Joseph Haydns Oratorien Die Jahreszeiten und Die Schöpfung stehen in enger geistiger Verbindung zueinander: Führt die Schöpfung das Werden der Welt vor Augen, so geht es in den Jahreszeiten um ihre Existenz und das zyklische Werden und Vergehen der Natur im Ablauf des Jahres. Diese musikalische Reise durchs Jahr gehört mit ihren eindringlichen Naturschilderungen zu den beliebtesten Klangschöpfungen des Wiener Klassikers. Haydn knüpft in seinem Alterswerk vielfach an Formelemente aus der Schöpfung an, führt diese aber in eigenständiger und erfrischend kreative Weise weiter und schöpft dabei tonmalerisch aus dem Vollen. Unter Leitung von Marcus Creed folgt die nun vorliegende Einspielung mit dem Orpheus Vokalensemble, renommierten Solist*innen und den Musiker*innen von Concerto Köln der neuen kritischen Edition des Werkes aus dem Carus-Verlag.
Kennenlernen
Notenvorschau Anschauen
  • Mehr zu diesem Werk in unserem Blog lesen!
Anhören (40)
  • Einleitung Frühling. Recitativo (STB): Seht, wie der strenge Winter flieht
  • Coro: Komm, holder Lenz
  • Recitativo (B): Vom Widder strahlet jetzt
  • Aria (B): Schon eilet froh der Ackermann
  • Recitativo (T): Der Landmann hat sein Werk vollbracht
  • Coro: Sei nun gnädig, milder Himmel
  • Recitativo (S): Erhört ist unser Flehn
  • Coro (STB, Coro): O, wie lieblich ist der Anblick
  • Einleitung Sommer. Recitativo (TB): In grauem Schleier rückt heran
  • Aria. Recitativo (SB): Der muntre Hirt versammelt nun
  • Coro (STB, Coro): Sie steigt herauf, die Sonne
  • Recitativo (B): Nun regt und bewegt sich alles umher
  • Recitativo (T): Die Mittagssonne brennet jetzt
  • Cavatina (T): Dem Druck erlieget die Natur
  • Recitativo (S): Willkommen jetzt, o dunkler Hain
  • Aria (S): Welche Labung für die Sinne
  • Recitativo (STB): O seht! Er steiget in der schwülen Luft
  • Coro: Ach! Das Ungewitter naht
  • Terzetto con Coro (STB, Coro): Die düstren Wolken trennen sich
  • Einleitung Herbst. Recitativo (S): Was durch seine Blüte
  • Recitativo (T): Den reichen Vorrat führt er nun
  • Terzetto con Coro (STB, Coro): So lohnet die Natur den Fleiß
  • Recitativo (STB): Seht, wie zum Haselbusche dort
  • Duetto (ST): Ihr Schönen aus der Stadt, kommt her
  • Recitativo (B): Nun zeiget das entblößte Feld
  • Aria (B): Seht auf die breiten Wiesen hin
  • Recitativo (T): Hier treibt ein dichter Kreis
  • Coro: Hört, hört das laute Getön
  • Recitativo (STB): Am Rebenstocke blinket jetzt
  • Coro: Juchhe! Juchhe! Der Wein ist da
  • Einleitung Winter. Recitativo. Cavatina (SB): Nun senket sich das blasse Jahr
  • Recitativo (T): Gefesselt steht der breite See
  • Aria (T): Hier steht der Wandrer nun
  • Recitativo (STB): So wie er naht
  • Coro (S, Coro): Knurre, schnurre, knurre
  • Recitativo (T): Abgesponnen ist der Flachs
  • Coro (S, Coro): Ein Mädchen, das auf Ehre hielt
  • Recitativo (B): Vom dürren Oste dringt
  • Aria (B): Erblicke hier, betörter Mensch
  • Coro (STB; Coro): Dann bricht der große Morgen an
mehr
Zusatz-Material
  • Abridged foreword of the Edition Carus 51.980

