Johann Christian Bach: Mailänder Vesperpsalmen - CDs, Choir Coaches, Medien | Carus-Verlag

Johann Christian Bach Mailänder Vesperpsalmen

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Für die erzprotestantische Familie Bach – wie für die deutsche Musikforschung im 19. und frühen 20. Jahrhundert – war Johann Christian Bach durch den Übertritt zum katholischen Glauben und die Hinwendung zur italienischen Oper das „schwarze Schaf“ der Familie. Vor seiner glänzenden Karriere als Opernkomponist und Konzertveranstalter in London bekleidete er von 1757 bis 1760 die Organistenstelle am Mailänder Dom. In dieser Zeit entstanden zahlreiche geistliche Werke, die zu den am wenigsten bekannten Kompositionen des jüngsten Bach-Sohns zählen. Unter Leitung von Gerhard Jenemann erschließen das renommierte Solistenquartett um Joanne Lunn und Thomas E.Bauer, der Süddeutsche Kammerchor und Concerto Köln einen gänzlich unbekannten Johann Christian Bach und machen deutlich, warum man den „Londoner Bach“ auch den „Mailänder Bach“ nannte.
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  • Domine ad adjuvandum me
  • 1. Confitebor tibi Domine (Soli SA)
  • 2. Confessio (Solo T)
  • 3. Memor erit (Solo S, Solo Org)
  • 4a. Fidelia omnia (Soli e Coro SATB)
  • 4b. Redemptionem misit (Soli SATB)
  • 4c. Sanctum (Soli e Coro SATB)
  • 5. Intellectus bonus (Solo A, Soli Ob, Vl, Va)
  • 6. Gloria Patri (Solo B e Coro SATB)
  • 7. Et in saecula saeculorum (Soli e Coro SATB)
  • 1. Beatus vir (Soli AB)
  • 2 .Exortum est (Solo T)
  • 3. Jucundus homo (Soli SA, Coro SATB)
  • 4. In memoria aeterna (Coro SATB)
  • 5. Paratum cor ejus (Solo S, Soli Fl, Vl)
  • 6. Dispersit (Solo B, Coro SATB)
  • 7. Peccator videbit (Soli e Coro SATB)
  • 8. Gloria Patri (Solo T)
  • 9. Sicut erat (Coro SATB)
  • 1. Laudate pueri Dominum (Soli ST)
  • 2a. A soli ortu (Solo T) 2b. Excelsus (Solo T)
  • 3a. Quis sicut (Solo S)
  • 3b. Suscitans (Solo S)
  • 4. Gloria Patri (Solo T)
  • 5. Sicut erat (Soli ST)
  • 1. Magnificat (Solo S e Coro SATB)
  • 2. Et misericordia (Coro SATB)
  • 3. Fecit potentiam (Soli ATB e Coro SATB)
  • 4. Gloria Patri (Coro SATB)
  • 5. Et in saecula saeculorum (Coro SATB)
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Zusatz-Material
  • O Lord, haste thee to help me.
    Glory be to the Father, and to the Son, and to the Holy Spirit.
    As it was in the beginning, is now, and ever shall be,
    world without end. Amen.
    Psalms 69

    ...

  • Herr, eile mir zu Hilfe.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit
    und in Ewigkeit. Amen.
    Psalm 69

    ...

