Terra tremuit
Offertorium zum Ostersonntag
Entstanden ist Eberlins programmatische Vertonung des Offertoriums „Terra tremuit“ für die festliche Liturgie des Ostersonntags am Salzburger Dom, der im 17. und 18. Jahrhundert ein Zentrum der Pfleger von mehrstimmigen Offertoriumsvertonungen war. Die Verse 9 und 10 aus Psalm 76 (75) mit der bildhaften Schilderung des Erbebens und Verstummens der Erde sind Eberlins Textvorlage für das Offertorium. Die Schilderung des Erdbebens drückt Eberlin in den Streicherstimmen durch ein ausnotiertes Tremolo und in den Vokalstimmen mit dem Silbenstaccato beim Wort "tremuit" aus. Die Auferstehung wird durch die aufsteigende Tonfolge bei den Worten "dum resurgeret" in Musik gesetzt. Ein Alleluja beschließt das Werk.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Johann Ernst Eberlin
| 1702-1762
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Generalbassaussetzer*in
Paul Horn
| 1922-2016Paul Horn war ein deutscher Kirchenmusiker, Organist, Komponist und Musikwissenschaftler. Er studierte Kirchenmusik und Orgel an der Evangelischen Kirchenmusikschule Esslingen am Neckar bei Hans-Arnold Metzger und Musikwissenschaft, Theologie und Geschichte an der Universität Tübingen. Seine berufliche Laufbahn begann als Kantor an der Evangelischen Michaelskirche in Stuttgart-Degerloch. 1954 wurde er Kantor an der Evangelischen Stadtkirche Ravensburg, eine Position, die er bis zu seiner Pensionierung innehatte. Als Musikwissenschaftler arbeitete Horn bis ins hohe Alter eng mit Carus zusammen. So stammen zahlreiche Carus-Klavierauszüge aus seiner Feder. zur Person