    Ernst Herttrich
    Translation: Gudrun and David Kosviner

    The premiere of The Creation on 30 April 1798 at the Palais Schwarzenberg in Vienna was the greatest success Haydn had ever experienced, so it was only natural that he and his librettist Gottfried van Swieten embarked on a new, similar project soon afterwards. When the first public performance of The Creation took place on 19 March 1799, causing a veritable storm of enthusiasm among the so-called “general public,” Haydn was already working on “a new great work after Thomson’s Seasons, which the worthy Privy Councillor Freyherr van Swieten had arranged metrically, and of which he had already completed the first section, Spring.” At any event, this was the announcement in the Allgemeine Musikalische Zeitung (AMZ) published by Breitkopf & Härtel a few days after said performance (24 March 1799). Breitkopf probably received the corresponding information from Georg August Griesinger, who acted as the Viennese liaison between Haydn and the publishing house.

    By this time – if one may believe a letter from the Countess Charlotta of Schleswig-Holstein-Gottorf dated 17 March

    ...

  • Gekürztes Vorwort der Ausgabe Carus 51.980

    Ernst Herttrich

    Die Uraufführung der Schöpfung am 30. April 1798 im Palais Schwarzenberg in Wien war der größte Erfolg, den Haydn bis dahin erlebt hatte. Es war also nur natürlich, dass er und sein Textdichter Gottfried van Swieten danach rasch ein neues, ähnlich geartetes Projekt in Angriff nahmen. Als am 19. März 1799 die erste öffentliche Aufführung der Schöpfung stattfand und beim sogenannten „großen Publikum“ regelrechte Begeisterungsstürme auslöste, saß Haydn bereits an der Arbeit an „ein[em] neuen grossen Werk, welches der würdige Herr Geheimrath Freyherr van Swieten nach Thomsons Jahreszeiten metrisch bearbeitet, und wovon er bereits die erste Abtheilung, den Frühling, fertig hat“. Das ließ zumindest die bei Breitkopf & Härtel erscheinende Allgemeine Musikalische Zeitung (AMZ) wenige Tage nach besagter Aufführung, am 24. März 1799, verlauten. Den entsprechenden Hinweis dürfte Breitkopf von Georg August Griesinger erhalten haben, der als Wiener Verbindungsmann zwischen Haydn und dem Verlag fungierte.

    Wenn man einem Brief der

    ...

  • THE SEASONS The Spring 1. Overture · Recitativo

    The Overture paints the passage from the winter to the spring.

    Simon
    Behold where surly winter flies!
    Far to the north he passes off.
    He calls his ruffian blast,
    they soon the forest, hill and vale,
    with dreadful roarings quit.

    Lukas
    Behold, from craggy rocks the snows
    in livid torrents melted run!

    Hanne
    Forth fly the tepid airs,
    and from the southern shores allure
    the messenger of spring.

    2. Coro

    Chorus of country people
    Come, gentle spring, ethereal mildness, come!
    And from her wintry grave bid drowsy nature rise.

    Women and girls
    See, gentle spring delightful comes!
    Her soft and balmy breath we feel,
    the joy of renovated life.

    The men
    As yet the year is unconfirm’d,
    and oft, and oft returning winter’s blast,
    or black envenom’d fog the bud
    and bloom destroys, the bud and bloom destroys.

    All
    Come, gentle spring, ethereal mildness, come!
    And smiling on our plains descend;
    O come, gentle spring, o come while music wakes around,
    O come, and smiling

    ...

  • DIE JAHRESZEITEN Der Frühling 1. Einleitung · Recitativo

    Die Einleitung stellt den Übergang vom Winter zum Frühling vor

    Simon
    Seht, wie der strenge Winter flieht!
    Zum fernen Pole zieht er hin.
    Ihm folgt, auf seinen Ruf,
    der wilden Stürme brausend Heer
    mit grässlichem Geheul.

    Lukas
    Seht, wie vom schroffen Fels der Schnee
    in trüben Strömen sich ergießt!

    Hanne
    Seht, wie vom Süden her,
    durch laue Winde sanft gelockt,
    der Frühlingsbote streicht!

    2. Coro

    Chor des Landvolks

    Komm, holder Lenz!
    Des Himmels Gabe, komm!
    Aus ihrem Todesschlaf
    erwecke die Natur.

