Johann Christoph Bach: Fürchte dich nicht - Noten | Carus-Verlag

Johann Christoph Bach Fürchte dich nicht

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Die Motette Fürchte dich nicht wird gemeinhin Johann Christoph Bach zugeschrieben werden, obwohl Ihre Überlieferung erst lange nach dem Tod des Komponisten einsetzt und die Initialien „J. C.“ auf der Quelle zu einer ganzen Reihe Vertretern aus der thüringischen Musikerfamilie Bach passen könnte. Unser Johann Christoph ist ein Sohn Heinrich Bachs, des Bruders von Johann Sebastians Großvater. Johann Christoph gilt als der wohl bedeutendste Vertreter der Komponisten-Familie vor Johann Sebastian.

Die Motette Fürchte dich nicht wurde sicher für eine Trauerfeierlichkeit geschrieben. Ihr Text setzt sich aus drei Teilen zusammen. An den einleitenden Jesia-Text schließt sich ein bekannter Vers aus der Lukas-Passion an: „Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Heute, heute wirst du mir im Paradies sein“. Beide Bibeltexte werden nur von den Unterstimmen Alt bis Bass vorgetragen. Hinzu tritt als textlich wie musikalische weitere Ebene der Sopran mit der letzten Strophe des Chorals „O Traurigkeit, o Herzeleid“: „O Jesu, du mein Hilf und Ruh“ in langen Notenwerten; eine in der sächsisch-thüringischen Motette häufig anzutreffende Kombination aus Spruchmotette und gleichzeitig erklingendem Choralvers.

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Partitur Carus 30.561/00, ISMN 979-0-007-04012-3 12 Seiten, DIN A4, ohne Umschlag Mindestbestellmenge: 20 Exemplare
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Zusatzinformationen zum Werk
  • Johann Christoph Bach (1642–1703), der älteste Sohn Heinrich Bachs, galt bereits in der Familientradition als das große Genie vor Johann Sebastian; in der Familienchronik wird er als der „große und ausdrückende Componist“ bezeichnet. J.C. Bach wurde vermutlich von dem Arnstädter Kantor Jonas de Fletin unterwiesen, der als Schüler von Heinrich Schütz das Ideal eines italienische und deutsche Traditionen verschmelzenden Kompositionsstils vertrat. J.C. Bachs mehr als zwei Jahrzehnte währendes gemeinsames Wirken mit seinem Vetter Johann Ambrosius Bach in Eisenach gestaltete sich als besonders fruchtbare Zusammenarbeit. Wenn die Eisenacher Stadtchronik von Johann Ambrosius berichtet, er habe 1672 „auf Ostern mit Orgel, Geigen, Singen und Trompeten und mit Heerpaucken dreingeschlagen“, wie es noch kein Kantor je vermochte, so mag dieser Eindruck auch den anspruchsvollen und äußerst tiefsinnigen Kompositionen Johann Christoph Bachs zu verdanken sein. Sein Schaffen umfasst neben verschiedenen Cembalo- und Orgelwerken vor allem Motetten, Chorarien und Kantaten, die sich durch ein hohes Maß an satztechnischer Kunstfertigkeit und eine harmonisch außerordentlich reiche und differenzierte Tonsprache auszeichnen zur Person
  • Der Verleger, Kirchenmusiker und Pädagoge Günter Graulich gehört zu den großen deutschen Verlegerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit. Gemeinsam mit seiner Frau Waltraud gründete er 1972 den Carus-Verlag Stuttgart, den er vom 2-Mann-Familienbetrieb zum mittelständischen Unternehmen mit rund 60 Mitarbeitern ausbaute. Darüber hinaus leitete er, selbst ausgebildeter Kirchenmusiker und langjähriger Kantor an der Matthäuskirche Stuttgart, über 50 Jahre den Motettenchor Stuttgart. Mit seinem Chor realisierte er Einspielungen auf LP und CD, zahlreiche Konzertreisen führten ihn ins europäische Ausland und nach Amerika. zur Person
  • Paul Horn war ein deutscher Kirchenmusiker, Organist, Komponist und Musikwissenschaftler. Er studierte Kirchenmusik und Orgel an der Evangelischen Kirchenmusikschule Esslingen am Neckar bei Hans-Arnold Metzger und Musikwissenschaft, Theologie und Geschichte an der Universität Tübingen. Seine berufliche Laufbahn begann als Kantor an der Evangelischen Michaelskirche in Stuttgart-Degerloch. 1954 wurde er Kantor an der Evangelischen Stadtkirche Ravensburg, eine Position, die er bis zu seiner Pensionierung innehatte. Als Musikwissenschaftler arbeitete Horn bis ins hohe Alter eng mit Carus zusammen. So stammen zahlreiche Carus-Klavierauszüge aus seiner Feder. zur Person

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