Die Himmel erzählen die Ehre Gottes
Kantate zum 2. Sonntag nach Trinitatis bzw. zum Reformationsfest BWV 76, 1723
Die Kantate "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes" BWV 76 von Johann Sebastian Bach ist für den 2. Sonntag nach Trinitatis bestimmt, der im Jahr der ersten Aufführung auf den 6. Juni 1723 fiel. Das ambitionierte zweiteilige Werk ist damit die zweite Kantate, die Bach nach dem Antritt des Thomaskantorats in Leipzig schrieb. Bach war es offenbar ein Anliegen, in dieser Kantate ein besonders reichhaltiges Spektrum an musikalischen Formen sowohl in den Arien wie in den Rezitativen aufzuzeigen. Der Eingangschor basiert auf den Versen 2 und 4 des 19. Psalms, von denen Vers 4 als eine Chorfuge angelegt ist. Am Schluss der beiden Teile der Kantate steht ein Choralsatz mit unterschiedlichen Strophen des Luther-Liedes "Es woll uns Gott genädig sein". Der Text nimmt nur lose auf die Epistellesung des Sonntags aus dem 1. Brief des Johannes Bezug, handelt vielmehr in allgemeinen Gedanken von den Anfechtungen des Christen, die durch Liebe überwunden werden können. Bach hat den ersten Teil der Kantate daher später mit geringfügigen Revisionen, aber offenbar ohne Textänderungen auch am Reformationstag in Leipzig aufgeführt.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Johann Sebastian Bach
| 1685-1750Johann Sebastian Bach zählt zu den bedeutendsten Komponisten der abendländischen Musikgeschichte. Er entstammte einer weit verzweigten Musikerdynastie, die im thüringisch-sächsischem Gebiet zahlreiche Stadtmusiker und Organisten hervorbrachte.
Bach vocal
Seit Gründung des Carus-Verlags ist die Edition der Musik von Johann Sebastian Bach für uns ein besonderer Schwerpunkt. Im Reformationsgedenkjahr haben wir das Projekt Bach vocal abgeschlossen. Bachs geistliche Vokalmusik liegt nun vollständig in modernen Urtextausgaben samt Aufführungsmaterial vor. Eine Gesamtedition aller Partituren in einem hochwertigen Schuber ist ebenfalls erhältlich. zur Person
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Herausgeber*in
Ulrich Leisinger
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Generalbassaussetzer*in
Paul Horn
| 1922-2016Paul Horn war ein deutscher Kirchenmusiker, Organist, Komponist und Musikwissenschaftler. Er studierte Kirchenmusik und Orgel an der Evangelischen Kirchenmusikschule Esslingen am Neckar bei Hans-Arnold Metzger und Musikwissenschaft, Theologie und Geschichte an der Universität Tübingen. Seine berufliche Laufbahn begann als Kantor an der Evangelischen Michaelskirche in Stuttgart-Degerloch. 1954 wurde er Kantor an der Evangelischen Stadtkirche Ravensburg, eine Position, die er bis zu seiner Pensionierung innehatte. Als Musikwissenschaftler arbeitete Horn bis ins hohe Alter eng mit Carus zusammen. So stammen zahlreiche Carus-Klavierauszüge aus seiner Feder. zur Person
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Übersetzer*in
Vernon Wicker
| 1934-2024