    Weiber und Mädchen
    Er nahet sich, der holde Lenz.
    Schon fühlen wir den linden Hauch;
    bald lebet alles wieder auf.

    Die Männer
    Frohlocket ja nicht allzufrüh!
    Oft schleicht in Nebel eingehüllt,
    der Winter noch zurück und streut
    auf Blüt und Keim sein starres Gift.

    Alle
    Komm, holder Lenz!
    Des Himmels Gabe, komm!
    Auf unsre Fluren senke dich!
    Komm, holder Lenz, o komm,

    ...

mehr
Kaufen
Compact Disc, 2 CDs Carus 83.525/00, EAN 4009350835252
lieferbar
29,90 € / St.
Zusatzinformationen zum Werk
  • Als Kapellmeister des Fürsten Esterházy schuf Haydn neben zahlreicher Instrumentalmusik und verschiedenen Opern auch gewichtige Beiträge zur Kirchenmusik, u.a. die vierzehn lateinischen Messen, von denen allerdings nur zwölf authentisch bzw. vollendet sind; dazu Motetten und Offertorien, zwei gewichtige Te Deum-Vertonungen, zwei Salve Regina, ein Stabat Mater sowie die unterschiedlichen Fassungen der Sieben Worte des Erlösers am Kreuze.  Die Messen sind, mit Ausnahme der Jahre 1783–1795, zwischen 1749 und 1802 kontinuierlich entstanden und bilden damit die Gattung, mit der sich Haydn am längsten beschäftigt hat. Die bis 1782 komponierten sechs (authentischen bzw. vollständigen) Messen sind stilistisch sehr unterschiedlich, neben kurzen Missae breves stehen auch ausgedehnte Messen mit reicher Orchesterbesetzung; dagegen bilden die sechs, ab 1796 entstandenen sog. späten Messen eine vergleichsweise homogene Gruppe groß besetzter und umfangreicher Werke. Mit seinen beiden großen Oratorien Die Schöpfung (1798) und Die Jahreszeiten (1801) begründet Haydn die Tradition des bürgerlichen deutschen Oratoriums. zur Person
  • Das Orpheus Vokalensemble wurde 2005 als professioneller Kammerchor der Landesmusikakademie Baden-Württemberg gegründet. Es ist international besetzt und stellt höchste sängerische Anforderungen an die Ensemblemitglieder. Für die Arbeitsphasen werden international renommierte Chorleiter eingeladen. Sie prägen die künstlerische Qualität des Ensembles nachhaltig. Vorbild ist dabei das legendäre Orpheus Chamber Orchestra (New York), das auch bei der Namensgebung Pate stand. Ziel der künstlerischen Arbeit ist es, bei der Einstudierung und Aufführung von Musikwerken die Grundsätze der Kammermusik – persönlicher Einsatz und wechselseitiger Respekt – auf die Ensemblearbeit mit Stimmen zu übertragen. Darüber hinaus haben die Ensemblemitglieder ein Mitspracherecht bei der Auswahl des Repertoires, der Solisten und Dirigenten sowie der Konzertprogramme. Mehrere Komponisten haben bereits Werke für das Orpheus Vokalensemble geschrieben, u. a. Bo Hansson, Knut Nystedt, Gregor Hübner und Jürgen Essl. 2006 erfolgte die Einladung zum Internationalen Bodenseefestival. Weitere Einladungen zu berühmten Festivals wurden ausgesprochen. zur Person
  • Bereits kurz nach seiner Gründung im Jahr 1985 hat sich Concerto Köln einen festen Platz in der ersten Reihe der Orchester für Historische Aufführungspraxis erspielt. Früh wurde es zu seinem Markenzeichen, musikwissenschaftlich fundierte Interpretationen mit neuer Verve auf die Bühne zu bringen. Auf diese Weise fand Concerto Köln schnell den Weg in die renommiertesten Konzertsäle und zu den großen Musikfestivals. Zahlreiche Tourneen führten nach Nord- und Südamerika, Südostasien, Japan, Israel und in die meisten Länder Europas. Concerto Köln nahm viele Einspielungen für verschiedene renommierte Labels vor und kann eine Diskographie von