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Compact Disc, 2 CDs Carus 83.347/00, EAN 4009350833470 CD, Jewel Case
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29,90 € / St.
  • Johann Christian Bach (1735–1782), der jüngste Sohn des Thomaskantors, prägte seinen persönlichen Stil besonders während eines mehrjährigen Aufenthalts in Italien (1755–1762) aus – einer Zeit, in der seine Verbindungen zur musikalischen Welt seines Vaters und seiner älteren Brüder weitgehend abrissen. Seine eingängigen und melodiösen Kompositionen, die den jungen Mozart nachhaltig beeinflussen sollten, sind von der noblen Eleganz und Kantabilität der italienischen Opernarie geprägt. Neben zahlreichen Bühnenwerken, die zum größeren Teil in seiner Londoner Zeit (1762–1782) entstanden, schrieb J.C. Bach auch geistliche Vokalwerke und Instrumentalmusik für fast alle zu seiner Zeit geläufigen Besetzungen zur Person
  • Dr. Uwe Wolf ist als Musikwissenschaftler vor allem im 17. und 18. Jahrhundert zuhause. Seine Arbeitsschwerpunkte reichen von der Zeit Monteverdis und Schütz über Bach und die Generation der Bach-Söhne und -Schüler bis hin zur Wiener Klassik. Seit Oktober 2011 leitet er das Lektorat des Carus-Verlags. Zuvor war er über 20 Jahre in der Bach-Forschung tätig. zur Person
  • Der Süddeutsche Kammerchor wurde 1973 gegründet. Konzertreisen führten das Vokalensemble bisher durch viele europäische Länder, nach Israel, Kanada und in die USA. Für die nächsten Jahre bestehen Einladungen nach Israel und Hongkong. Neben der Darstellung der großen Oratorien konzentriert sich die Arbeit des Chores auf weniger bekannte Werke aller Epochen aus dem Bereich der A-cappella-Literatur. Der Süddeutsche Kammerchor musiziert in verschiedenen Besetzungsgrößen, die den Erfordernissen der jeweiligen Komposition angepasst werden. In seinem Kern besteht der Chor aus jungen professionellen Sängern, die auch solistisch tätig sind; für größer besetzte Werke treten semi-professionelle Chorsänger und -sängerinnen hinzu. Einladungen zu Festivals und Konzerten im In- und Ausland sowie die Zusammenarbeit mit namhaften Orchestern wie dem Münchner Kammerorchester, Festival Strings Lucerne oder der Jungen Deutschen Philharmonie zeugen von der Qualität des Ensembles. Hierzu zählt auch die Arbeit mit renommierten Originalklang-Orchestern wie dem Freiburger Barockorchester, Drottningholms Baroque Ensemble Stockholm oder Concerto Köln. Mit den deutschen Rundfunkanstalten, u. a. Bayerischer Rundfunk und Hessischer Rundfunk, besteht eine enge Zusammenarbeit. Regelmäßig werden Einspielungen von ausgesuchten Werken für CDs und Rundfunksendungen produziert. zur Person
  • Bereits kurz nach seiner Gründung im Jahr 1985 hat sich Concerto Köln einen festen Platz in der ersten Reihe der Orchester für Historische Aufführungspraxis erspielt. Früh wurde es zu seinem Markenzeichen, musikwissenschaftlich fundierte Interpretationen mit neuer Verve auf die Bühne zu bringen. Auf diese Weise fand Concerto Köln schnell den Weg in die renommiertesten Konzertsäle und zu den großen Musikfestivals. Zahlreiche Tourneen führten nach Nord- und Südamerika, Südostasien, Japan, Israel und in die meisten Länder Europas. Concerto Köln nahm viele Einspielungen für verschiedene renommierte Labels vor und kann eine Diskographie von mittlerweile ca. 50 CDs vorweisen, von denen viele mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet wurden. Die Besetzungsgröße von Concerto Köln variiert je nach Programm und Repertoire. Da sich das Ensemble der Historischen Aufführungspraxis verpflichtet fühlt, spielt es vorzugsweise ohne Dirigenten. Bei sehr umfangreich besetzten Produktionen wie z. B. Opern und Oratorien arbeitet Concerto Köln mit Dirigenten wie René Jacobs, Marcus Creed, Ivor Bolton, David Stern, Daniel Reuss, Pierre Cao und Emmanuelle Haïm zusammen. Zu weiteren künstlerischen Partnern zählen namhafte Solistinnen und Solisten wie Cecilia Bartoli, Waltraud Meier, Magdalena Kožená, Véronique Gens, Andreas Scholl und Christoph Prégardien, oder auch die Schauspieler Bruno Ganz und Ulrich Tukur. zur Person
  • Gerhard Jenemann studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik Frankfurt/Main. Privatstudien und Kurse in Chor- und Orchesterleitung bei Michael Stephani, Helmuth Rilling, Andreas Weis, Eric Ericson und Thomas Ungar schlossen sich an. Er ist Leiter des Süddeutschen Kammerchores und der Vocalsolisten Frankfurt, einem Ensemble professioneller Konzert- und Opernsänger. Er konzertiert im In- und Ausland. Hierbei arbeitete er mit vielen bekannten Orchestern wie dem Hessischen Staats - orchester Wiesbaden, den Prager Sinfonikern, den Radiosinfonieorchestern aus Prag, Krakau und Budapest, dem Münchner Kammerorchester oder den Festival Strings Lucerne zusammen. Schon seit Jahren beschäftigt sich Gerhard Jenemann intensiv mit der Aufführung vorklassischer Musik und dirigierte hierbei so bekannte Ensembles wie das Freiburger Barockorchester, La Stravaganza Köln, die Cappella Savaria oder Drottningholms Baroqueensemble Stockholm. Seit 1991 ist er Dozent für Chor und Chorleitung am Richard-Strauss-Konservato - rium München. zur Person
  • Joanne Lunn, Sopran, studierte am Royal College of Music in London und gewann dort die renommierte Tagore Goldmedaille. Als Solistin konzertiert sie regelmäßig mit allen renommierten Ensembles alter Musik. Ihr Operndebüt gab sie an der English National Opera in Monteverdis L’incoronazione di Poppea und sang in Venedig die Helena in Brittens A Midsummer Night’s Dream sowie in Paris und Peking in Monteverdis L’Orfeo. Im Rahmen von oratorischen Auführungen arbeitet Joanne Lunn mit Dirigenten wie Bernius, Minkowski, Norrington und Suzuki zusammen. zur Person
  • Elena Biscuola schloss ihr Gesangsstudium in Turin mit Auszeichnung ab, besuchte Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau und Irwin Gage. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, u. a. der Internationalen Gesangswettbewerbe von Vercelli und Conegliano, und gewann 1999 mit dem Ensemble Vox Altera den Wettbewerb „Luca Marenzio“. In Vicenza absolvierte sie ein Aufbaustudium „Alte Musik“ und ist nicht erst seitdem vielgefragter Gast bei renommierten europäischen Alte-Musik-Festivals. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Rudolf Buchbinder, Tiziano Severini, Michael Radulescu und Ton Koopman, und trat mit zahlreichen namhaften Ensembles auf. Bei CD-Produktionen, die bei verschiedenen renommierten Labels erschienen, widmete sie sich bisher vor allem unbekannteren Werken. zur Person
  • Thomas E. Bauer war Mitglied der Regensburger Domspatzen und zählt heute zu den gefragtesten Sängern seines Fachs. Wichtige Aufführungen zeitgenössischer Musik prägen sein künstlerisches Profil. Er wirkte bei Uraufführungen von Nono, Killmayer und Rihm mit und wurde 2003 für seine herausragenden Leistungen auf diesem Gebiet mit dem Schneider-Schott Musikpreis ausgezeichnet. Als Opernsänger umfasst sein Repertoire u. a. die großen Titelpartien in Monteverdis Orfeo, Rossinis Il barbiere di Siviglia, Bergs Wozzeck. Seine große Leidenschaft gilt aber dem Liedgesang. Regelmäßig gibt er Liederabende in Japan (Aoyama Music Award) und mit dem Hammerflügel-Spezialisten Jos van Immerseel in Paris, Brügge und Brüssel. zur Person

