Vier Quartette
op. 92, 1877
Schon immer hatte Brahms ein sicheres Gespür für lyrische Qualität. Musikalisch besonders berührend wusste er mit seinem Zyklus Vier Quartette op. 92 für Singstimmen und Klavier vier Gedichte von Goethe, Daumer, Allmers und Hebbel umzusetzen. Um romantische Nachtstimmungen geht es, um melancholische Reflexionen über den Herbst und um heimliche nächtliche Liebesabenteuer.
Die Urtext-Ausgabe von Carus umfasst eine Dirigierpartitur im Großformat sowie eine Chorpartitur, beide unterlegt mit einem Singtext in deutscher und englischer Sprache, und dem Klavierpart. Der Zyklus kann sowohl mit Solostimmen und Klavier als auch mit vierstimmig gemischtem Chor und Klavier aufgeführt werden.
Alle Lieder sind auch als Einzelausgaben erhältlich (gedruckt und digital).
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Johannes Brahms
| 1833-1897Wesentlich für das Schaffen von Johannes Brahms war dessen Auseinandersetzung mit der musikalischen Tradition: Kirchentonarten, Kanontechnik, barocke Diktion, Bachs Kontrapunkt und Beethovens thematisch-motivische Arbeit verschmolz er mit den harmonischen und expressiven Errungenschaften der Romantik zu seinem eigenen, unverwechselbaren Stil. Seine Chorlieder und Vokalquartette (z. B. die „Liebeslieder-Walzer“ und „Neue Liebeslieder-Walzer“), oftmals auf Volksliedtexte, in denen sich ein musikalischen Mikrokosmos entfaltet, sind hierfür exemplarisch. Sein „Deutsches Requiem“, das bei Carus in mehreren Besetzungen erhältlich ist, bildet eines der faszinierendsten Bekenntnisstücke der Musikgeschichte. zur Person
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Herausgeber*in
Uwe Wolf
| 1961Dr. Uwe Wolf ist als Musikwissenschaftler vor allem im 17. und 18. Jahrhundert zuhause. Seine Arbeitsschwerpunkte reichen von der Zeit Monteverdis und Schütz über Bach und die Generation der Bach-Söhne und -Schüler bis hin zur Wiener Klassik. Seit Oktober 2011 leitet er das Lektorat des Carus-Verlags. Zuvor war er über 20 Jahre in der Bach-Forschung tätig. zur Person