mittlerweile ca. 50 CDs vorweisen, von denen viele mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet wurden. Die Besetzungsgröße von Concerto Köln variiert je nach Programm und Repertoire. Da sich das Ensemble der Historischen Aufführungspraxis verpflichtet fühlt, spielt es vorzugsweise ohne Dirigenten. Bei sehr umfangreich besetzten Produktionen wie z. B. Opern und Oratorien arbeitet Concerto Köln mit Dirigenten wie René Jacobs, Marcus Creed, Ivor Bolton, David Stern, Daniel Reuss, Pierre Cao und Emmanuelle Haïm zusammen. Zu weiteren künstlerischen Partnern zählen namhafte Solistinnen und Solisten wie Cecilia Bartoli, Waltraud Meier, Magdalena Kožená, Véronique Gens, Andreas Scholl und Christoph Prégardien, oder auch die Schauspieler Bruno Ganz und Ulrich Tukur. zur Person
  • Der Dirigent Marcus Creed ist an der Südküste Englands geboren und aufgewachsen. Er begann sein Studium am King’s College in Cambridge, wo er Gelegenheit hatte, im berühmten King’s College Choir zu singen. Weitere Studien führten ihn an die Christ Church in Oxford und die Guildhall School in London. Ab 1977 lebte Marcus Creed in Berlin. Stationen seiner Arbeit waren die Deutsche Oper Berlin, die Hochschule der Künste sowie die Gruppe Neue Musik und das Scharoun Ensemble. Von 1987 bis 2001 war Marcus Creed künstlerischer Leiter des RIASKammerchores. 1998 folgte er einem Ruf auf eine Dirigierprofessur an der Musikhochschule Köln. Seit 2003 ist Marcus Creed künstlerischer Leiter des SWR Vokalensembles Stuttgart. Das besondere Anliegen von Marcus Creed gilt mit diesem Ensemble der Wiederaufführung herausragender Kompositionen der jüngsten Vergangenheit, darunter z.B. Werke von Luigi Nono, György Kurtág, Wolfgang Rihm oder Heinz Holliger. Marcus Creed ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals der Alten und Neuen Musik und arbeitet regelmäßig mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Freiburger Barockorchester und Concerto Köln zusammen. Seine CD-Veröffentlichungen wurden für ihre stilsicheren und klangsensiblen Interpretationen mit internationalen Auszeichungen prämiert, darunter der Preis der deutschen Schallplattenkritik, der Edison Award, der Diapason d’Or, der Cannes Classical Award und der Echo Klassik. zur Person
  • Werner Güra absolvierte sein Studium am Mozarteum in Salzburg. Seine vokale Ausbildung setzte er fort bei Kurt Widmer in Basel und bei Margreet Honig in Amsterdam. Operngastspiele führten ihn nach Frankfurt, Basel, Dresden, Paris und Brüssel. An der Staatsoper Berlin ist er seit 1999 regelmäßig zu hören. Als Konzert- und Oratoriensänger arbeitet Werner Güra regelmäßig mit bekannten Orchestern und namhaften Dirigenten zusammen. Mehrfach führten ihn Tourneen nach Japan. Auch als Liedinterpret ist Werner Güra anerkannt. Dies belegen Auftritte bei internationalen Konzertveranstaltern sowie zahlreiche Aufnahmen, die mit renommierten Auszeichnungen wie dem „Diapason d’Or“ gewürdigt wurden. zur Person

Bewertungen auf unserer Website können nur von Kund*innen mit registriertem Nutzerkonto abgegeben werden. Eine Überprüfung, ob die bewerteten Produkte tatsächlich erworben wurden, findet nicht statt.

Es liegen keine Bewertungen zu diesem Artikel vor.

Häufige Fragen zum Werk

Stift-Symbol An dieser Stelle gibt es noch gar keine Fragen und Antworten zum Werk oder Ihre spezifische Frage zum Werk wurde noch nicht beantwortet? Klicken Sie hier und reichen Sie Ihre werkspezifische Frage bei unserem Kundenservice ein!