkte bei Uraufführungen von Nono, Killmayer und Rihm mit und wurde 2003 für seine herausragenden Leistungen auf diesem Gebiet mit dem Schneider-Schott Musikpreis ausgezeichnet. Als Opernsänger umfasst sein Repertoire u. a. die großen Titelpartien in Monteverdis Orfeo, Rossinis Il barbiere di Siviglia, Bergs Wozzeck. Seine große Leidenschaft gilt aber dem Liedgesang. Regelmäßig gibt er Liederabende in Japan (Aoyama Music Award) und mit dem Hammerflügel-Spezialisten Jos van Immerseel in Paris, Brügge und Brüssel. zur Person

Rezensionen

[...] Animierend.
(DIE ZEIT, Zeit-Mitarbeiter empfehlen ..., 9. Dezember 2010)

The Missa votiva is a late work, composed in 1739 [...] There's old-fashioned counterpoint, sometimes severe, and contemporary galanterie, sometimes jolly. [...] Joanne Lunn shines in all three of her solos and Thomas E. Bauer is splendidly bluff in ‚Quoniam tu solus sanctus’. Daniel Taylor is hypnotically beautiful in ‚Et incarnatus’, the strings' paired quavers reminiscent of a Lullian sommeil scene. Bernius and his Stuttgart forces make a strong case for this quirky piece. [...]
(gramophone, November 2010)

The Stuttgart Chamber Choir is one of the best in the world, and that again shows in this recording. [...] Zelenka's music never disappoints, and I don't hesitate to label this mass a masterpiece. The performance displays this work in its full glory. Of all recordings of Zelenka's music this disc is one of the best.
(MusicWeb international, Recording of the month, Oktober 2010)

[...] This is an outstanding performance of an intriguing Mass by an imaginative composer.
(David Vickers, Gramophone, Awards Issue, Oct. 2010)

[...] Die Aufnahme besticht durch tänzerischen Schwung und strahlende Klangpracht, inniger Ausdruck blüht auf aus konzentrierter Ruhe. Die Dynamik ist fein gestaffelt, die Artikulation konsequent. Virtuos bewegliche Chorstimmen, elastisch federnde Streicherpassagen und dazu betörende Bläserfarben tragen zu dieser überaus beredten Interpretation bei. [...]
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.08.2010)

[...] Ein ungemein frisches, energiegeladenes, stets vorantreibendes Werk, das hier mustergültig interpretiert wird.
(Die Rheinpfalz, 22. Mai 2010)

[...] Neben dem glasklar und spritzig intonierenden Barockorchester Stuttgart bewegt sich der Bass eindrucksvoll sicher und klangvoll durch die Koloraturen dieses Bravourstücks. Der Dirigent Frieder Bernius sorgt in der gesamten Messe für zünftige Tempi und scharfe Akzente und betont so die in der Komposition bereits angelegte dramatische Grundhaltung. Die greifen auch die Solisten gerne auf [...]
(Jan Ritterstaedt, WDR 3 TonArt, 29. Juni 2010)

[...] Equipe à l'unisson, soprano supérieurement gracieuse (et sans mièvrerie s'il vous plaît), choeur et orchestre somptueux. La belle vie!
(Gaetan Naulleau, Diaposon, septembre 2010)

[...] No question: This recording has „best choral disc of 2010“ written all over it. Don't miss.
(www.classicstoday.com, 8.6.2010)

[...] There is [...] something special about any Zelenka recording that involves Frieder Bernius - perhaps he shares my passion for the music? Most impressive of many pleasures was the voice of Joanne Lunn: here is a full-blooded soprano voice that can both project the melismas, add tasteful ornaments, and warm individual notes where appropriate. She is not alone, though - the other soloists, the wonderfully disciplined choir and the fabulous orchestra combine to bring life to another fine mass by Zelenka that deserves to he better known.
(Early Music Review, August 2010)

Bewertungen auf unserer Website können nur von Kund*innen mit registriertem Nutzerkonto abgegeben werden. Eine Überprüfung, ob die bewerteten Produkte tatsächlich erworben wurden, findet nicht statt.

Es liegen keine Bewertungen zu diesem Artikel vor.

Häufige Fragen zum Werk

Stift-Symbol An dieser Stelle gibt es noch gar keine Fragen und Antworten zum Werk oder Ihre spezifische Frage zum Werk wurde noch nicht beantwortet? Klicken Sie hier und reichen Sie Ihre werkspezifische Frage bei unserem Kundenservice ein!