Reger-Werkausgabe, Bd. III/6: Bearbeitungen für Klavier zu zwei Händen I
Band 6 der Abteilung Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten enthält Übertragungen für Klavier zu zwei Händen (Teil 1). Die Bearbeitungen von Ausgewählten Orgelwerken Johann Sebastian Bachs und die zum Konzertvortrag vorgenommenen Einrichtungen von Klavierstücken Friedrich Kuhlaus, Franz Schuberts und Frédéric Chopins entstanden noch in den 1890er Jahren. Sie richten sich mit ihren zahlreichen, technisch höchst anspruchsvollen Zusätzen zum originalen Notentext an die Virtuosen der Zeit. Die Bearbeitungen von Choralvorspielen Bachs, die Reger respektvoll »symphonische Dichtungen en miniature« nannte, sind hingegen für den Unterricht vorgesehen. Die Klavierfassungen der fünf langsamen Sätze aus den Symphonien von Johannes Brahms schließlich reflektieren im Bereich der Vortragsanweisungen Regers Brahms-Interpretationen als Hofkapellmeister in Meiningen.
Seit Januar 2008 entsteht im Max-Reger-Institut (MRI) in Karlsruhe eine wissenschaftlich-kritische Ausgabe von Werken Regers (RWA). Sie wird von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur gefördert und beschreitet in der Anlage als Hybrid-Edition neue Wege der Editionstechnik.
Das zum Band gehörende digitale Angebot wird in einem Online-Portal publiziert.
Inhalt
Johann Sebastian Bach, Ausgewählte Orgelwerke, Bach-B1
Franz Schubert, Divertissement à la hongroise, Schubert-B1
Friedrich Kuhlau, Allegro burlesco aus Opus 88 Nr. 3, Kuhlau-B1
Fünf Spezialstudien für Pianoforte (Bearbeitungen Chopin’scher Werke), Chopin-B1
Zweite Studie über Fr. Chopin’s Valse op. 64 Nr. 1, Chopin-B4
Johann Sebastian Bach, Ausgewählte Orgel-Choralvorspiele, Bach-B4
Johann Sebastian Bach, Drei Orgel-Choralvorspiele, Bach-B5
Johann Sebastian Bach, Präludium und Fuge Es-Dur, Bach-B7
Johannes Brahms, Fünf langsame Sätze aus den Symphonien, Brahms-B4
Inhaltsverzeichnis
-
Komponist*in
Max Reger
| 1873-1916Max Reger, geb. 1873 in Brand (bayr. Oberpfalz), gest. 1916 in Leipzig. Schüler von H. Riemann. Seit 1905 Lehrer für Orgel und Komposition an der Akademie in München, hier auch erste Anerkennung als Orgelkomponist; ab 1907 Kompositionslehrer am Leipziger Konservatorium, daneben 1911 – 14 Leiter der Meininger Hofkapelle. Reger, der als Lehrer großen Einfluss erlangte, wandte sich von den Idealen der Neudeutschen ab und knüpfte an J. Brahms an; er verschmolz eine ausdrucksstarke Harmonik mit der an J. S. Bach geschulten Polyphonie mit Formen des Spätbarock und der Klassik; die eigentlichen Kompositionsbereiche Regers bilden Orgel- und Kammermusik. In seinem bedeutendsten geistlichen Chorwerk "Der 100. Psalm" (1908/09) geht Reger an die Grenze der Tonalität. zur Person
-
Herausgeber*in
Knud Breyer
-
Herausgeber*in
Stefan König