Der Komponist Peter Schindler über diese Einzelausgabe aus Perpetuum mobile:
„A globo veteri“ aus dem Codex Buranus (Text No. 67) fragt nach den Anfängen des Lebens und beantwortet die Frage des „Woher?“ und „Warum?“ gleich selbst: Unser Schicksal ist vorbestimmt, niemand kann ihm entrinnen. Alle Ereignisse oder Entwicklungen sind bereits von der Schöpfung vorweggenommen oder schon vorhergesehen.
Die Musik fließt ruhig, majestätisch und feierlich. Sie schreitet abgeklärt voran, um am Ende zart den Text No. 39 aus dem Codex Buranus „Quod cinis es memento“ (Bedenke Mensch, dass du Staub bist) zu interpretieren.
So wird in Perpetuum mobile in einem antiken Kontext gleich zu Beginn an die Vergänglichkeit des Lebens und die Unvermeidbarkeit des Todes erinnert. Ganz wie es im Buch Genesis, Kapitel 3, Vers 19 bereits geschrieben steht.
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Komponist*in
Peter Schindler
| 1960Peter Schindler studierte Schulmusik, Komposition und Orgel sowie Jazz und Popularmusik an der Musikhochschule Stuttgart. Zu seinen Werken zählen Chansons, Instrumentalstücke, Geistliche Werke, Musik für Ballett und Schauspiel sowie Musicals, Singspiele und Lieder für Kinder und Jugendliche. Als Organist und Pianist führt er mit verschiedenen Ensembles und Interpreten vorwiegend eigene Kompositionen im In- und Ausland auf. Konzertreisen mit dem von ihm gegründeten Quintett Saltacello sowie der Gruppe Pipes and Phones führten ihn nach China, Dänemark, Frankreich, Italien, Korea, Österreich, Polen, Skandinavien, Taiwan, Tschechien sowie in die Schweiz und die USA. Sowohl als Solist als auch im Zusammenspiel mit unterschiedlichen Partnern hat er zahlreiche Stücke eingespielt und auf Tonträgern veröffentlicht.
Weitere Informationen finden Sie im Internet auf der Seite www.peter-schindler.de
Wir haben dem Komponisten 5 Fragen gestellt, lesen Sie hier in unserem Blog: https://blog.carus-verlag.com/persoenlichkeiten/5-fragen-an-peter-schindler/
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