Te Deum laudamus
Die jüngst wiedergefundenen Werke des Paters Æmilian Rosengart sind wahre Entdeckungen und Repertoirebereicherungen! Sie weisen weit über ihren einstigen Bestimmungsort, die Abtei Ochsenhausen, hinaus. Als Zeitgenosse Haydns und Mozarts zeigt Rosengart in seinen Werken eine große stilistische Vielfalt; so stammen einige der hier eingespielten geistliche Arien ursprünglich aus heute verschollenen Opern und Oratorien des Komponisten und wurden für den liturgischen Gebrauch von Rosengart selbst mit einem neuen Text versehen. Dass die vorliegende Einspielung in der Klosterkirche Ochsenhausen entstand, in dem Raum, für den die Kompositionen ursprünglich konzipiert waren, verleiht der an historischer Aufführungspraxis orientierten Einspielung einen besonders authentischen Rahmen.
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Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Æmilian Rosengart
| 1757-1810Rosengart, der in der Benediktinerreichsabtei Ochsenhausen wirkte, war einer der bedeutendsten Klosterkomponisten des süddeutschen Spätbarock. Deren Musik stand im Schatten der Wiener Klassik und geriet deshalb zeitweise in Vergessenheit. Die etwa 90 erhaltenen Kompositionen Rosengarts dienen der Liturgie und sind damit auch heute noch bestens für die Verwendung in Gottesdiensten geeignet. zur Person
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Vorwortverfasser*in
Andreas Traub
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Ensemble
Orpheus Vokalensemble
Das Orpheus Vokalensemble wurde 2005 als professioneller Kammerchor der Landesmusikakademie Baden-Württemberg gegründet. Es ist international besetzt und stellt höchste sängerische Anforderungen an die Ensemblemitglieder. Für die Arbeitsphasen werden international renommierte Chorleiter eingeladen. Sie prägen die künstlerische Qualität des Ensembles nachhaltig. Vorbild ist dabei das legendäre Orpheus Chamber Orchestra (New York), das auch bei der Namensgebung Pate stand. Ziel der künstlerischen Arbeit ist es, bei der Einstudierung und Aufführung von Musikwerken die Grundsätze der Kammermusik – persönlicher Einsatz und wechselseitiger Respekt – auf die Ensemblearbeit mit Stimmen zu übertragen. Darüber hinaus haben die Ensemblemitglieder ein Mitspracherecht bei der Auswahl des Repertoires, der Solisten und Dirigenten sowie der Konzertprogramme. Mehrere Komponisten haben bereits Werke für das Orpheus Vokalensemble geschrieben, u. a. Bo Hansson, Knut Nystedt, Gregor Hübner und Jürgen Essl. 2006 erfolgte die Einladung zum Internationalen Bodenseefestival. Weitere Einladungen zu berühmten Festivals wurden ausgesprochen. zur Person
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Ensemble
Ars Antiqua Austria
Die ersten Jahre seit der Gründung 1989 standen für Ars Antiqua Austria ganz im Zeichen der musikwissenschaftlichen Aufarbeitung und musikalischen Wiederbelebung des Schaffens österreichischer Barockkomponisten. Aus dem reichen Fundus wiederentdeckter Werke entstanden mehrere erfolgreiche Ersteinspielungen. Seit 2002 übernimmt Ars Antiqua Austria die Gestaltung eines eigenen Konzertzyklus’ im Wiener Konzerthaus. Das Ensemble ist federführend in einer auf mehrere Jahre ausgelegten Konzertreihe mit dem Titel "Klang der Kulturen – Kultur des Klanges", bestehend aus insgesamt 90 Konzerten in den Städten Wien, Prag, Budapest, Bratislava, Krakau, Venedig, Ljubljana, Mechelen und Lübeck. Konzerttourneen führten das Ensemble unter anderem zum Festival Printemps des Arts nach Nantes, zum Monteverdi Festival nach Cremona, an die Münchner Staatsoper sowie zu den Salzburger Festspielen. Auch in den USA und in Japan ist das Ensemble ein gerngesehener Gast. Zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren das musikalische Schaffen von Ars Antiqua Austria. Die Aufnahme der "Cantate con istromenti I-IV" von Francesco Conti mit der Mezzosopranistin Bernarda Fink wurde 2002 bereits eine Woche nach der Präsentation mit dem "Diapason D’or" ausgezeichnet. Gunar Letzbor, der Leiter des Ensembles, erhielt mit Ars Antiqua Austria den "Cannes Classical Award 2002" für die Einspielung der "Capricci Armonici" von Giovanni Buonaventura Viviani. zur Person
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Dirigent*in
Jürgen Essl
| 1961Jürgen Essl erhielt seine musikalische Ausbildung in Stuttgart, Bordeaux und Wien u. a. bei Ludger Lohmann und Michael Radulescu. Nach dem Studium war er zunächst als Kirchenmusiker in Sigmaringen tätig, bevor er als Professor für Orgel an die Musikhochschule Lübeck und 2003 an die Stuttgarter Musikhochschule berufen wurde. Jürgen Essl war Stipendiat des DAAD und der Kunststiftung Baden-Württemberg. Internationale Anerkennung erlangte er gleichermaßen als Interpret, Improvisator und Komponist. Als Solist gastierte er u. a. beim Brucknerfest Linz, den Gmundner Festwochen und den Tagen für Neue Musik Kassel sowie u. a. in Leiden, Mailand, Krakau und Wien. Sein Repertoire umfasst die gesamte Bandbreite der Orgelliteratur, wobei die Interpretation Alter Musik und die Erarbeitung und Uraufführung neuester Werke die inhaltlichen Eckpfeiler seines musikalischen Schaffens bilden. Jürgen Essl ist gefragter Dozent bei internationalen Orgelseminaren. Zu seinen Partnern bei Improvisationsprojekten zählten bisher neben Musikern wie Joachim Kühn auch die Schauspieler Charles Brauer und Hanns Dieter Hüsch. Das kompositorische Œuvre von Jürgen Essl umfasst sowohl weltweit Beachtung findende Orgelwerke als auch Kompositionen für Chor, Ensembles und Orchester. 2003 wurde er mit dem Kompositionspreis Kirchenmusik in Baden-Württemberg ausgezeichnet und erhielt 2007 den Kulturpreis der Stadt Passau. Zahlreiche CD-Aufnahmen, wie die Ersteinspielung des Orgelwerks von Jean Françaix sowie eine viel beachtete Improvisationsaufnahme in der Kathedrale von Brüssel und das "Ochsenhauser Orgelbuch" dokumentieren Jürgen Essls musikalisches Schaffen. zur Person
Rezensionen
Eine fast schon sensationelle Entdeckung ist die Aufnahme mit Werken des in Kirchheim geborenen Benediktinerpaters Rosengart.
Ulrich Scheinhammer-Schmid, Ulrichsblatt - Kirchenzeitung für die Diözese Augsburg, 4./5. November 2017
Bei der Weihnachtsgeschichte agieren nicht nur Thomas Volle als Evangelist, sondern auch alle anderen Solisten aus dem Ensemble heraus auf höchstem Niveau.
Tobias Hermanutz, Musica Sacra, März 2016
[...] Der Versuch der Ausführenden, möglichst alle klanglichen Rahmenbedingungen der Entstehungszeit wieder herzustellen, führte zu einem eigenen, quasi authentischen „Ochsenhauser” Klang, der die Aufnahme besonders reizvoll macht.
Herbert Lauermann
Chor aktuell, 3/2009