Am 2. März 1714 wurde Johann Sebastian Bach, der bis dahin als Kammermusiker und Organist am Hofe des Herzogs Wilhelm Ernst in Weimar gewirkt hatte, zum Konzertmeister befördert und erhielt den Auftrag, zur Entlastung des kränkelnden Kapellmeisters Johann Samuel Drese „monatlich neue Stücke“ für die Kirche zu komponieren und aufzuführen. Nach der Kantate Himmelskönig, sei willkommen BWV 182 ist die vorliegende Kantate das zweite Werk, das Bach in seinem neuen Amt schuf. Die außerordentlichen musikalischen Ambitionen der ersten Weimarer Kantaten mögen nicht zuletzt darin begründet sein, dass sich Bach Hoffnungen auf die Nachfolge Dreses als Hofkapellmeister machte.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Johann Sebastian Bach
| 1685-1750Johann Sebastian Bach zählt zu den bedeutendsten Komponisten der abendländischen Musikgeschichte. Er entstammte einer weit verzweigten Musikerdynastie, die im thüringisch-sächsischem Gebiet zahlreiche Stadtmusiker und Organisten hervorbrachte.
Bach vocal
Seit Gründung des Carus-Verlags ist die Edition der Musik von Johann Sebastian Bach für uns ein besonderer Schwerpunkt. Im Reformationsgedenkjahr haben wir das Projekt Bach vocal abgeschlossen. Bachs geistliche Vokalmusik liegt nun vollständig in modernen Urtextausgaben samt Aufführungsmaterial vor. Eine Gesamtedition aller Partituren in einem hochwertigen Schuber ist ebenfalls erhältlich. zur Person
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Herausgeber*in
Ulrich Leisinger
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Textdichter*in
Salomon Franck
| 1659-1725
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Übersetzer*in
Henry Drinker
Rezensionen
Bach, Johann Sebastian: „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen”, BWV 12
Bach, Johann Sebastian: „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen”
Hier liegt die Partitur der neuen Carus-Ausgabe der Kantate vor, die schon ehedem Franz Liszt zu einem seiner bedeutendsten Orgelwerke anregte. Im interessanten Vorwort erfährt man einiges über Historie, Text, Musik und frühere Ausgaben. Dass Carus in jeder Beziehung vorbildlich gearbeitet hat, bedarf ja fast keiner Erwähnung mehr. Musik und Ausgabe: Sehr empfehlenswert !!!
Stefan Burs
Quelle: Musik im Bistum Essen 1/1998, S. 37