Rezensionen

This collection confirms the pleasing eloquence and fertile inventiveness of music by a composer who was Europe's best-known Bach by far.
(David Vickers, Gramophone, April 2011)

Hier wird auf einem ausgezeichneten Niveau musiziert und lebendig Musik gemacht.
(Musica Sacra, März/April 2011)

Eine bessere Interpretation kann ich mir kaum vorstellen: die vier Solisten sind herausragend, und wissen genau den richtigen Ton in diesem Repertoire zu treffen. Auch Chor und Orchester zeigen hier erstklassige Leistungen. Für mich ist diese Produktion eine der wichtigsten der letzten Jahre.
(Johan van Veen, Toccata, März-April 2011)

Immer wieder schüttelt Johann Christian klangliche Überraschungen und herrliche melodische Einfälle aus dem Ärmel - und immer wieder verstehen es die Solisten der Aufnahme unter Leitung von Gerhard Jenemann, den Reiz dieser Musik charmant zu transportieren - zum Beispiel im „Gloria Patri” aus dem „Confitebor tibi domini”, das der Bariton Thomas E. Bauer gewohnt nobel und geschmeidig singt, oder im „A solis ortu” aus dem „Laudate pueri dominum”, dessen Linien der Tenor Georg Poplutz mit seinem leichten Timbre beseelt: ein Höhepunkt.
(Marcus Stäbler, Fono Forum, 01/11)

These performances of Bach's Vesper Psalms is revelatory in its display of the quality of his sacred music. The choir comprises just 17 voices, and sings with power and passion. Concerto Köln is in excellent form and the solo parts are given immaculate performances. So there is every reason to recommend this disc, which, it is to be hoped, will contribute to a more equitable assessment of Johann Christian Bach's oeuvre.
(Johan van Veen, musicweb-international.com, 01/2011)

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